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Wie neue Anbieter den klassischen Banken das Wasser abgraben

24.11.2003

Das Monopol der etablierten Institute im Finanzgeschäft scheint über kurz oder lang zu fallen. Als lange unterschätzte Konkurrenz rollen Autobanken, Discount-Broker und Handelsketten den Markt für Finanzdienstleistungen auf - aggressiver, schneller, billiger. Und Widerstand scheint zwecklos.

Ein Expertenteam des Hamburger Redaktionsbüros für Finanzpresse (RfP) hat sich mit der Studie "Die Banken-Jäger" intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie dicht das Ende der klassischen Bankenwelt tatsächlich bevorsteht. Denn den etablierten Geldhäusern laufen in wichtigen Bereichen die Kunden weg: Kreditkarten beim Kaufhausriesen Karstadt-Quelle, Mittelstandsfinanzierung beim Volkswagenkonzern, Versicherungen bei Tchibo und Geld für den Bau des Eigenheims beim Otto-Versand sprechen dafür, dass es langsam eng wird für Deutsche Bank & Co.

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Dabei ist der Angriff auf die alten Geldhäuser über die Planungsphase längst hinaus. Nicht einmal anderthalb Jahre nach ihrem Start als Vollbank meldete die Daimler-Chrysler-Bank heute beispielsweise mehr als 800.000 Kunden und Einlagen im Wert von 3,2 Milliarden Euro. Und Volkswagen hat mit seinen rund 540.000 Bank- Kunden bereits die Sechs-Milliarden-Grenze überschritten und befindet sich vor dem Einstieg ins Firmenkundengeschäft.

Dabei ist die Einführung von Finanzdienstleistungen bei den neuen Banken zuallererst Mittel zur Kundenbindung und weniger Ausdruck des Wunsches, zu Kreditinstituten zu mutieren. "Der Kundenstamm eines Handelsunternehmens wie KarstadtQuelle ist um ein Vielfaches größer als der, den sich Hausbanken aufbauen können beziehungsweise aufgebaut haben", berichtet Matthias Fachinger, Mitglied der Geschäftsleistung bei der KarstadtQuelle Bank, in einem Studienbeitrag. Diesen Kundenstamm will der Handel über preiswerte oder gar kostenlose Finanzdienstleistungen locken und zum Kauf der eigenen Waren/Dienstleistungen bewegen.

Wie sieht nun die Zukunft aus? Nach Ansicht des RfP-Teams ist zunächst eine Abwanderungswelle des Basisgeschäfts von den alten zu den neuen Banken zu erwarten. Im Visier haben die neuen Banken dabei vor allem das Einlagengeschäft, den Bereich Konsumfinanzierung und ein Basis-Wertpapierangebot wie Investmentfonds. Hauptzielgruppe sind einfache bis mittlere Einkommen.

Torsten Schubert | Redaktionsbüro für Finanzpresse
Weitere Informationen:
http://www.finanzpresse.de

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