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Börsen-Bericht / Leichtes Aufatmen am Aktienmarkt

03.08.2001


Die Quartalsberichte einiger Unternehmen fielen zuletzt positiver aus als erwartet. Als Folge kam es an den internationalen Börsen zu Eindeckungen insbesondere von Hedge-Funds. Die hierdurch ausgelöste technische Erholung des Aktienmarktes führte zu einem größeren Interesse gerade an Technologiewerten. Dies spiegelte sich auch in der Entwicklung am Neuen Markt wider, der nun oberhalb der Indexmarke von 1000 Punkten seinen Boden gefunden haben sollte. Positiv entwickelten sich FMC und Schering auf Grund guter Halbjahresberichte, die bei Schering zu einer Korrektur der Ertragsziele für 2001 nach oben führten. Halbleiteraktien wie Infineon profitierten von der besseren Einschätzung einer Investmentbank.

Nach dem Auslaufen der Quartalsberichterstattung wenden die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit jetzt wieder stärker den Konjunkturdaten und möglichen Zinssenkungen zu. Zwar deuten die aktuellen Zahlen auf eine anhaltende Wachstumsabschwächung in Euroland und den USA hin, die Befürchtungen über ein Abgleiten der amerikanischen Wirtschaft in eine Rezession scheinen sich jedoch nach Bekanntgabe einer BIP-Wachstumsrate von 0,7% für das zweite Quartal 2001 zu zerstreuen. Während die negativen Konjunkturaussichten in den Aktienkursen bereits enthalten sind, sollte die aufkeimende Zinsfantasie die Börsen stimulieren. Damit sind auch die Chancen für eine etwas verspätete Sommerrallye deutlich gestiegen, meint die Commerzbank. Sie empfiehlt dem mittelfristig orientierten Anleger weiter Käufe in Qualitätsaktien wie Allianz Holding, Bayer, Deutsche Telekom, Infineon, Linde, SAP oder Siemens.

Der Rentenmarkt tendierte in dieser Woche freundlich. Ausgelöst durch die stark eingetrübten Konjunkturprognosen stiegen die Rentenkurse zur Wochenmitte deutlich. Die Entscheidung der EZB am Donnerstag, die Leitzinsen unverändert zu lassen, überraschte nicht. Da wegen der wirtschaftlichen Entwicklung kaum noch Inflationspotenzial besteht, ist eine zweite Zinssenkung der EZB in diesem Jahr nur eine Frage der Zeit. Das fundamental freundliche Rentenmarktumfeld bleibt deshalb intakt. Dem privaten Anleger empfiehlt die Commerzbank vor allem Staatsanleihen oder Pfandbriefe mit 2 bis 3 Jahren Laufzeit.

| ots
Weitere Informationen:
http://www.commerzbank.de

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