Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schnelle Warnung bei schlechten Sichtverhältnissen

15.12.2003


Siemens liefert Nebelwarnanlage für Autobahn in Österreich



Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) hat im Auftrag der österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen Finanzierungs AG (ASFINAG), eine europaweit einzigartige Nebelwarnanlage errichtet. Mit Hilfe von Witterungssensoren werden entlang eines rund zehn Kilometer langen Abschnitts der West Autobahn die Sichtverhältnisse analysiert. Wechselverkehrszeichen warnen die Verkehrsteilnehmer automatisch bei Nebel oder starkem Schneefall. Dazu erklärte der österreichische Verkehrsminister Hubert Gorbach: „Die Nebelwarnanlage ist eine weitere Maßnahme aus unserem Verkehrssicherheitspaket, mit dem wir unser ehrgeiziges Ziel, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren, konsequent verfolgen.“ Die Anlage hat Anfang November den Probebetrieb aufgenommen. Das Projekt hat ein Volumen von rund zwei Mio. EUR.



Die Nebelwarnanlage befindet sich auf der A1 West Autobahn zwischen Kilometer 232 und Kilometer 242 im oberösterreichischen Seengebiet und ist die erste ihrer Art in Europa. Neunzehn im Abstand von 600 Metern installierte Messsysteme ermitteln die Sichtverhältnisse entlang der Strecke. Sobald die Sichtweite ein bestimmtes Maß unterschreitet, wird automatisch eine Warnung ausgelöst. Gleichzeitig wird auch die Nebelwarn-Zentrale in der Autobahnmeisterei (ABM) Seewalchen alarmiert. Über sechs Videoquerschnitte können sich die Mitarbeiter der ABM einen Überblick verschaffen, die Funktion der Anlage überprüfen, gegebenenfalls zusätzliche Informationen einblenden oder bei Unfällen rasch die notwendigen Alarmierungen vornehmen. Zusätzlich zu den Messdaten der Sichtweitesensoren werden über Wetter- und Umweltstationen ergänzende Informationen ins System übertragen.

Zur Information der Autofahrer dienen fünf im Abstand von zwei Kilometern installierte Anzeigequerschnitte, die mit Wechselverkehrszeichen auf LED (Light Emitting Diode)-Basis ausgestattet sind. Eine automatische Warnung erfolgt bei Nebel oder starkem Schneefall. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit zur manuellen Eingabe von Warnungen sowie von Hinweisen auf Baustellen, Unfälle, Staus oder laufende Servicearbeiten.

Seit Anfang November befindet sich die Anlage im Testbetrieb. Dabei wird das System in den nächsten Monaten zunächst manuell über die Zentrale gesteuert, der vollautomatische Betrieb getestet sowie die Zusammenarbeit der diversen Teilsysteme wie Sichtweitesensoren, Wetterstationen und Verkehrsdatenerfassung optimiert. Auch die Reaktion der Verkehrteilnehmer auf das neue System soll untersucht werden. “Mit dieser Pilotanlage werden wir über einen längeren Zeitraum nicht nur vor Nebel warnen, sondern auch das Verhalten der Autofahrer auf diese Warnungen beobachten“, sagte Franz Lückler, Vorstandsdirektor der ASFINAG. „Nur wenn die Kraftfahrer die Warnungen ernst nehmen, können wir mittelfristig das Risiko von Nebelunfällen senken.“

Um verstärkt auf die Nebelwarnanlage und die Sichtbehinderungen im Bereich des oberösterreichischen Seengebiets hinzuweisen, werden einige der Kamerabilder, die in der Nebelwarnzentrale zu sehen sind, künftig auch im Internet unter www.asfinag.at verfügbar sein. Damit können sich beispielsweise Pendler vor Fahrtantritt rasch über die aktuelle Situation in diesem nebelgefährdeten Gebiet informieren.

| Siemens NewsDesk
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/index.jsp?sdc_p=cs4uo1131601pn1031937fl0m&sdc_sid=32993128129&sdc_bcpath=1031937.s_4%2C&

Weitere Berichte zu: ASFINAG Nebelwarnanlage Sichtweitesensor Warnung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Augmented Reality in der Logistik: Packen mit der Datenbrille
02.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik

nachricht Aus dem Labor auf die Schiene: Forscher des HI-ERN planen Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie
19.04.2018 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics