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Geschäftsreisen per Flugzeug - Business Aviation schafft neue Arbeitsplätze

06.06.2008
Am 28. Mai fand an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel das 2. Salzgitter-Forum Mobilität statt.

Wer als Unternehmen weltweit tätig ist, der unterliegt einem harten Wettbewerb. Heute Stockholm, morgen Rom, übermorgen Sydney ... "Zeit ist Geld" und führt letztendlich dazu, dass Geschäftsreisen per Flugzeug (Business Aviation) deutlich zunehmen.

Welchen Herausforderungen sich Unternehmen heute und künftig stellen müssen und welche Vor- und Nachteile Business Aviation mit sich bringt, wurde am 28. Mai von zahlreichen Experten an der Karl-Scharfenberg-Fakultät Salzgitter der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (FH) diskutiert.

Rund 150 Teilnehmer, darunter auch viele Studierende, waren der Einladung von Prof. Dr. Thomas M. Cerbe vom Institut für Verkehrsmanagement der FH zum 2. Salzgitter-Forum Mobilität gefolgt. In zahlreichen Vorträgen wurde den Teilnehmern der aktuelle Wissensstand von renommierten Experten aus der Praxis vermittelt. Auch die Möglichkeit des persönlichen Gespräches und des Erfahrungsaustausches wurde auf der Tagung rege genutzt.

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Neben dem Werksflugbetrieb der Unternehmen zählen zur Business Aviation ebenfalls Charterflugbetriebe oder Flugbetriebe, die sogenannte Corporate Shuttle betreiben. Auch der Taxi-Luft-Verkehr rückt immer mehr in das Interesse von Geschäftsreisenden. So plant zum Beispiel das Start-Up Unternehmen JetBird AG ab 2009 mit einer neuen Kategorie von Flugzeugen - den Very Light Jets - europaweit einen Taxi-Verkehr zu attraktiven Preisen anzubieten. "Der Bereich Business Aviation ist ein lukrativer Markt. Das zeigt auch der Einstieg der Lufthansa in dieses Segment, die seit 2005 mit dem Produkt 'Lufthansa Privat Jet' Direktflüge mit kleinen, zukünftig auch eigenen Jets anbietet", sagt Cerbe. Abgesehen von der Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschlands machte die Tagung u. a. deutlich, dass aufgrund des starken Wachstums der Business Aviation zunehmend neue Arbeitsplätze geschaffen werden, sowohl im nicht-technischen als auch im technischen Flugbetrieb wie z. B. bei den Piloten.

"Jedoch hat auch die Business Aviation ihre zwei Seiten", sagt Cerbe und nennt die Nachteile: "Die zusätzlichen Schadstoffemissionen, der Lärm und die zunehmende Belastung des Luftraumes dürfen bei allem wirtschaftlichen Erfolg nicht außer acht gelassen werden." Die Fachleute sind sich einig - leisere Flugzeuge mit geringem Treibstoffverbrauch sind ebenso gefragt wie die Optimierung von Betreiberkonzepten oder neuen Flugsicherungsverfahren. Bereits 2001 sind diesbezüglich ehrgeizige Ziele von führenden Persönlichkeiten der europäischen Luftfahrt formuliert worden. In "European Aeronautics - A Vision for 2020" wurde bereits damals eine 50-prozentige Reduzierung des Treibstoffverbrauches und des Lärms sowie eine 80-prozentige Reduzierung der Stickoxid-Emissionen formuliert.

Den Forderungen zugrunde lagen damals die Werte des Jahres 2000. "Das Zieljahr 2020 ist nicht mehr weit entfernt, daher gilt es für alle am Luftverkehr Beteiligten, die Bemühungen zu verstärken und jetzt zu handeln. Die Entwicklung des Ölpreises unterstreicht diese Forderung", so Cerbe. Die von ihm initiierte Tagung wurde unterstützt von Volkswagen Airservice, Capture GmbH, Sparkasse Goslar/Harz und der DVWG.

Evelyn Meyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-wolfenbuettel.de/

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