Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unterwegs von A nach B: Wo geht’s zur nachhaltigen Mobilität?

28.04.2005


Experten beraten heute in Osnabrück die Zukunft des Verkehrs - Schlüssel Weiterbildung - Vision moderne Regionalbahn - DBU fördert



Die Marmelade? Aus Bayern. Das Frühstücksbrettchen? Import aus Taiwan. Die neue Lederjacke? Made in Südafrika. Weltweit sind rund um die Uhr Güter und Menschen unterwegs. Allein in Deutschland gibt es im Moment über 54 Millionen Fahrzeuge, davon 45 Millionen Pkw. Die global agierende Wirtschaft braucht Mobilität, für die Menschen in den Industrienationen gehört sie wie selbstverständlich zum Alltag. Wie kann dieser enorme Verkehrsfluss von Personen und Gütern künftig umweltfreundlicher gestaltet werden? Welche Rolle spielt die Weiterbildung von Mitarbeitern im Transportgewerbe? Darüber beraten heute Experten im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen und Gesellschaft für die nachhaltige Mobilität der Zukunft fit gemacht werden können.



Umweltorientierte Weiterbildung als Schlüssel zum Erfolg

"Mit der Strategie eines Transportunternehmens ist es so ähnlich wie beim Fußball: Man spielt ganz gut, wenn man dahin läuft, wo der Ball ist. Noch besser spielt man allerdings, wenn man dahin läuft, wo der Ball sein wird", sagte Dr. Rainer Erb (ZUK) zum Auftakt der Veranstaltung. "Wenn Transportunternehmen in der ersten Liga mitspielen wollen, müssen sie bei der umweltorientierten Weiterbildung ihrer Mitarbeiter am Ball bleiben."

Ausbildungsoffensive

Als Beispiel nannte DBU-Expertin Verena Exner die Qualifizierungs- und Ausbildungsoffensive des Instituts für angewandte Verkehrs- und Tourismusforschung e.V. (IVT, Mannheim), die von der DBU mit rund 117.000 Euro gefördert wird. "Die steigenden Anforderungen an die umweltorientierte Gestaltung der Transport- und Logistikprozesse stellen die Betriebe vom Management bis zum Fahrer vor neue Herausforderungen", so Exner. "Das Projekt setzt darauf, die Mitarbeiter kleiner und mittelständischer Unternehmen des Güterkraftverkehrs hierfür zu qualifizieren."

Unternehmen und Verbände bringen den Stein ins Rollen

In Kooperation mit den Unternehmen sollen Lern- und Lehrmaterialien entwickelt und eine Informationsplattform geschaffen werden. Vierzehn Multiplikatoren aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter als Pate das weltweit agierende Logistikunternehmen Hellmann (Osnabrück), sollen nicht nur Impulse geben, sondern dazu beitragen, das Wissen der Ausbildungsoffensive zu verbreiten. Ebenfalls beteiligt sind der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) in Bonn, der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL, Frankfurt), 24plus Systemverkehre (Hauneck) sowie die Redaktion der Branchenzeitschrift "transaktuell" (Stuttgart).

Mobilität der Zukunft: Ganzheitlich und umweltfreundlich

Ein weiteres Projekt mit Zukunft: Die Regio-Bahn, die seit 1999 zwischen Mettmann, Düsseldorf und Kaarst fährt, möchte in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal Unternehmen, Verbänden und Behörden ein ganzheitliches und auf andere Regionen übertragbares umweltfreundliches Mobilitätsangebot entwickeln. "Vorrangig sollen Mitarbeiter, Geschäftskunden und Besucher angesprochen werden - eben alle, die potenziell auf die Bahn umsteigen könnten", sagte Exner. Gleichzeitig soll ein Netzwerk aus Maklern, Kommunen und Unternehmen aufgebaut werden, um schon bei der Stadtplanung den Faktor umweltfreundliche Mobilität in die nachhaltige Regionalentwicklung einzubeziehen.

Konzept für die Privaten

"In Deutschland gibt es rund fünfzig Privatbahnen, für die dieses Konzept in Frage käme", erläuterte Exner. "Wenn man bedenkt, dass nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2003 erstmals über zehn Milliarden Fahrgäste öffentliche Verkehrsmittel benutzt haben, sieht man, welches Potenzial sich hier verbirgt." Die DBU fördert das Projekt mit rund 84.000 Euro.

Franz-Georg Elpers | DBU - Pressebüro
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Fraunhofer IGB und IAO entwickeln »Straße der Zukunft« mit Partnerstädten Ludwigsburg und Erlangen
24.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

nachricht Autonome Straßenbahn im Depot
08.10.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Im Focus: Atome hüpfen nicht gerne Seil

Nanooptische Fallen sind ein vielversprechender Baustein für Quantentechnologien. Forscher aus Österreich und Deutschland haben nun ein wichtiges Hindernis für deren praktischen Einsatz aus dem Weg geräumt. Sie konnten zeigen, dass eine besondere Form von mechanischen Vibrationen gefangene Teilchen in kürzester Zeit aufheizt und aus der Falle stößt.

Mit der Kontrolle einzelner Atome können Quanteneigenschaften erforscht und für technologische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Seit rund zehn Jahren...

Im Focus: Der direkte Weg zur Phosphorverbindung: Regensburger Chemiker entwickeln Katalysemethode

Wissenschaftler finden effizientere und umweltfreundlichere Methode, um Produkte ohne Zwischenstufen aus weißem Phosphor herzustellen.

Pflanzenschutzmittel, Dünger, Extraktions- oder Schmiermittel – Phosphorverbindungen sind aus vielen Mitteln für den Alltag und die Industrie nicht...

Im Focus: Atoms don't like jumping rope

Nanooptical traps are a promising building block for quantum technologies. Austrian and German scientists have now removed an important obstacle to their practical use. They were able to show that a special form of mechanical vibration heats trapped particles in a very short time and knocks them out of the trap.

By controlling individual atoms, quantum properties can be investigated and made usable for technological applications. For about ten years, physicists have...

Im Focus: Neu entwickeltes Glas ist biegsam

Eine internationale Forschungsgruppe mit Beteiligung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hat ein Glasmaterial entwickelt, das sich bei Raumtemperatur bruchfrei verformen lässt. Das berichtet das Team aktuell in "Science". Das extrem harte und zugleich leichte Material verspricht ein großes Anwendungspotential – von Smartphone-Displays bis hin zum Maschinenbau.

Gläser sind ein wesentlicher Bestandteil der modernen Welt. Dabei handelt es sich im Alltag meist um sauerstoffhaltige Gläser, wie sie etwa für Fenster und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Weg entdeckt, um Killerzellen «umzuprogrammieren»

19.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Supereffiziente Flügel heben ab

19.11.2019 | Materialwissenschaften

Energiesysteme neu denken - Lastmanagement mit Blockheizkraftwerk

19.11.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics