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Eine "New Economy" für Start- und Landerechte

30.01.2001


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TU-Studie zur besseren Nutzung von Zeitnischen auf Flughäfen (Slots)
Einladung zum Pressegespräch am 1. Februar 2001 in der TU Berlin

Auf dem europäischen Kontinent erreichen rund ein Viertel aller Linienflüge im Jahr ihr Ziel nur mit Verspätung. Grund hierfür sind zumeist Kapazitätsengpässe auf den Flughäfen. Der rapide steigende Luftverkehr kann nur sehr begrenzt mit neuen Kapazitäten bedient werden. Daher gerät das traditionelle Verfahren zur Zuteilung der Start- und Landerechte (Slots) auf der Basis so genannter Großvaterrechte immer mehr in die Kritik. Es vermag die Knappheitsverhältnisse nicht richtig widerzuspiegeln. Die dazu benötigten Einnahmen landen bei den Airlines und nicht bei den Flughäfen, obwohl diese am besten in der Lage wären, die Knappheiten durch den Ausbau der Kapazitäten zu beseitigen. Auch schützt die gegenwärtige Slot-Zuteilung die Besitzstände der etablierten Airlines und behindert dadurch den Wettbewerb im Luftverkehr. Angesichts dieser Entwicklung und vor dem Hintergrund der 1993 in der Europäischen Union eingeführten Liberalisierung des Luftverkehrs gewinnt die Frage nach der Zuteilung von Zeitnischen für Starts und Landungen an EU-Flughäfen zunehmend an Bedeutung.

Einen gangbaren Ausweg aus der Misere haben Prof. Dr. Hans-Jürgen Ewers und seine Mitarbeiter vom Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik der TU Berlin entwickelt. In der nun vorliegenden Studie wird die derzeitige Vergabepraxis von Slots untersucht. Das Team unterbreitet Vorschläge, wie diese künftig effizient und wettbewerbsfördernd verteilt werden können. Das Ergebnis der Analyse ist, dass eine marktnähere Zuteilung einen umfangreichen Slot-Markt entstehen ließe. Dieser würde nicht nur die notwendigen Mittel zur Erweiterung der Flughäfen mobilisieren, sondern auch solche zur Umsetzung notwendiger umweltpolitischer Maßnahmen. Die Studie wurde im Auftrag der Hochtief AirPort GmbH, Essen, erstellt.

Wir möchten Sie herzlich zu einem Pressegespräch einladen, bei dem Sie mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Ewers und seinen Mitarbeitern über diese Studie diskutieren können. Bitte teilen Sie uns Ihre Teilnahme mit (Tel.: 030/314-22919 oder E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de).

Zeit: am Donnerstag, dem 1. Februar 2001, 10.30 Uhr
Ort: Technische Universität Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, Raum H 1036, 10623 Berlin

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern Henning Tegner vom Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik, Tel.: 030/314-23613, Fax: -26934, E-Mail: ht@wip.tu-berlin.de


Diese Medieninformation finden Sie auch im World Wide Web unter der Adresse:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2001/pi11.htm

Ramona Ehret | idw

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