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Damit Ball und Verkehr rollen

07.06.2005


Verkehrsanalyse beim Confederations Cup in Frankfurt durch Mitglieder der Fachhochschule Darmstadt



Vom 15. bis 29. Juni findet in Deutschland der Confederations Cup statt. Vier Spiele, am 15.6. - das Eröffnungsspiel mit der deutschen Mannschaft -, am 19.6., am 22.6. und das Finale am 29.6., werden in Frankfurt ausgetragen. Es ist nicht nur für Fußballfans ein Vorgeschmack auf die WM 2006, sondern für die Veranstalter ein Probelauf für das sportliche Großereignis im nächsten Jahr.

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Professoren und Studierende aus dem Fachbereich Bauingenieurwesen der Fachhochschule Darmstadt führen gemeinsam mit den Hochschulen TU Berlin (Initiator), FH Bochum, FH Braunschweig und TU München das Lehrverbund-Projekt "Fan-Bewegung, der Weg zum Finale 2006" durch. Ziel des Projekts ist eine Analyse und anschließende Evaluation der Mobilitätsbedürfnisse im Rahmen des Confederations-Cup.

Schwerpunkt der Arbeiten sind die Reiseketten der Fans zwischen den einzelnen Fußballspielen, das Verkehrsverhalten der in- und ausländischen Gäste sowie die Rolle der Innenstädte und deren Anbindung an die Stadien.

Hierzu werden die Besucher unmittelbar vor den vier Spielen am Spielort Frankfurt befragt. Die Computerauswertung wird Aufschluss über das Mobilitätsverhalten geben. Der 29 Fragen umfassende Bogen wird nicht nur darüber informieren, woher die Besucher kommen, wann und wie sie nach Frankfurt gekommen sind, ob sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen, sondern auch, wie sie den Stadionbesuch geplant haben und ob und welches touristische Begleitprogramm sie haben.

Ergänzend zur Befragung betreut die Fachhochschule Darmstadt, Fachbereich Bauingenieurwesen, das Teilprojekt "Technische Möglichkeiten zur flexiblen Straßenraumnutzung". Hier soll aufgezeigt werden, wie der Kfz-Verkehr auf den Straßen durch Verkehrsbeeinflussung, dynamische Informationstafeln etc. auch in Grenzbereichen mög-lichst fließen kann.

Die Ergebnisse des Projekts werden im Herbst in einer gemeinsamen Abschlusspräsentation vorgestellt und für die verkehrstechnische Vorbereitung auf die WM 2006 von großem Nutzen sein.

Im Wintersemester 2004/2005 wurde in einer begleitenden Lehrveranstaltung das Projekt vorbereitet, das Straßennetz, das Parkraumkonzept, das ÖPNV-Netz und die Anbindung an den Schienenpersonenverkehr und Luftverkehr analysiert sowie der Fragebogen in einem dreitägigen Workshop aller beteiligten Hochschulen von den Studierenden entwickelt.
Die betreuenden Professoren, Dr. Klaus Habermehl und Dr. Jürgen Follmann freuten sich über das Engagement der Studierenden, das weit über den normalen Studienalltag hinausging und -geht.

Warum macht Veronika Schambach deutlich: "Es ist eine tolle Erfahrung während des Studiums an einem Projekt dieser Größenordnung beteiligt zu sein." Sie studiert im 8. Semester Bauingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Planung/Verkehrswesen und freut sich über die Praxisnähe dieses Projekts. Fußballfan Marcell Biederbick bringt es auf den Punkt: "Praxis und Fußball - dieses Projekt lässt Herzen höher schlagen. Als Leiter des ’studentischen Projektbüros’ habe ich zusätzlich eine Menge Erfahrungen in der Konzeption und Umsetzung gewonnen".

Prof. Dr. Klaus Habermehl, seit 17 Jahren an der FHD, engagiert sich immer wieder in praxisbezogenen Projekten, doch dieses hat eine besondere Größenordnung: "Hier im Rhein-Main-Gebiet arbeiten wir mit der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung, der Stadt Frankfurt und der Integrierten Verkehrsmanagementgesellschaft IVM zusammen".

Prof. Dr. Jürgen Follmann, seit vier Jahren Professor im Bereich Verkehrswesen an der FHD, legt neben dem Praxisbezug besonderen Wert auf die hochschulübergreifende Komponente: "Die Studierenden sollen kennen lernen, was über Darmstadt hinaus angeboten wird und dabei auch fachlich über ihren eigenen Tellerrand schauen. Nebenbei ergeben sich zahlreiche neue Kontakte, die auch im Berufsleben helfen können."

Claudia Schulz | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-darmstadt.de

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