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Pole Position im Wettbewerb um die klügsten Köpfe sichern

02.08.2001


Wirtschaftsjunioren Deutschland fordern schnelle und flexible Einwanderungspraxis

Es wird einen Wettbewerb um die klugen Köpfe der Welt geben. Nur durch ein unbürokratisches und flexibles Einwanderungsgesetz kann Deutschland sich für diesen Wettbewerb in eine gute Position bringen. Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) - mit 11.000 Mitgliedern Deutschlands größter Verband junger Unternehmer und Führungskräfte - erwarten von der Bundesregierung, dass sie noch in dieser Legislaturperiode ein praktikables Einwanderungsgesetz verabschiedet. "Es wird immer offensichtlicher: Nicht nur das Kapital, Waren und Information treiben die Globalisierung voran. Auch Wissen und Qualifikation sind weltweit mobil, nämlich in den Köpfen der Menschen, die bereit sind in den Ländern zu arbeiten und zu leben, die ihnen die besten Bedingungen bieten", sagt Martin Karren, Bundesvorsitzender der WJD.

Ein schnelles, unkompliziertes und flexibles Einwanderungsverfahren ist nach Ansicht der Wirtschaftsjunioren die wichtigste Voraussetzung, um die bestqualifizierten Arbeitskräfte zu gewinnen. Es sei daher besonders wichtig, dass es für nachfragende Unternehmen und ausländische Arbeitnehmer nur eine Anlaufstelle gebe, die sämtliche Formalitäten regelt und sich selbständig mit alle weiteren einzubeziehenden Behörden abstimmt. Botschaften und Auslandshandelskammern können im Ausland als Ansprechpartner sowohl für an einer Einwanderung nach Deutschland interessierte Arbeitnehmer fungieren als auch für die deutschen Unternehmen, die im Ausland nach Spezialisten suchen.

In einem Einwanderungsgesetz sei darüber hinaus, die Methodik zur Festlegung der Zuwanderungskontingente zu definieren. Die jeweilige Höhe muss ausgehend von der Zahl offener Stellen und der nachgefragten Qualifikation bestimmt werden. Ein entsprechendes Entscheidungsgremium, z.B. ein nationaler Einwanderungsrat, sollte aus Fachleuten aus Politik, Unternehmen, Wirtschafts- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften bestehen.

"Darüber hinaus darf Deutschland das Potenzial im eigenen Land nicht vernachlässigen", so der Bundesvorsitzende der WJD weiter. Bislang läuft beispielsweise das Bleiberecht ausländischer Studenten nach dem Examen ab. Gerade diese verfügen aber über hervorragende Deutschkenntnisse und durch Praktika und studienbegleitende Jobs über Erfahrungen im deutschen Arbeitsmarkt. Für diese jungen Berufsanfänger ist das Bleiberecht zu reformieren.

Den Wirtschaftsjunioren Deutschland gehören 11.000 Führungskräfte und Unternehmer aus allen Bereichen der Wirtschaft an, die nicht älter als 40 Jahre sind. Ziel der WJD ist es, die Akzeptanz für unternehmerisches Handeln in Deutschland zu erhöhen und die künftige Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik in einem vereinten Europa aktiv mitzugestalten.

Martin Karren | ots

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