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Fahrerlos und flexibel: Neue Bahn für Flughäfen

03.03.2010
Mit einer neuen Bahn von Siemens soll der Transport auf Flughäfen schneller und flexibler werden. Airval, so heißt die fahrerlose Bahn auf Reifen, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern in der Stunde.
Die Transportkapazität lässt sich von 1.000 auf 30.000 Passagiere pro Stunde und Richtung steigern: Stehen mehr Passagiere am Bahnsteig, werden einfach längere Züge eingesetzt, oder sie fahren öfter. Möglich macht diesen flexiblen Betrieb die neueste Version des Siemens-Kontrollsystems Trainguard MT CBTC. Die Bahn ist besonders energieeffizient, weil sie alle Bremsenergie zurückgewinnt. Ein Vorläufermodell verkürzt am Pariser Flughafen Charles de Gaulle die Fahrzeiten zwischen den drei Terminals auf acht Minuten anstatt 20 Minuten mit einem Bus.

Das Zugkontrollsystem übermittelt sämtliche Informationen – beispielsweise Position oder Geschwindigkeit des Zuges – in Echtzeit. Dadurch wird es möglich, Zuglängen oder Taktzeiten schnell anzupassen, anstatt zum Beispiel mit fest vorgeschriebenen Zugabständen zu arbeiten. Überfüllte Bahnen zur Rushhour lassen sich auf diese Weise genauso vermeiden wie lange, aber spärlich besetzte Züge im Nachtverkehr. Unter dem Namen Cityval soll die Bahn ab Ende 2010 auch als Metro für Großstädte auf den Markt kommen.

Der Zug von Siemens Mobility ist besonders umweltfreundlich: Die Elektromotoren in den Rädern übernehmen den Antrieb und das Bremsen. So gewinnen sie die gesamte Bremsenergie wieder zurück. Das gelingt am besten, wenn die Brems- und Anfahrvorgänge optimal aufeinander abgestimmt sind. Die zurück gespeiste Energie kann für das Anfahren eines anderen Zuges genutzt werden. Neu ist auch die kostengünstige Führungsschiene in der Fahrbahnmitte. Die Rollen folgen automatisch der Schiene und führen so den Wagen entlang der Spur.

Der Komfort war neben der Flexibilität ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Entwicklung der Flughafenbahn. Große Fenster, Klimaanlage, Displays mit einem dynamischen Informationssystem sollen den Aufenthalt im Zug so angenehm wie möglich machen. (IN 2010.03.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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