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EU genehmigt Antikollisions-Radar

19.01.2005


Die Europäische Kommission hat heute, Dienstag, den Weg für die Einführung von Antikollisions-Radar Mitte des Jahres geebnet. Die EU hat dazu den Kurzstreckenradargeräten, die für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen sollen, ein bestimmtes Funkfrequenzband zugewiesen. Die Nutzung des Kurzstreckenradars ist die erste groß angelegte Ultabreitbandanwendung in Europa.



Kurzstreckenradargeräte, die Kollisionsgefahren erkennen und automatisch die Fahrzeugbremsen betätigen, werden nach der heutigen Entscheidung voraussichtlich Mitte 2005 verfügbar sein. Vorausgegangen ist der Entscheidung eine zweijährige Arbeit von Kommission und Experten für Frequenzen bzw. Verkehrssicherheit. Durch das Europäische Aktionsprogramm für Sicherheit im Straßenverkehr soll die Zahl der Verkehrstoten in der EU bis 2010 um die Hälfte gesenkt werden.



"Die heutige Entscheidung ermöglicht die Nutzung von Funkfrequenzbändern für das Kurzstreckenradar, wobei gleichzeitig andere wichtige Nutzer dieser Frequenzen vor schädlichen Störungen geschützt werden", sagte die für die Informationsgesellschaft und die Medien zuständige Kommissarin Viviane Reding. Um die Nutzung des Kurzstreckenradars zu ermöglichen, musste ein EU-weites Funkfrequenzband bereitgestellt werden. Da bereits alle Frequenzen genutzt würden, habe die Herausforderung darin bestanden, eine Möglichkeit für den Betrieb von Kurzstreckenradargeräten auf Frequenzbändern zu schaffen, die derzeit anderweitig genutzt werden, unter anderem für Mobiltelefone, Wettersatelliten, Radioteleskope und Polizeiradar.

Die Kommission habe sicherstellen müssen, dass das Kurzstreckenradar nicht die Genauigkeit etwa der Wetterüberwachung oder die Zuverlässigkeit mobiler Netze beeinträchtige. Durch die heutige Entscheidung wird die Nutzung des 24-GHz-Frequenzbandes für Kfz-Radar in der gesamten EU möglich. Nach diesem Zeitpunkt wird das Kurzstreckenradar dann das Frequenzband 79 GHz nutzen.

Drahtlose Übertragung mittels Ultrabreitband-Funktechnologie basiert auf dem Übermitteln von Funksignalen mit sehr großen relativen Frequenz-Bandbreiten. Diese belegen in der Regel mindestens 500 MHz und damit um den Faktor 100 mehr als zum Beispiel das neue Mobilfunksystem UMTS. Da mit zunehmender Bandbreite auch die Übertragungskapazität steigt, bietet die Ultrabreitband-Funktechnologie eine sehr hohe maximale Übertragungskapazität. Das Verfahren ermöglicht nach neuesten Schätzungen Funkdatenraten von mehreren hundert Mio. Bit pro Sekunde.

Anwendungsmöglichkeiten für die neue Technologie sieht die Industrie vor allem im Bereich der Übertragung zwischen Geräten der Heim- und Büro-Elektronik und in Sensor-Netzwerken. Waldbrand-Monitoring, Deichfeuchte- und Druck-Monitoring oder Luft- und Gewässer-Qualitätsüberwachungen könnten wichtige zukünftige Einsatzmöglichkeiten für die neue Technologie sein.

Georg Panovsky | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://europa.eu.int

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