Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TUD Wissenschaftler an erstem ADAC Baustellentest beteiligt

16.09.2005


Mit dem "TUD 401" in Europa unterwegs



Seit März 2004 wird am Institut für Verkehrsanlagen der TU Dresden das Messfahrzeug "TUD 401" entwickelt und aufgebaut. Mit dem Fahrzeug können unter anderem Daten zum Straßenbestand und zur -ausstattung sowie Fahr- und Blickverhalten von Kraftfahrern erhoben werden. Dazu ist der BMW vom Typ 525 d Touring mit Messtechnik im Wert von 300.000 Euro ausgestattet worden. Die Messdaten werden über verschiedene Sensoren und zwei Stereokameras aufgenommen, deren Einzelaufzeichnungen in einem zentralen Bordrechner zusammengeführt und synchronisiert werden. Mit dem Fahrzeug forschten die Verkehrswissenschaftler bereits im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen zum Blickverhalten von Fahrern sowie für die Sächsische Straßenbauverwaltung.



Der ADAC stellte jetzt die Ergebnisse des ersten europaweiten Baustellentests vor, an dessen Datenanalyse die Verkehrswissenschaftler der TU Dresden maßgeblich beteiligt waren. "Die Studie war das größte Messvorhaben, dass mit dem Messfahrzeug TUD 401 bis jetzt durchgeführt wurde", so Christian Lippold, Professor für Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen an der TU Dresden. Im Test waren 50 Baustellen aus elf europäischen Ländern, die durch den ADAC ausgewählt wurden. Von März bis Mai 2005 wurden insgesamt 30.000 Kilometer durch die Wissenschaftler der TU Dresden abgefahren. Dabei wechselten sich vier Teams mit jeweils zwei Personen alle 14 Tage ab. Jede Baustelle wurde zwei Mal am Tag und ein Mal in der Nacht in jede Richtung befahren.

Im Ergebnis wurden die Baustellen nach verschiedenen Parametern beurteilt. Wie sind sie durch Schilder und Fahrbahnmarkierungen gekennzeichnet? Wird der Fahrer über das Bauvorhaben und die verbleibende Länge der Baustelle informiert? Gibt es Haltebuchten im Pannenfall? Insgesamt wurden 2.000 GB Daten aufgenommen und ausgewertet. "Europaweit konnten eklatante Unterschiede bei den einzelnen Baustellen festgestellt werden. Es liegt nun am ADAC und seinen Partnerclubs, entsprechende politische Forderungen zu veröffentlichen", so Professor Lippold.

Der ADAC plant im Frühjahr 2006 den Baustellentest zu wiederholen. Die Wissenschaftler der TU Dresden sind zuversichtlich, auch dann wieder auf der Autobahn Daten zu sammeln.

Informationen für Journalisten: Prof. Christian Lippold, Tel. 0351 463-36546, Kontakt.Strasse@mailbox.tu-dresden.de

Mathias Bäumel | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/
http://www.strassenentwurf.tu-dresden.de

Weitere Berichte zu: ADAC Baustelle Baustellentest Messfahrzeug TUD

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Neue Akteure, Standardisierung und Digitalisierung für mehr Güterverkehr auf der Schiene
16.07.2018 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

nachricht Ohne Fahrer zum Flieger: Festigkeitsnachweis für neuartiges Personentransportsystem erstellt
11.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics