Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Organisation von Wachstum und Erfolg: Zur Erforschung schnell wachsender Unternehmen

26.10.2000


Die Unterstützung und Förderung von Existenzgründungen ist ein wichtiges und intensiv eingesetztes Steuerungsinstrument für die Wirtschaftsentwicklung. Noch zu wenig beachtet wird aber, dass gerade sehr erfolgreiche Existenzgründungen mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten auf dem neuen Markt auch vor neue Probleme gestellt werden. Woher kommen die vielen neuen Mitarbeiter und wie werden sie am schnellsten in die Abläufe integriert? Ein Start-up mit drei Unternehmensgründern kann die erforderliche Kommunikation und Information noch direkt austauschen. Wächst die Mitarbeiterzahl im Unternehmen an und werden weitere Standorte eröffnet, müssen neue Strukturen für die Kommunikation und Führung geschaffen werden. Dies aber kann zu Reibungsverlustungen, Engpässen und Verkrustungen führen, wodurch die Innovationskraft des Unternehmens und die Motivation der Mitarbeiter gefährdet werden. Wer ein marktfähiges Softwareprodukt entwickelt hat, ist nicht selbstverständlich ebenso erfolgreich in der Mitarbeiterführung und Organisationsentwicklung.

Ein Verbundprojekt an der Universität Stuttgart hat sich nun zum Ziel gesetzt, die Einflussfaktoren für schnell wachsende Unternehmen zu erforschen, um daraus ein modulares Managementkonzept für unterschiedliche Anforderungen zu entwickeln. Das wissenschaftliche Zentrum des mit 2,8 Millionen Mark bis 2003 vom Bundesforschungsministerium geförderten Projektes mit dem Namen "Arbeit und Beschäftigung in schnell wachsenden Unternehmen" liegt am Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart (IAT) unter der Leitung von Professor Hans-Jörg Bullinger. Gemeinsam mit sechs Industriepartnern, dem Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Organisation der Universität Mannheim und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) wollen die Wissenschaftler Konzepte im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung erarbeiten. Durch die direkte Beteiligung von Industriepartnern - darunter die Stuttgarter Softwareschmiede für e-business, die BROKAT AG, das derzeit am schnellsten wachsende Unternehmen Deutschlands (1994 gegründet, heute 750 Mitarbeiter in 14 Ländern) - sind die Wissenschaftler überzeugt, zu praxisrelevanten Resultaten zu kommen. Mit einem speziellen Projektmarketing-Konzept wollen sie darüber hinaus ihre Ergebnisse frühzeitig weiteren Anwendern zugänglich machen. Dazu sollen unter anderem Arbeitskreise eingerichtet werden, die interessierten Unternehmen sowie Fachleuten offen stehen.
Kontakt:


Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement, Dipl.-Wirt.-Ing. Thomas Meiren, Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Tel: 0711/9 70-51 16, Fax 0711/9 70-51 03
E-Mail:Thomas.Meiren@iat.uni-stuttgart.de

Dr. Ulrich Engler | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Boom der deutschen Wirtschaft derzeit wahrscheinlicher als eine Rezession
19.09.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht KMU haben die "Generation 50+" fest im Blick
29.08.2018 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bei Depressionen ist Hirnregion zur Stresskontrolle vergrößert

20.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Was Einstein noch nicht wusste

20.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics