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Flughafen Guatemala erhält Gepäckförderanlage von Siemens

27.06.2007
Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) hat von der International Civil Aviation Organization (ICAO) – im Auftrag der Dirección General de Aeronáutica Civil (DGAC) von Guatemala – den Auftrag erhalten, eine automatische Gepäckförderanlage für den internationalen Flughafen La Aurora in Guatemala City zu liefern. Die schlüsselfertige Anlage enthält ein Gepäckdurchleuchtungssystem mit fünf Sicherheitsstufen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro. Das Projekt soll spätestens Ende September 2007 abgeschlossen sein.

Der internationale Flughafen La Aurora liegt im Süden von Guatemala City und ist der einzige Flughafen im Land mit internationalen Flugverbindungen. Der Siemens-Auftrag ist Teil des Nueva-Aurora-Projektes, zu dem das Redesign, der Ausbau sowie die generelle Modernisierung von Infrastruktur und Dienstleistungen des Flughafens gehören.

Die Terminal-Flächenerweiterung wird von 26.000 m2 auf 47.000 m2 und die Zahl der Boarding Gates von 7 auf 18 erhöht. Die Umbauarbeiten sollen ohne Störung des Flughafenbetriebs ablaufen. Nach Beendigung der Ausbauarbeiten soll der Flughafen in die Kategorie I der amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Agency) und der ICAO hochgestuft werden. Zum Ausbau des Flughafens gehört auch die Erweiterung der Gepäckförderlogistik.

Die Logistik für den Koffertransport einschließlich genereller Modernisierungen im Bereich Abflug, Ankunft und Transfer ist auf die voraussichtliche Flughafenkapazität bis zum Jahr 2025 ausgelegt. Dafür installiert Siemens eine Förderanlage mit einem Durchsatz von bis zu 2000 Gepäckstücken pro Stunde inklusive einer 100-prozentigen Gepäckdurchleuchtung.

Die neue Anlage von Siemens I&S beinhaltet einen Check-in-Bereich, Transportbänder, die Gepäckbereitstellung zur Verladung, Karusselle für ankommendes Gepäck sowie die Integration von Gepäckdurchleuchtungsstationen. Ein fünfstufiges Sicherheitssystem schließt eine Untersuchung auf Sprengstoff, rechnergestützte Tomographie, Beobachtungsplätze und die manuelle Überprüfung ein. Der Vertrag umfasst auch eine integrierte Softwarelösung zur Überwachung, Steuerung und Protokollierung aller Systemaktivitäten. Die Gesamtanlage erfüllt die Normen und Anforderungen der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde Transportation Security Administration (TSA).

Neben Design-, Installations- und Projektkoordinierung sowie Inbetriebnahme und Schulung des Personals wird Siemens für sechs Monate nach Abnahme Unterstützung leisten und die Wartung des Systems zwei Jahre lang durchführen. Den Auftrag hat Siemens unter anderem auf Grund seiner umfassenden Erfahrungen in der Gepäcklogistik mit derartigen Projekten und seiner lokalen Präsenz erhalten. Dadurch sind schnelle Reaktionszeiten in Wartungsfällen sichergestellt.

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) ist der System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiter Dienstleister für das Anlagengeschäft von der Planung und der Errichtung über den Betrieb und den gesamten Lebenszyklus. I&S nutzt dafür eigene Produkte und Systeme sowie Verfahrenstechnologien, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den Branchen Metallurgie, Wasseraufbereitung, Zellstoff und Papier, Öl und Gas, Schiffbau, Tagebau, Flughafenlogistik, Postautomatisierung, Straßenverkehrstechnik und industrielle Dienstleistungen zu steigern. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro nach U.S. GAAP beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.

Franz Friese | Siemens Industrial Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/airports
http://www.industry.siemens.de

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