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Automobilindustrie setzt auf Globalisierung und Marktliberalisierung

17.09.2003

Als global aufgestellte Branche setzt die deutsche Automobilindustrie auf einen weltweiten Abbau von Handelsschranken. "Wir brauchen und wir fordern einen weiteren Schub in der Liberalisierung unserer Märkte", sagte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), zum Auftakt der international besetzten 11. Handelsblatt-Tagung Automobilindustrie am Dienstag auf der IAA in Frankfurt. Prof. Gottschalk mahnte zugleich eine "ideologiefreiere Diskussion" in der Frage des Welthandels an und wies auf die Rolle der Automobilindustrie als globaler Motor für Wachstum und Beschäftigung hin: "Das, was unsere Unternehmen gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern leisten, belegt die Vorteile der Globalisierung für die Menschen tagtäglich."

Durch die Konkurrenz der Standorte werde aber auch der Produktionsstandort Deutschland noch stärker auf den Prüfstand gestellt, sagte Prof. Gottschalk. Nur mit Innovationsfähigkeit und Flexibilität habe man hierzulande eine Chance. Dazu gehöre, dass neue Formen der Arbeitsorganisation gefunden werden. Die Politik müsse zudem einen berechenbaren Rahmen für die technologische Weiterentwicklung des Automobils schaffen.

Auf dem Forum "Die Automobilindustrie - Märkte im Wandel", das erstmals in Zusammenarbeit mit dem VDA durchgeführt wird, referieren internationale Top-Manager aus der Automobil- und Finanzbranche an drei Tagen über die verschiedenen Regionen. Während am Dienstag Europa, Osteuropa und die USA im Mittelpunkt stehen, geht es am Mittwoch um Asien, China sowie um die Hersteller-Zulieferer- Beziehungen. Der Donnerstag steht im Zeichen des Automobilhandels der Zukunft, der Finanzierung und des Online-Fahrzeugverkaufs.

Zu den Referenten der Tagung gehören neben Prof. Gottschalk auch Bernhard Mattes, Vorstandsvorsitzender der Ford-Werke AG, der "Europa ohne Grenzen" darstellt, und Carl-Peter Forster, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG, der über das Thema "Opel im Turnaround - Mit Innovationen zum Erfolg" spricht. Dr. Michael Ganal, Vorstandsmitglied der BMW AG, erläutert die Wachstums- und Expansionsstrategie der BMW Group in Asien, während Dr. Takis Athanasopoulos, Executive Vice President von Toyota Europe, vom "Success through superior quality" berichtet. Vratislav Kulhanek, Vorstandsvorsitzender der Skoda Auto A.S., erläutert den wachsenden Markt in Zentral- und Osteuropa; Dr. Joachim Schmidt, Mitglied des Geschäftsfeldvorstandes der Mercedes Car Group, spricht über die Chancen und Herausforderungen für europäische Premium- Anbieter in den USA.

Eckehart Rotter | VDA

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