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Bessere Logistik für Hilfsorganisationen

11.03.2008
Internationale Hilfsorganisationen können sich künftig unkompliziert einen vollständigen Überblick über den Stand ihrer Lieferungen in Krisengebiete verschaffen.

Mit Hilfe der RFID-Technik ermöglicht Siemens erstmals die lückenlose Verfolgung von Transportgütern auf dem Weg zu ihrem Bestimmungsort. Eingeschlossen sind auch Lagerung und Rücklieferung, alles in Echtzeit mit sofortiger Rückmeldung. Damit kann etwa das Internationale Rote Kreuz oder das Technische Hilfswerk besser planen und kalkulieren, wann der lebenswichtige Nachschub bestellt werden muss oder zu erwarten ist.


Die Experten von Siemens IT Solutions and Services verknüpften hier erstmals RFID-Technik, die Mobilfunkstandards GSM (Global System for Mobile Communication) und GPRS (General Packet Radio Service) mit einer SAP-Anwendung, sodass sich zu jeder Zeit mit einem Knopfdruck der aktuelle Güterbestand abgerufen lässt. Hilfstransporte erfordern eine eng verzahnte logistische Kette, damit Versorgung und Nachschub zu jeder Zeit optimal gewährleistet sind. Wenn es etwa um Lebensmitteltransporte geht, ist es wichtig, dass Lagerung, Frischegrad, Transportweg und -länge vorher genau kalkuliert werden können.

Die Verfolgung von Gütern während des Transports ist nun mit einer von Siemens-IT-Spezialisten entwickelten Software möglich. Sie verknüpft RFID, GSM und GPRS miteinander, übersetzt die Daten von einem zum anderen System und hält dazu noch eine SAP-Lager- und Inventarliste laufend aktuell. Jedes Teil einer Ladung muss mit einem RFID-Chip gekennzeichnet werden. Lesegeräte können dann anhand der hinterlegten Codes genau an das Computersystem übermitteln, worum es sich handelt.

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Die Fähigkeiten des Systems gehen über die reine Inventarisierung von Gütern weit hinaus. Wenn etwa ein Generator zur Stromerzeugung in eine abgelegene Gegend transportiert werden muss, werden die Maschine und das Zubehör in Einzelteilen angeliefert, womöglich von verschiedenen Herstellern. Diese Teile müssen alle zu einander passen. Die kombinierte RFID-Technik kann schon von außen in den Container „hineinblicken“ und feststellen, ob alles komplett ist oder ob weitere Teile angefordert werden müssen. Eine weitere Möglichkeit ist die Programmierung eines Frühwarnsystems, das während des Transports Meldungen über verschiedene Faktoren macht, wenn zum Beispiel eine kritische Temperatur unter- oder überschritten ist – etwa bei Medikamenten. (IN 2008.03.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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