Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW Entwicklungsbank stärkt ihre Rolle als einer der größten Finanziers von Biodiversität

29.05.2008
Vertragsunterzeichnung über 10 Mio. EUR für brasilianischen Fonds zum Schutz des Regenwalds

KfW Entwicklungsbank unterstützt seit 1990 weltweit mehr als 100 Natur- und Ressourcenschutzprojekte in mehr als 40 Ländern mit einer Mrd. EUR

Heute haben die KfW Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die brasilianische Stiftung Funbio auf der UN-Konferenz zur Biodiversität in Bonn einen Finanzierungsvertrag zur deutschen Beteiligung an dem brasilianischen Stiftungsfonds (Fundo para Areas Protegidas) in Höhe von 10 Mio. EUR unterzeichnet. Diese Beteiligung hat das Ziel, den Schutz der amazonischen Schutzgebiete langfristig zu sichern.

Für den Fonds stellt die deutsche Beteiligung einen Meilenstein dar, kommt der Beitrag doch fast einer Verdoppelung der verfügbaren Mittel gleich. "Die Kosten für den Erhalt der Biodiversität und Klimaschutz können nicht allein den Entwicklungs- und Schwellenländern aufgebürdet werden", sagte Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. "Auch die Industrieländer müssen sich beteiligen - in ihrem eigenen Interesse. Der Naturschutz in Lateinamerika ist für uns ein wichtiges Anliegen. Mit der Beteiligung an dem Fonds ergänzen wir unser ausgedehntes Engagement und tragen wesentlich zur Nachhaltigkeit der Schutzgebiete bei."

Der Fonds, aus dem ab 2009 die Betriebskosten der Naturschutzgebiete mitfinanziert werden können, wurde 2005 aufgelegt und von der brasilianischen Stiftung Funbio, einer renommierten Naturschutzstiftung mit Sitz in Rio de Janeiro verwaltet. Bislang wurde der Fonds mit rund 19 Mio. US-Dollar aus Einzahlungen der Global Environment Facility (GEF) und des World Wide Fund for Nature (WWF), aber auch brasilianischer Privatunternehmen kapitalisiert.

Darüber hinaus unterstützen die KfW Entwicklungsbank und die GTZ bereits seit 2005 das Amazon Region Protected Areas Programme (ARPA), ein Programm der brasilianischen Regierung zur Ausweitung der Naturschutzgebiete in Amazonien. Ziel des ehrgeizigen Programms ist es, 500.000 Quadratkilometer (12% Amazoniens) dauerhaft unter Schutz zustellen - dies wäre ein bedeutender Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und zum Klimaschutz.

ARPA fördert zurzeit 60 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von mehr als 340.000 Quadratkilometern. Hiervon sind 250.000 Quadratkilometer seit dem Jahr 2000 neu ausgewiesen worden. ARPA finanziert u. a. die notwendige Basisinfrastruktur, Ausrüstungen für die Gebietsverwaltungen, die Erstellung und Umsetzung von Managementplänen und die Bildung von sog. Bevölkerungskomitees, die den lokalen Gemeinschaften Mitspracherechte beim Management der Naturschutzgebiete sichern. Über die KfW Entwicklungsbank hat die Bundesregierung hierfür fast 30 Mio. EUR bereitgestellt.

Die KfW Entwicklungsbank ist weltweit einer der größten bilateralen Finanziers von Biodiversität und seit 1990 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit einer Mrd. EUR in mehr als 100 Projekten des Natur- und Ressourcenschutzes in mehr als 40 Ländern engagiert. Regionale Schwerpunkte des Engagements sind dabei Lateinamerika/Brasilien und Afrika.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Berichte zu: Biodiversität Entwicklungsbank

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Familienunternehmer setzen eher auf Evolution als auf Disruption
16.10.2019 | WHU - Otto Beisheim School of Management

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Leichter Anstieg auf neuen Höchstwert
25.09.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Im Focus: An ultrafast glimpse of the photochemistry of the atmosphere

Researchers at Ludwig-Maximilians-Universitaet (LMU) in Munich have explored the initial consequences of the interaction of light with molecules on the surface of nanoscopic aerosols.

The nanocosmos is constantly in motion. All natural processes are ultimately determined by the interplay between radiation and matter. Light strikes particles...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Verletzungen des Sprunggelenks immer ärztlich abklären lassen

16.10.2019 | Veranstaltungen

Digitalisierung trifft Energiewende

15.10.2019 | Veranstaltungen

Bauingenieure im Dialog 2019: Vorträge stellen spannende Projekte aus dem Spezialtiefbau vor

15.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Verletzungen des Sprunggelenks immer ärztlich abklären lassen

16.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

16.10.2019 | Messenachrichten

Es braucht mehr als einen globalen Eindruck, um einen Fisch zu bewegen

16.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics