Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spin Off-Aktivität deutscher Großunternehmen sehr gering

07.02.2005


In den Forschungs- und Entwicklungsbereichen deutscher Großunternehmen werden regelmäßig neue Produkte entwickelt, die häufig nicht hundertprozentig zum Kerngeschäft der Gesellschaft passen. Doch wie werden diese Ideen weiter verwertet, und welche Rolle spielen Ausgründungen dabei? In Deutschland existieren darüber kaum Studien. Studierende der Uni Lüneburg haben jetzt Spin Off-Aktivitäten großer Unternehmen in Deutschland erforscht.

... mehr zu:
»Off-Aktivität

Der Stiftungslehrstuhl für Gründungsmanagement der Universität Lüneburg hat im Wintersemester 2004/05 das Projektseminar "Corporate Spin Offs - Technologieorientierte Ausgründungen aus Großunternehmen" unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Schulte der Problematik gewidmet. Es wurden 16 deutsche Großunternehmen anhand eines detaillierten Fragebogens interviewt. Im Mittelpunkt der Befragung stand zunächst die Verwertung der Technologien innerhalb des betreffenden Unternehmens. Erfolgte diese auch durch Spin Offs, stellten die Studenten tiefer gehende Fragen zu Motiven und Problemen bei Ausgründungen, zur Gestaltung der Beziehung zwischen Mutter- und Tochterunternehmen und holten Auskünfte zu den verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten bei den Konzernen ein.

Die Erhebung ergab, dass die befragten Unternehmen die Verwertung neuer Ideen überwiegend durch Eingliederung der entwickelten Produkte in das Mutterunternehmen oder durch Lizenzvergaben realisieren. Allerdings stellte sich während der Interviews ebenfalls heraus, dass die weitere Verwertung der entwickelten Produkte für die Hälfte der befragten Unternehmen als nicht lohnenswert eingestuft wird.


Die Ausgliederung als Corporate Spin Off nannte rund ein Drittel der Befragten als mögliche Alternative, wobei sie sich von dieser Form der Ideenverwertung vor allem die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die Sicherung von Gewinnchancen versprachen. Die Finanzierung von Ausgründungen in Form von Corporate Spin Offs erfolgt überwiegend durch Venture Capital-Geber sowie Eigenmittel des Mutterunternehmens.

Eine Ergebniszusammenfassung ist unter der angegebenen Web-Adresse verfügbar.

Weitere Informationen: Dipl.-Kffr. Mareike Deutschmann, Universität Lüneburg, Tel. 04131/78-2225, deutschmann@uni-lueneburg.de

Henning Zuehlsdorff | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-lueneburg.de
http://www.gmlg.de/fileadmin/redakteur_uploads/Downloads/PS_SpinOff_2005.pdf

Weitere Berichte zu: Off-Aktivität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Boom der deutschen Wirtschaft derzeit wahrscheinlicher als eine Rezession
19.09.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht KMU haben die "Generation 50+" fest im Blick
29.08.2018 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ein neues Mittel gegen Zöliakie

24.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Entscheidung über Attraktivität fällt in Millisekunden

24.09.2018 | Studien Analysen

Künstliche Intelligenz im Fokus – Schulungsangebot zum maschinellen Lernen für Industrie und Forschung startet

24.09.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics