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Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie Dezember 2007

08.02.2008
Die Auftragseingänge in der Industrie sind vorläufigen Angaben zufolge [1] im Dezember 2007 preis- und saisonbereinigt [2] um 1,7 % zurückgegangen.

Im Vormonat hatten sie leicht abwärts revidiert um 3,0 % zugenommen. Der Umfang an Großaufträgen war im Dezember erneut überdurchschnittlich und erreichte nahezu das Ausmaß vom November. Während sich das Ordervolumen bei den Vorleistungs- und Konsumgüterproduzenten um 0,5 % bzw. 0,7 % verringerte, nahmen die Auftragseingänge bei den Investitionsgüterherstellern deutlicher um 2,7 % ab.

Die Inlandsnachfrage ging - insbesondere aufgrund einer steigenden und durch Großaufträge unterlegten Bestelltätigkeit bei den Investitionsgüterherstellern - weniger stark zurück als die Auslandsnachfrage (-0,5 % bzw. -2,8 %). Letztere wurde gestützt durch einen Zuwachs der Bestellungen aus der Nicht-Eurozone (+0,8 %). Die Orders aus der Eurozone schwächten sich dagegen um 6,9 % ab.

Im Zweimonatsvergleich (November/Dezember gegenüber September/Oktober) verläuft die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen mit einem Plus von 4,0 % weiter spürbar aufwärts gerichtet. Auch im gesamten vierten Quartal verbuchte die Industrie einen deutlichen Orderzuwachs von 5,0 %. Die stärksten Impulse kamen im Zweimonatsvergleich von den Investitionsgüterherstellern (+5,6 %). Bei den Vorleistungsgüterproduzenten erhöhte sich die Bestelltätigkeit um 3,2 %. Dagegen entwickelte sich die Nachfrage bei den Konsumgüterherstellern weiter schwächer (-1,0 %). Mit einem Anstieg von 4,7 % nahm die Inlandsnachfrage noch einmal deutlicher zu als die Auslandsnachfrage (+3,5 %).

Ihren Vorjahresstand überschritten die Bestellungen in der Industrie im November/Dezember um 9,5 %. Die Auslandsaufträge lagen um 13,1 % und die Inlandsaufträge um 5,6 % über dem Vorjahresniveau.

Trotz der aktuellen Abschwächung hat der Aufwärtstrend der Bestelltätigkeit weiter Bestand. Begünstigt wird dies in den letzten Monaten durch umfangreiche Großaufträge, die insbesondere dem Investitionsgütersektor zugute kamen. Dabei gingen von der Inlandsnachfrage zuletzt stärkere Impulse aus als von der bislang ebenfalls robusten Auslandsnachfrage. Die Auftragseingänge sprechen insgesamt für eine positive Entwicklung der Industrieproduktion in den kommenden Monaten.

[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.

| BMWi-Tagesnachrichten
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de

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