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Drei neue EU-Projekte im Ostseeraum für Hochschule Wismar

26.04.2006


Mit drei neuen Projekten der Europäischen Union im Interreg-Programm gehört die Hochschule diesbezüglich zu den erfolgreichsten Institutionen im Ostseeraum. "Unsere Auslandskompetenz und unser jahrelanges Engagement im Bereich des internationalen Projektmanagements zahlt sich aus und wird von der Europäischen Union (EU) sowie den Projektpartnern gewürdigt", so Professor Dr. Gunnar Prause vom Fachbereich Wirtschaft. Er ist seit rund fünf Jahren als Koordinator in mehreren EU-Projekten erfolgreich tätig.


EU-weit stellt die Hochschule Wismar mit derzeit zehn EU-Projekten, die zum überwiegenden Teil an den Fachbereichen Seefahrt und Wirtschaft bearbeitet werden, eine feste Größe im Bereich internationaler Projekte dar und genießt bei den Partnerinstitutionen einen exzellenten Ruf. "Hierbei spielt Wismar erfolgreich in der gleichen Liga wie Brüssel, Hamburg oder Paris und wird inzwischen von Projektinitiatoren gezielt für Managementaufgaben angeworben", so Prof. Prause weiter. Die jüngsten Erfolgsmeldungen betreffen drei neue EU-Projekte im Ostseeraum, von denen zwei dem Thema Logistik und eins der Regionalentwicklung gewidmet sind und der Hochschule ein Gesamtbudget von zusammen rund 350.000 € für die nächsten zwei Jahre bescheren.


Seit der Osterweiterung im Mai 2004 gewinnt der Ostseeraum und damit die baltische Dimension innerhalb der EU stark an Gewicht, denn mit den neuen Mitgliedsstaaten Polen, Litauen, Lettland und Estland zusammen tragen die neuen EU-Ostseestaaten nicht nur in Bezug auf die Bevölkerungszahl am stärksten zur EU-Erweiterung bei, sondern sie repräsentieren auch die Volkswirtschaften mit den größten Wachstumsraten innerhalb der EU. Damit verbunden ist ein starkes Ansteigen des Transportaufkommens innerhalb des Ostseeraumes. Um den gestiegenen Logistikanforderungen Rechnung zu tragen, haben sich in den zwei InterregIIIB-Projekten "LogOn Baltic" und "InterBaltic", die unter finnischer bzw. litauischer Leitung stehen, insgesamt rund 70 Partnerinstitutionen aus allen Ostseeländern zusammengetan, um Lösungen für den zukünftigen Logistikbedarf zu entwickeln und die Effizienz der vorhandenen Logistikstrukturen zu steigern. Die Projektresultate stehen später regionalen und nationalen Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft in Gestalt von Handlungsempfehlungen zur Verfügung.

Das dritte Interreg-Projekt "ASAP" steht unter der Leitung des Landkreises Ludwigslust und widmet sich der Entwicklung neuer Konzepte im Bereich der Regionalentwicklung im ländlichen Raum. Hierbei bildet die Entwicklung solcher Konzepte für eine stärkere Kooperation zwischen öffentlicher Verwaltung und Hochschulen einen Schwerpunkt der Arbeit. "Gerade bei der Übernahme von Aufgaben im Bereich der Regionalentwicklung als drittes Standbein der Hochschulen liegen große Entwicklungsmöglichkeiten, wie dies die nordischen Länder bereits vorgemacht haben. Hier können die deutschen Partner viel von den Skandinaviern lernen und durch innovative Konzepte die regionalen Strukturen stärken", so Prof. Dr. Norbert Grünwald, Rektor der Hochschule Wismar. Der Landkreis Ludwigslust spielt auf diesem Gebiet zusammen mit der Hochschule Wismar eine Vorreiterrolle und wird in den nächsten zwei Jahren neue Kooperationsmodelle zum Nutzen unserer Region entwickeln und umsetzen.


Insgesamt lässt sich feststellen, dass gerade unser Land, was sich im Übergangsbereich zwischen der Metropolregion Hamburg und den östlichen und nordöstlichen Ostseeanrainern befindet, besonders stark von den neuen EU-Projekten profitieren kann. Einerseits können durch die Projekte neue Impulse für die Stärkung des Logistikstandortes Mecklenburg-Vorpommern und die Schaffung neuer, bedarfsgerechter Arbeitsplätze im Wachstumsmarkt Logistik geschaffen werden, andererseits besteht die Aussicht auf neue, innovative Kooperationsmodelle im Bereich der Regionalentwicklung, die in den skandinavischen Staaten ihren positiven Einfluss auf die regionalen Strukturen bereits bewiesen haben.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Gunnar Prause, Tel.: (03841) 753 297 bzw. E-Mail: g.prause@wi.hs-wismar.de.

Kerstin Baldauf | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-wismar.de

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