Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Schiffsgeneration

23.11.2001


Mit einer Kapazität für 7.500 Container gehört sie zu den größten Containerschiffen der Welt: Die "Hamburg Express" wurde heute von Lydia Schrempp, Ehefrau des DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp, in der Hansestadt getauft.

Sie ist das neue Flaggschiff der Hapag-Lloyd-Flotte: die "Hamburg Express". Heute wurde der Neubau am Hamburger Burchardkai von Lydia Schrempp, Ehefrau des DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp, getauft. DaimlerChrysler gehört seit vielen Jahren zu den Großkunden von Hapag-Lloyd. "Die Flasche ist beim ersten Anlauf zerborsten, was für uns abergläubische Seeleute ein gutes Omen ist", freute sich Bernd Wrede, Vorsitzender des Vorstands der Hapag-Lloyd AG. An der Tauffeier nahmen 150 geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik teil, darunter auch Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust und der DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzende Jürgen Schrempp.

Die "Hamburg Express" ist ein Schiff der Superlative: Sie ist 320 Meter lang, 43 Meter breit und verfügt bei einer Tragfähigkeit von 100.000 Tonnen über eine Kapazität für 7.500 Standardcontainer (TEU). Es stehen maximal 17 Container nebeneinander an Deck und 16 Lagen übereinander, davon sieben an Deck.

Die Hauptmaschine von der Größe eines Einfamilienhauses leistet 68.640 kW oder mehr als 93.000 PS. Sie verleiht dem Schiff eine Geschwindigkeit von über 25 Knoten, das sind mehr als 50 km/h. Der Propeller mit einem Durchmesser von 9,1 Metern und einem Gewicht von 100 Tonnen ist der zur Zeit weltgrößte auf einem Containerschiff.

Gebaut wurde die "Hamburg Express" bei Hyundai Heavy Industries in Ulsan/Korea. Am 14. Februar dieses Jahres begannen die Laser, die ersten Stahlplatten - sie sind bis zu 78 Millimeter stark - zu schneiden. Computergesteuerte Systeme sorgen für eine präzise Fertigung der Sektionen, die bereits alle Einbauten und Versorgungssysteme enthalten und im Baudock nur noch miteinander verschweißt werden. Insgesamt handelt es sich um 300 Sektionen, einige bis zu 800 Tonnen schwer.

"Exakt nach Plan übergab uns die Werft nach einer Bauzeit von nur acht Monaten am 24. Oktober 2001 den Neubau", ist Günther Casjens, Vorstand der Hapag-Lloyd AG, zufrieden. Der Neubau lief auf seiner Reise Pusan, Shanghai, Xiamen, Yantian, Hongkong, Singapur, Port Said sowie Southampton an und traf pünktlich zur Taufe in Hamburg ein.

Casjens wies darauf hin, dass Hapag-Lloyd vor 20 Jahren schon einmal das "größte Schiff der Welt" in Fahrt gebracht hat: die "Frankfurt Express", die unverändert ihren Dienst leistet. Sie hatte die damals fast unvorstellbare Kapazität von 3.430 Containern. Der Produktivitätsfortschritt, der sich im Schiffbau vollzogen hat, wird bei Betrachtung des Schwerölverbrauchs noch deutlicher: Bei der "Frankfurt Express" waren es 55, beim Neubau sind es nur noch 23 Kilogramm pro Container und Tag bei einer Geschwindigkeit von 23 Knoten.

Bernd Wrede wies darauf hin, das sich der Konjunkturabschwung im 2. Halbjahr auch in der Containerschifffahrt bemerkbar gemacht habe. "Für Hapag-Lloyd ist erfreulich, dass wir uns erneut von der allgemeinen Entwicklung abkoppeln konnten. Auch 2001 werden wir schneller als der Markt wachsen", betonte er. Die Container-Linienschifffahrt bleibe langfristig ein Wachstumsmarkt, der in den vergangenen 20 Jahren durchschnittlich um sechs Prozent anstieg. Für 2001 und 2002 erwartet er ein Marktwachstum, das substanziell unter dem langjährigen Durchschnitt bleiben wird.

"Dadurch ändert sich jedoch unsere langfristig angelegte Wachstumsstrategie nicht, zu der eine entsprechende Kapazitäts- und Investitionspolitik gehört. Unsere vier Neubauten, von denen der erste heute getauft wird, sind die Voraussetzung für die geplante Expansion", machte Bernd Wrede deutlich.

Containerschiffe, fügte er an, seien mindestens 20 bis 25 Jahre in Fahrt. Die Bestellung eines Schiffes könne sich daher nicht an kurzfristigen Marktschwankungen orientieren. Bereits heute sei absehbar, dass Hapag-Lloyd ab 2004 zusätzliche Kapazität benötige. Daher habe der Konzern weitere vier Einheiten mit je 6.750 Stellplätzen langfristig gechartert, die Ende 2003/Anfang 2004 abgeliefert werden. Dann wird Hapag-Lloyd statt 1,7 Millionen Container wie im Jahr 2001 deutlich über zwei Millionen TEU transportieren.

"Für das Geschäftsjahr 2001 erwartet der Hapag-Lloyd Konzern einen Umsatz von knapp 4 Mrd. ¤. Das Betriebsergebnis nach Abschreibungen und Zinsen wird in der Nähe des Vorjahres liegen, welches mit 250 Mio. ¤ das bisher beste Geschäftsjahr in der 154-jährigen Geschichte des Unternehmens war", so Bernd Wrede abschließend.

Public Relations | ots

Weitere Berichte zu: Containerschiff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Einfach, günstig und flexibel: Fahrerloses Transportsystem für den Mittelstand
25.03.2020 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Produktion und Qualität sichern: Neues System zur durchgängigen Überwachung in Lieferketten
11.03.2020 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

In vielen Bereichen spielen „Elektrolyte“ eine wichtige Rolle: Sie sind bei der Speicherung von Energie in unserem Körper wie auch in Batterien von großer Bedeutung. Um Energie freizusetzen, müssen sich Ionen – geladene Atome – in einer Flüssigkeit, wie bspw. Wasser, bewegen. Bisher war jedoch der präzise Mechanismus, wie genau sie sich durch die Atome und Moleküle der Elektrolyt-Flüssigkeit bewegen, weitgehend unverstanden. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben nun gezeigt, dass der durch die Bewegung von Ionen bestimmte elektrische Widerstand einer Elektrolyt-Flüssigkeit sich auf mikroskopische Schwingungen dieser gelösten Ionen zurückführen lässt.

Kochsalz wird in der Chemie auch als Natriumchlorid bezeichnet. Löst man Kochsalz in Wasser lösen sich Natrium und Chlorid als positiv bzw. negativ geladene...

Im Focus: When ions rattle their cage

Electrolytes play a key role in many areas: They are crucial for the storage of energy in our body as well as in batteries. In order to release energy, ions - charged atoms - must move in a liquid such as water. Until now the precise mechanism by which they move through the atoms and molecules of the electrolyte has, however, remained largely unknown. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now shown that the electrical resistance of an electrolyte, which is determined by the motion of ions, can be traced back to microscopic vibrations of these dissolved ions.

In chemistry, common table salt is also known as sodium chloride. If this salt is dissolved in water, sodium and chloride atoms dissolve as positively or...

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Im Focus: Harnessing the rain for hydrovoltaics

Drops of water falling on or sliding over surfaces may leave behind traces of electrical charge, causing the drops to charge themselves. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz have now begun a detailed investigation into this phenomenon that accompanies us in every-day life. They developed a method to quantify the charge generation and additionally created a theoretical model to aid understanding. According to the scientists, the observed effect could be a source of generated power and an important building block for understanding frictional electricity.

Water drops sliding over non-conducting surfaces can be found everywhere in our lives: From the dripping of a coffee machine, to a rinse in the shower, to an...

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

06.04.2020 | Energie und Elektrotechnik

Virtueller Roboterschwarm auf dem Mars

06.04.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics