Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Verkehr weniger Stau

11.10.2000


Der Verkehr wird in den nächsten Jahren sein starkes Wachstum fortsetzen, während die Straßen- und Schienennetze nur begrenzt ausgebaut werden können. Der Verkehrsinfarkt droht: Nicht nur in den Städten zur
Rushhour am Morgen und am Nachmittag oder auf den Fernstraßen bei Ferienbeginn und -ende. Auf deutschen Straßen ist Stau Alltag. Diese rasende Entwicklung in den Stillstand kollidiert mit den Mobiltätsbedürfnissen der Bürger und den Anforderungen der Wirtschaft. Die Lösung der Verkehrsprobleme wird in den kommenden Jahrzehnten zu einem Schlüssel der Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Davon hängen Landes-, Regional- und Stadtentwicklung ebenso ab wie künftige Formen der inter-nationalen Arbeitsteilung. Entscheidend für den Erfolg sind Lösungen, die umweltverträglich sind und von den Nutzern akzeptiert werden.

Einen Ausweg aus dem Verkehrsdilemma bieten die Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger (intermodale Mobilität) und die effektive und effiziente Nutzung der vorhandenen Mobilitätsressourcen. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des Arbeitskreises Verkehrstelematik der Fraunhofer-Gesellschaft, die nun auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Eine Schlüsselrolle für die Lösung der Verkehrsprobleme nehmen dabei moderne Telematiksysteme ein. Die Verkehrstelematik, die sich mit der Erfassung, Übermittlung und Auswertung von verkehrsbezogenen Informationen befasst, soll die Basis für ein umfassendes Verkehrsmanagement schaffen. Ziele sind, den unvermeidbaren Verkehr effektiver zu gestalten, Fahrzeuge und Fahrwege effizienter zu nutzen, den unnötigen Verkehr zu reduzieren und die Nutzung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu fördern.

Die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken eröffnet erhebliche Einsparungen im Personen- und Güterverkehr. Eine grobe Abschätzung ergab ein Marktpotential für Forschungs- und Entwicklungsleistungen für das Gebiet Verkehrstelematik bis in den Milliardenbereich jährlich. Die Verkehrstelematik wird daher zu einem strategischen Arbeitsfeld der Fraunhofer-Gesellschaft ausgebaut. Die Fraunhofer-Gesellschaft verfügt auf allen wichtigen Arbeitsfeldern über umfangreiches und relevantes Know-how, um Verkehrsprobleme interdisziplinär, überregional und verkehrsträgerübergreifend lösen zu können. Die Bündelung dieser Aktivitäten im neuen Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden verspricht eine hohe Effizienz bei der Umsetzung dieser Visionen.
Die Studie kann für 300.- DM bestellt werden.

Ansprechpartner:
Günther Nirschl
Telefon: 03 51/46 40-6 54
Telefax: 03 51/46 40-6 13
E-Mail: nirschl@ivi.fhg.de

Günther Nirschl |

Weitere Berichte zu: Stau Verkehrsproblem Verkehrstelematik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Der Truck der Zukunft
19.09.2018 | Technische Universität München

nachricht Bahnverkehr wird smart – innovativer Batteriezug ab 2019 im Testbetrieb
12.09.2018 | Technische Universität Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nervenzellen im menschlichen Gehirn können „zählen“

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

CT45 – ein Schlüssel zum langfristigen Überleben beim Eierstockkrebs

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Einbahnstraße für das Salz

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics