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KfW Entwicklungsbank stärkt privatwirtschaftliche Aktivitäten in Afrika

27.05.2008
KfW Entwicklungsbank unterzeichnet Vertrag über Beteiligung an der Investment Climate Facility for Africa (ICF).

Beitrag in Höhe von 10 Mio. EUR Förderung der Rahmenbedingungen im Finanzsektor, der Verbesserung von Steuer- und Zollpolitik, Wettbewerbspolitik sowie Korruptions- und Gewaltbekämpfung Innovatives Fondskonzept umgesetzt

Heute hat die KfW Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Finanzierungsvertrag zugunsten der Investment Climate Facility in Africa (IFC) in Höhe von 10 Mio. EUR unterzeichnet. Mit der Beteiligung an diesem Fonds leistet die deutsche Finanzielle Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung nationaler und regionaler Reformprozesse in zahlreichen afrikanischen Ländern.

Die Maßnahmen zielen auf die Verbesserung der Rahmenbedinungen in den Bereichen Steuer- und Zollpolitik, bei der Registrierung von Unternehmen im Handelsregister, Wettbewerbspolitik, Verfügbarkeit von Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Zugang zu Finanzierungen sowie Korruptions- und Gewaltbekämpfung.

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Die ICF ist nach privatwirtschaftlichen Prinzipien organisiert, verfügt über ein hochrangiges Management mit jahrelanger Privatwirtschaftserfahrung und kann schnell und flexibel handeln. Über Projektanträge kann innerhalb von sieben Tagen entschieden werden. Die Arbeit der ICF wird von einem Kuratorium unterstützt, in dem hochrangige afrikanische Entscheidungsträger sowie Afrikakenner vertreten sind.

"Ziel des Vorhabens ist es, in Afrika Finanz- und Kapitalmärkte zu entwickeln sowie das Investitionsklima und die Geschäftsmöglichkeiten zu verbessern und auf diese Weise die wirtschaftliche Aktivität und die Beschäftigung auf dem Kontinent zu erhöhen. Der innovative Ansatz der ICF garantiert die Auswahl der besten Projekte, wird die Durchsetzung der Projekte erleichtern und ermöglicht den inhaltlichen Austausch der verschiedenen Investoren untereinander", sagte Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

ICF ist ein Fonds, für den Deutschland im Zuge des G-8-Gipfels im Juli 2007 Unterstützung zusagte. Es handelt sich um ein PPP-Vorhaben, bei dem sowohl die Privatwirtschaft, afrikanische Regierungen als auch die internationalen Geber als Investoren auftreten. Bisher sind sieben privatwirtschaftliche Firmen und fünf internationale Geber/Staaten als Investoren vertreten. Seit Mitte 2007 sind 11 Projekte in Höhe von ca. 30 Mio. USD in Umsetzung. Darunter beispielsweise die Modernisierung des Handelsrechts und die Einführung eines Katasterwesens in Ruanda (9 Mio. USD), die Eindämmung von Fälschungen und Produktpiraterie durch das Zollwesen in Ostafrika (1 Mio. USD), Maßnahmen zur Erleichterung bei der Eintragung ins Handelsregister in Liberia (2,5 Mio. USD) sowie die Gründung einer Bodenkreditbank (Land Bank) in Tansania, die Land inklusive geeigneter Infrastruktur an Investoren verkaufen wird.

Für die ersten drei Jahre sind Mittel für Projekte in Höhe von rund 110 Mio. USD geplant; für die gesamte Laufzeit von sieben Jahren rund 550 Mio. USD.

Die KfW Entwicklungsbank ist seit 1961 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Afrika mit rund 3000 Projekten vor allem in den Bereichen Transport, Wasserver- und Abfallentsorgung sowie dem Aufbau der Marktwirtschaft in Höhe von mehr als 20 Mrd. EUR engagiert.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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