Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verzicht auf Flughafenausbau in Düsseldorf würde mehr als 18 000 Arbeitsplätze verhindern

26.01.2001


... mehr zu:
»Flughafenausbau
Der Verzicht auf den weiteren Ausbau des Flughafens Düsseldorf hätte einen negativen Arbeitsmarkteffekt zur Folge, der mit der Aufgabe eines Automobilwerks durchaus zu vergleichen wäre: Unter Berücksichtigung aller
Einflüsse für die vom Flughafen abhängigen Beschäftigten hat der Ausbau 18 000 zusätzliche Arbeitsplätze zur Folge, mittelbar sogar bis zu 45 000. Dies geht aus einer Studie des RWI hervor, die in Essen vorgestellt wurde.
Das Institut hat in einem auf drei Monate angelegten Forschungsprojekt die Auswirkungen von Ausbau, Stillstand, aber auch der Schließung des Flughafens der Landeshauptstadt untersucht. Dabei lässt sich nachweisen, dass das Einfrieren der Lande- und Startkapazitäten im Lauf der Zeit zu immer gravierenderen Engpässen führen und so die Standortqualitäten der Region weiter negativ beeinflussen würde. Betroffen wäre aber auch die öffentliche Hand: Bei einer gänzlichen Schließung des Flughafens entgingen ihr Einnahmen in geschätzter Höhe von 2,8 Mrd. DM.
Die Analyse der Beschäftigungs-, der Einkommens- sowie der Einnahmeeffekte spricht dafür, den geplanten Ausbau des Flughafens Düsseldorf einschließlich der Ausschöpfung der Zweibahn- Kapazität in vollem Umfang zu genehmigen, zumal qualitative Effekte wie die Bedeutung des Flughafens für die Headquarterfunktion der Region in den Berechnungen noch nicht enthalten sind.
In der Studie wird in Kooperation mit der BeSB GmbH zugleich ein Modell vorgestellt, wie die mit dem Betrieb des Flughafens einhergehende Lärmentwicklung beeinflusst und die betroffene Bevölkerung entlastet werden kann. Die Gutachter schlagen vor,
- einen lärmabhängigen Teil der Landegebühren auf Basis der tatsächlichen Geräuschimmissionen  zu erheben,
- diese Summe in einen Flughafenanteil und einen Lärmschutz-Anteil aufzuteilen und
- den Lärmschutzanteil in einen Fond einzubringen, der dann vom Flughafen zur Beschleunigung des Ankaufs von besonders betroffenen Grundstücken sowie zu zusätzlichen passiven Lärmschutzmaßnahmen (z.B. verbesserter Schallschutz an Fenstern) verwandt wird.
Erstmals würde so in Deutschland ein Zusammenhang zwischen den Lärmemittenten, d.h. den Fluggesellschaften mit besonders lauten Flugzeugtypen, sowie Umfang und Höhe des Lärmschutzes für die betroffenen Anwohner hergestellt. Gleichzeitig bietet das Modell den Fluggesellschaften über die Höhe der Gebühren Anreize, möglichst leises Fluggerät einzusetzen.
Ihre Ansprechpartner dazu:
Dr. Heinz Schrumpf, Tel.: (0201) 81 49-272
Joachim Schmidt (Pressestelle), Tel.: (0201) 81 49-292

Joachim Schmidt | idw

Weitere Berichte zu: Flughafenausbau

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal: Weiterhin hoher Bestand an offenen Stellen
14.05.2019 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Welthandel deutlich zurückgegangen
26.03.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Großes Potenzial: Aktoren und Sensoren mit 3D-Druck in komplexe Bauteile integrieren

Der additiven Fertigung wird eine große Zukunft vorhergesagt. So lassen sich mit Hilfe des 3D-Drucks beispielsweise die Anzahl der Komponenten komplexer, individualisierter Baugruppen stark reduzieren und viele Funktionen direkt in ein Bauteil integrieren. Das vereinfacht den Herstellungsprozess und verringert den notwendigen Bauraum. Um diese Vorteile auch für mechatronische Systeme zu nutzen, forschen Wissenschaftler im Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in mehreren Projekten an der additiven Fertigung von integrierten Aktoren und Sensoren. Diese können in Leichtbaustrukturen störende oder schädigende Vibrationen mindern sowie Strukturen überwachen.

Aufgrund der Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte sehen die Wissenschaftler des Fraunhofer LBF großes Potenzial für die additive Fertigung mechatronischer...

Im Focus: Megakaryozyten als „Türsteher“ und Regulatoren der Zellmigration im Knochenmark

In einer neuen Studie zeigen Wissenschaftler der Universität Würzburg und des Universitätsklinikums Würzburg, dass Megakaryozyten als eine Art „Türsteher“ auftreten und so die Eigenschaften von Knochenmarksnischen und die Dynamik der Zellmigration verändern. Die Studie wurde im Juli im Journal „Haematologica“ veröffentlicht.

Die Hämatopoese ist der Prozess der Bildung von Blutzellen, der überwiegend im Knochenmark auftritt. Das Knochenmark produziert alle Arten von Blutkörperchen:...

Im Focus: Megakaryocytes act as „bouncers“ restraining cell migration in the bone marrow

Scientists at the University Würzburg and University Hospital of Würzburg found that megakaryocytes act as “bouncers” and thus modulate bone marrow niche properties and cell migration dynamics. The study was published in July in the Journal “Haematologica”.

Hematopoiesis is the process of forming blood cells, which occurs predominantly in the bone marrow. The bone marrow produces all types of blood cells: red...

Im Focus: Beschleunigerphysik: Alternatives Material für supraleitende Hochfrequenzkavitäten getestet

Supraleitende Hochfrequenzkavitäten können Elektronenpakete in modernen Synchrotronquellen und Freien Elektronenlasern mit extrem hoher Energie ausstatten. Zurzeit bestehen sie aus reinem Niob. Eine internationale Kooperation hat nun untersucht, welche Vorteile eine Beschichtung mit Niob-Zinn im Vergleich zu reinem Niob bietet.

Zurzeit ist Niob das Material der Wahl, um supraleitende Hochfrequenzkavitäten zu bauen. So werden sie für Projekte wie bERLinPro und BESSY-VSR eingesetzt,...

Im Focus: Künstliche Intelligenz löst Rätsel der Physik der Kondensierten Materie: Was ist die perfekte Quantentheorie?

Für einige Phänomene der Quanten-Vielteilchenphysik gibt es mehrere Theorien. Doch welche Theorie beschreibt ein quantenphysikalisches Phänomen am besten? Ein Team von Forschern der Technischen Universität München (TUM) und der amerikanischen Harvard University nutzt nun erfolgreich künstliche neuronale Netzwerke für die Bildanalyse von Quantensystemen.

Hund oder Katze? Die Unterscheidung ist ein Paradebeispiel für maschinelles Lernen: Künstliche neuronale Netzwerke können darauf trainiert werden Bilder zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kosmos-Konferenz: Navigating the Sustainability Transformation in the 21st Century

17.07.2019 | Veranstaltungen

Auswandern auf Terra-2?

15.07.2019 | Veranstaltungen

Hallo Herz! Wie kommuniziert welches Organ mit dem Herzen?

12.07.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Technik zur besseren Kontrolle für den Supervulkan von Campi Flegrei

17.07.2019 | Geowissenschaften

Bei Bakterien bestimmen die Nachbarn mit, welche Zelle zuerst stirbt: Physiologie des Überlebens

17.07.2019 | Biowissenschaften Chemie

Hocheffiziente Solarzellen dank solidem Fundament

17.07.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics