Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verkehrsmanagement in Ballungsgebieten

08.12.2017

„Strategiewechsel durch open-data-orientierte Lösungen“ lautet der Titel eines Forschungsvorhabens zum Verkehrsmanagement in Ballungsgebieten.Projektkoordinator ist Prof. Dr. Jörg Pfister von der Technischen Hochschule Mittelhessen in Friedberg. Mit der THM kooperieren dabei die Bauhaus-Universität Weimar, die Städte Dortmund, Frankfurt am Main und Kassel sowie die Region Frankfurt RheinMain. Weitere Partner sind Traffic Consultants (München), pwp-systems (Bad Camberg) und die Berliner Zeitmeilen AG. Die drei Unternehmen sind Spezialisten für Verkehrsinformation und -steuerung.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Vorhaben im Rahmen der Forschungsinitiative mFund mit rund zwei Millionen Euro. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.


Stau …

highQ Computerlösungen GmbH


… oder freie Fahrt: Auf der Basis aktueller Verkehrsdaten und dem Schwarmverhalten ihrer Nutzer leitet die App der "Zeitmeilen AG" Routenempfehlungen ab.

highQ Computerlösungen GmbH

Wachsende Verkehrsmengen sind besonders in Großstädten und Ballungsräumen Ursache für Staus und zähfließenden Verkehr. Weitere Folgen sind Umweltbelastungen vor allem durch CO_2 , Feinstaub und Stickoxide. Die Kommunen versuchen, den Verkehr zu steuern, um die Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer und Anwohner möglichst gering zu halten.

Oft fehlen hierfür eine verlässliche Datenbasis und ein Datenaustausch zwischen den verschiedenen Akteuren. In dem Projekt wollen die Partner die Voraussetzung schaffen, viele verschiedene Informationen zum Beispiel zur Verkehrslage, zu Ampelschaltungen, zu Umwelt- und meteorologischen Daten zusammenzuführen.

Auf dieser Grundlage erhalten die Verkehrsteilnehmer Empfehlungen, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten sollen: zum Beispiel auf die Fahrt mit dem Auto verzichten, am nächsten P+R-Standort auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen oder eine andere Route wählen. Verbreitet werden die Alternativen über öffentliche Medien oder individuell per App.

Außerdem wollen die Wissenschaftler untersuchen, welchen Einfluss ein Anreizsystem hat, das die Verkehrsteilnehmer honoriert, wenn sie einer Empfehlung folgen. Als Belohnung gibt es Bonuspunkte, die sie sammeln und in Prämien eintauschen können.

Das Konzept werden die Partner beispielhaft in vier Pilotprojekten erproben. In Dortmund wollen sie das Verkehrsmanagement bei Spielen der Fußballbundesliga verbessern. In Frankfurt soll auf einer Haupteinfallstraße der Verkehr nach Umweltgesichtspunkten – der Stickoxid- und Feinstaubkonzentration – gesteuert werden.

Wie sich der Verkehr bei Sonderereignissen wie Baustellen, Veranstaltungen oder Störungen auf alternative Routen verlagern lässt, wird in Kassel untersucht. Und in der Rhein-Main-Region soll zum einen ein Verkehrsinformationsdienst verbessert und zum anderen die Wirkung von Anreizsystemen untersucht werden.

Weitere Informationen:

*Über den mFUND des BMVI:*
Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND fördert das BMVI seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um digitale datenbasierte Anwendungen für die Mobilität 4.0. Neben der finanziellen Förderung unterstützt der mFUND mit verschiedenen Veranstaltungsformaten die Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie den Zugang zum Datenportal mCLOUD. Weitere Information finden Sie unter http://www.mfund.de

Erhard Jakobs | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Fraunhofer IGB und IAO entwickeln »Straße der Zukunft« mit Partnerstädten Ludwigsburg und Erlangen
24.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

nachricht Autonome Straßenbahn im Depot
08.10.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

Wissenschaftler der Universität Würzburg und der Universität Freiburg gelang es die komplexe molekulare Struktur des bakteriellen Enzyms Cytochrom-bd-Oxidase zu entschlüsseln. Da Menschen diesen Typ der Oxidase nicht besitzen, könnte dieses Enzym ein interessantes Ziel für neuartige Antibiotika sein.

Sowohl Menschen als auch viele andere Lebewesen brauchen Sauerstoff zum Überleben. Bei der Umsetzung von Nährstoffen in Energie wird der Sauerstoff zu Wasser...

Im Focus: Neue Möglichkeiten des Additive Manufacturing erschlossen

Fraunhofer IFAM Dresden demonstriert Fertigung von Kupferbau

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden ist es gelungen, mittels Selektivem Elektronenstrahlschmelzen...

Im Focus: New opportunities in additive manufacturing presented

Fraunhofer IFAM Dresden demonstrates manufacturing of copper components

The Fraunhofer Institute for Manufacturing Technology and Advanced Materials IFAM in Dresden has succeeded in using Selective Electron Beam Melting (SEBM) to...

Im Focus: New Pitt research finds carbon nanotubes show a love/hate relationship with water

Carbon nanotubes (CNTs) are valuable for a wide variety of applications. Made of graphene sheets rolled into tubes 10,000 times smaller than a human hair, CNTs have an exceptional strength-to-mass ratio and excellent thermal and electrical properties. These features make them ideal for a range of applications, including supercapacitors, interconnects, adhesives, particle trapping and structural color.

New research reveals even more potential for CNTs: as a coating, they can both repel and hold water in place, a useful property for applications like printing,...

Im Focus: Magnetisches Tuning auf der Nanoskala

Magnetische Nanostrukturen maßgeschneidert herzustellen und nanomagnetische Materialeigenschaften gezielt zu beeinflussen, daran arbeiten Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) gemeinsam mit Kollegen des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden und der Universität Glasgow. Zum Einsatz kommt ein spezielles Mikroskop am Ionenstrahlzentrum des HZDR, dessen hauchdünner Strahl aus schnellen geladenen Atomen (Ionen) periodisch angeordnete und stabile Nanomagnete in einem Probenmaterial erzeugen kann. Es dient aber auch dazu, die magnetischen Eigenschaften von Kohlenstoff-Nanoröhrchen zu optimieren.

„Materialien im Nanometerbereich magnetisch zu tunen birgt ein großes Potenzial für die Herstellung modernster elektronischer Bauteile. Für unsere magnetischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hitzesommer, Überschwemmungen und Co. – Vor welchen Herausforderungen steht die Pflanzenzüchtung der Zukunft?

14.11.2019 | Veranstaltungen

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

14.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Eisfreie Gletscherbecken als Wasserspeicher

14.11.2019 | Geowissenschaften

Lichtimpulse mit wenigen optischen Zyklen durchbrechen die 300 W-Barriere

14.11.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics