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SafeTRANS vernetzt Wissenschaft und Wirtschaft

11.12.2006
Kompetenzcluster forciert Forschung zur Verkehrssicherheit

SafeTRANS, ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit, wurde Ende letzter Woche in Berlin gegründet. Gründungsmitglieder sind neben der Universität Oldenburg und OFFIS e.V. die Airbus Deutschland GmbH, Continental Teves AG & Co. oHG, die DaimIerChrysler AG, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., die Robert Bosch GmbH und die Siemens AG. SafeTRANS hat seinen Sitz in Oldenburg und will durch die Entwicklung und Implementierung von harmonisierten Forschungs- und Entwicklungs-Strategien die Forschung auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit vorantreiben.

Verkehrsmittel - Fahrzeuge, Flugzeuge oder Bahnen - werden immer komplexer. Heute helfen beispielsweise modernste Navigationssysteme Piloten, ihre Ziele passgenau anzufliegen. Ein Blick ins Cockpit macht deutlich, dass eine Vielzahl weiterer elektronischer Systeme die Sicherheit der Passagiere gewährleistet. Das ist in Personenkraftwagen nicht anders: Auch hier sorgen umfangreiche software-basierte Systeme für mehr Sicherheit und den Rückgang schwerer Unfälle. Die immensen Anforderungen an die Qualität der so genannten "eingebetteten Systeme" und die Effizienz der Entwicklung sowie die ständig steigende Komplexität erfordern leistungsfähige Prozesse, Methoden und Werkzeuge. Diesen Herausforderungen will der neu gegründete Verein durch die Bündelung von Kompetenzen und die Erarbeitung und Umsetzung abgestimmter Forschungsstrategien und -programme begegnen.

Prof. Dr. Werner Damm, SafeTRANS-Vorstandsvorsitzender, OFFIS-Vorstandsmitglied und Leiter des Forschungszentrums Sicherheitskritische Systeme an der Universität Oldenburg, hob bei der Gründungsversammlung besonders die Bedeutung eingebetteter Systeme als Querschnittstechnologie zur Realisierung neuer Fahrzeugfunktionen hervor. Er erwartet entscheidende Wettbewerbsvorteile von der branchenübergreifenden Bündelung von Forschungsstrategien zur Entwicklung eingebetteter Systeme. Staatssekretär Wolfgang Gibowski, Bevollmächtigter des Landes Niedersachsen beim Bund, betonte, dass SafeTRANS auf ideale Weise die Vernetzung von Forschung und Wirtschaft in international sichtbaren Clustern anstrebe.

Den Branchen Automotive, Aeronautics und Railway Systems gemeinsam ist das Ziel - trotz zunehmenden Verkehrsaufkommens und wachsender Komplexität eingebetteter Systeme - die bestehenden hohen Sicherheitsstandards weiter zu verbessern. Die Forschungsstrategie von SafeTRANS berücksichtigt die branchenspezifischen Standards zur Erzielung hoher Systemsicherheit und trägt durch die gemeinsame Plattform dazu bei, dass hervorragende Standards einzelner Branchen den anderen sichtbar und verfügbar gemacht werden.

Eingebettete Systeme tragen auch wesentlich zur Wertschöpfung bei. Allein in der europäischen Automobilbranche erwartet beispielsweise Mercer Management Consulting die Schaffung von zusätzlichen 600.000 Arbeitsplätzen durch ein Anwachsen der Anteile eingebetteter Systeme.

Dr. Corinna Dahm-Brey | Universität Oldenburg
Weitere Informationen:
http://www.safetrans-de.org
http://www.uni-oldenburg.de

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