Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Offshoring-Boom erfasst alle Großen

23.12.2004


80 Prozent der Top-2.000-Unternehmen wollen auslagern



Der Trend zum Offshoring, also zur Auslagerung von Geschäftsbereichen in das nahe oder fernere Ausland, wird im kommenden Jahr weltweit praktisch alle Großunternehmen erfassen. Wie eine Erhebung der indisch-amerikanischen Beratungsgruppe neoIT ergeben hat, werden bis zum Ende des kommenden Jahres 80 Prozent der 2.000 größten Unternehmen der Welt Geschäftsteile ausgelagert haben. Auch kleine und mittlere Unternehmen werden zunehmend auf den Zug zur Auslagerung aufspringen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf die neoIT-Studie.

... mehr zu:
»Outsourcing


Die Auslagerung von Geschäftsteilen ins Ausland erfasst im kommenden Jahr zunehmend auch japanische und europäische Unternehmen, heißt es in der Studie: "Von der Kundenseite her betrachtet werden US-Firmen nicht mehr die wesentlichen Käufer von Offshore-Services sein, da es aus dem westeuropäischen Markt eine starke Nachfrage geben wird." Nach Branchen aufgeschlüsselt werden 2005 vor allem die Fertigungsindustrie, der Gesundheitsbereich und der Einzelhandel das Outsourcing ankurbeln.

Indien dürfte vom Outsourcing/Offshoring-Boom stark profitieren. Softwareexporte aus dem Subkontinente sollen, so die Studie, um 25 bis 30 Prozent zulegen und die Einnahmen aus Backoffice-Dienstleistungen sogar um bis zu 60 Prozent. Deals, wo es um die Auslagerung von ganzen Geschäftsprozessen (Business Process Outsourcing - BPO) geht, sind dabei tendenziell größer als reine Software-Deals, betont neoIT-Chef Atul Vashistha. Neben Indien werden vor allem China, Russland sowie einige osteuropäische und südostasiatische Länder vom Outsourcing-Boom profitieren.

Chinesische Unternehmen dürften im kommenden Jahr zunehmend durch die Übernahme von Outsourcing-Firmen für Schlagzeilen sorgen, heißt es in der Studie. Generell werde das Wachstum der Outsourcing-Industrie sowohl eine Reihe von Mergers als auch etliche Börsengänge bringen. Trotz des Wachstums wird es auch künftig zahlreiche Rückschläge geben. Mehr als 40 Prozent aller neuen Offshore-Initiativen würden scheitern und die gesteckten Ziele wie Kostensenkung und Risiken-Streuung nicht erreichen. Der Grund dafür liege aber nicht bei den Anbietern, sondern bei den Kunden, also bei den Unternehmen, die auslagern, schreibt neoIT.

Georg Panovsky | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.neoit.com/

Weitere Berichte zu: Outsourcing

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet - Juni 2018
20.06.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum zweiten Mal in Folge
28.05.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

17.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

17.07.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics