Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RFID revolutioniert die Waren-Logistik

09.05.2004


Die Radio Frequency Identification (RFID) gilt als eine der wichtigsten Techniken in den Logistiknetzwerken der Zukunft. Die an den Waren angebrachten Funketiketten bescheren den Kunden mehr Komfort und den Unternehmen mehr Transparenz im Supply-Chain-Bereich. Gemeinsam mit dem allgegenwärtigen Internet und integriert in innovative Anwendungssoftware für Real-time Enterprises von PeopleSoft verhelfen sie den Unternehmen zu Effizienzsteigerung und Kosteneinsparungen logistischen Warenflusses.



Funkchips mit RFID stehen in Europa laut einer gemeinsamen Untersuchung der Beratungsgesellschaft LogicaCMG und der ECR- (Efficient Consumer Response)-Organisation unmittelbar vor dem Durchbruch. Bereits für dieses Jahr hat die Hälfte der befragten Handelsunternehmen, Nahrungsmittelhersteller und Logistikfirmen auf ihrer Agenda ein einschlägiges Pilotprojekt stehen. Scott Lundstrom, Senior Vice President und Chief Technology Officer bei AMR Research, ist überzeugt: „RFID wird zu einer Kerntechnologie für das gesamte Logistiknetzwerk in allen Branchen werden. Mit dem Einsatz von RFID profitieren Unternehmen von verbesserter Informationsverfügbarkeit und Kosteneinsparungen im Logistiknetzwerk.“



Das RFID-Prinzip ist nicht neu. Einfache Systeme der kontaktlosen Funktechnik werden bereits seit Jahren in Warenhäusern für höherwertige Gütern zur Diebstahlsicherung genutzt Wird das Funketikett, der so genannte Transponder, nicht durch die Verkäuferin zerstört, schrillt beim Passieren der Detektionsantennen ein Alarm. An diesem grundsätzlichen Prinzip hat sich nichts geändert. Die entscheidende Innovation sind die intelligenten, je nach Ausführung auch wiederbeschreibbaren Microchips, die in den modernen Transpondern zum Einsatz kommen. Diese gestatten ohne Zeitverzug und manuelle Eingriffe die elektronische Identifikation von Waren. Diese liefern die gewünschten Produkt- und Bewegungsinformationen, einschließlich Orts- und Zeitangaben, an eine entsprechende Leseeinheit. Von dort aus werden die Daten an eine automatische Steuerung oder weiterverarbeitende Systeme geleitet.

Im Unterschied zu den bisherigen Barcodes muss für Warenein- und –ausgangskontrolle oder auch bei Verlagerung im Unternehmen nicht mehr die Folie entfernt werden, um die einzelnen Kartons auf einer Palette zu identifizieren. Letztlich ist es möglich, jedes Warenteil wie etwa einen Joghurtbecher mit einem Funketikett auszustatten, um ein genaues Bild über Bestand bzw. Verfügbarkeit von Fruchtsorten zu erhalten und so eine optimierte Regalpflege zu realisieren. Ein anderes Beispiel stellt der Einsatz in der bedarfsgesteuerten Fertigung dar. RFID-Szenarien, die PeopleSoft-Anwendungen mit der Data Collection Soft- und Hardware von DSI verbinden, helfen Unternehmen beispielsweise zu einer besseren Transparenz im Supply-Chain-Bereich und erlauben, Produkte und Materialien bis auf Losgröße Eins über das gesamte Logistiknetzwerk hinweg in Echtzeit zu beobachten.

RFID birgt ein enormes Potenzial zur Optimierung der Geschäftsprozesse, zu größerer Kontrolle über die Lagerbestände, zu Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerung. Voraussetzung für den erfolgreiche Einsatz ist die nahtlose Einbindung in die Software-Infrastruktur eines Unternehmens. Die internetbasierte Anwendungsarchitekturen von PeopleSoft Enterprise und PeopleSoft EnterpriseOne schaffen hier die ideale technische Grundlage, mit Hilfe des Internets die Informationen aus den lokalen Systemen aller beteiligter Stellen in Real-time zusammenzuführen, zu verdichten und auszuwerten. Sie machen es Unternehmen bereits heute möglich, von der RFID-Technik zu profitieren, selbst wenn die Standardisierung noch nicht abgeschlossen ist und der Preis für den einzelnen Transponder noch recht hoch erscheint. Denn ungeachtet dessen, sind alle Marktforscher überzeugt, dass RFID einen großen Einfluss auf die Prozesse und IT-Systeme eines Unternehmens haben wird. Und da RFID nach Ansicht von Experten wie Scott Lundstrom „zu einer wichtigen Technologie für Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben möchten“ zählt, ist es sinnvoll, bereits heute erste Einsatzerfahrungen zu sammeln.

| PeopleSoft GmbH
Weitere Informationen:
http://www.peoplesoft.de/de/de/ent_strat/articles/rfid.jsp

Weitere Berichte zu: Funketikett Logistiknetzwerk RFID Supply-Chain-Bereich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Neue Akteure, Standardisierung und Digitalisierung für mehr Güterverkehr auf der Schiene
16.07.2018 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

nachricht Ohne Fahrer zum Flieger: Festigkeitsnachweis für neuartiges Personentransportsystem erstellt
11.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

18.07.2018 | Physik Astronomie

Schonend, schnell und präzise: Innovative Herz-Bildgebung in Freiburg

18.07.2018 | Medizintechnik

Chemische Waffe durch laterale Gen-Übertragung schützt Wollkäfer gegen schädliche Pilze

18.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics