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Neues Verfahren bringt komplex geformte Verbundwerkstoffe in die Serie

23.01.2017
  • PulPress-Verfahren erlaubt Fertigung komplexer Formbauteile in großen Mengen
  • Bis zu 60 Prozent Kostenersparnis gegenüber bisherigen Leichtbauverfahren
  • Erste Komponenten sind auf dem Weg in die Serie

Um Fahrzeuggewicht und CO2-Ausstoß zu reduzieren, setzt die Automobilindustrie zunehmend auf Verbundwerkstoffe. Bislang kommen diese jedoch vor allem im Premiumbereich zum Einsatz, weil etablierte Methoden teuer und komplex sind.


Ein im PulPress-Verfahren hergestelltes Verbundbauteil aus einem von Fasern umflochtenen Strukturschaumkern aus ROHACELL® ist um 75 Prozent leichter als die herkömmliche Stahlstruktur.

Evonik

Anders beim neu entwickelten PulPress-Verfahren von Evonik: Es ermöglicht die serienmäßige Fertigung komplexer Formbauteile zu einem angemessenen Preis - und damit den Technologietransfer von den High-End-Segmenten in die Massenproduktion.

Das neue Verfahren kombiniert bewährte Fertigungstechniken: das Pressen und das Strangziehen. Im Zusammenspiel gelingt die automatisierte, kontinuierliche Herstellung von Verbundbauteilen. Wichtigster Rohstoff ist der Hochleistungsstrukturschaum ROHACELL® von Evonik, der sich bereits als leichtes und zugleich steifes Material bewährt hat. Er ist besonders formstabil und temperaturbeständig.

Der Schaumstoffkern aus ROHACELL® wird von Fasern umflochten, die anschließend mit Harz imprägniert werden. Das Gesamtsystem wird dann unter hoher Temperatur und Druck in die gewünschte Form gepresst. Dabei können auch komplexe Geometrien umgesetzt oder Einsätze für Gewinde und Armaturen integriert werden.

Das neue Herstellungsverfahren überzeugt vor allem durch seine Designfreiheit, die Kosteneffizienz und das Crash-Verhalten der damit hergestellten Verbundbauteile. Diese sind um 75 Prozent leichter als herkömmliche Stahlstrukturen. Im Vergleich zu Verbundbauteilen, die mit etablierten Verfahren wie der Harzinjektion hergestellt wurden, bietet das PulPress-Verfahren überdies Kosteneinsparungen von bis zu 60 Prozent.

„Mit diesen Vorteilen konnten inzwischen zahlreiche Kunden aus der europäischen Automobilindustrie überzeugt werden“, sagt Dr. Sivakumara Krishnamoorthy, New Applications Manager bei Evonik im Segment Resource Efficiency. „Die im PulPress-Verfahren hergestellten Formbauteile werden demnächst in Serie gehen.“

Längst interessieren sich nicht mehr nur Fahrzeughersteller für das Verfahren. Auch im Flugzeugbau ist sein Einsatz denkbar, um Gleichteile in größerer Stückzahl kostengünstig zu produzieren. Nicht zuletzt werden für Sportartikel leichte Sandwichkerne für Leichtbaulösungen immer bedeutsamer.

Erfahren Sie mehr zum PulPress-Verfahren bei der JEC World vom 14. bis 16. März 2017 in Paris, Halle 5A, Stand H44.

Weitere Informationen:

http://www.evonik.de/pressemitteilungen

Edda Schulze | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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