Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fehler bei der Blechumformung schnell und automatisch erkennen

30.10.2008
Risse und Einschnürungen sind bei der Umformung von Blechen sicherheitsrelevante Produktionsfehler, die sich bisher nur schwierig automatisch während des Produktionsprozesses erkennen ließen.

Das Fraunhofer IPA, die Firma OBE und das Ingenieurbüro Weber haben jetzt ein Auswerteverfahren für die schnelle, automatische Fehlererkennung bei der Blechumformung entwickelt.

Bei der Umformung von Blechen können insbesondere an Biegekanten Risse und Einschnürungen auftreten, die auf Dauer die Festigkeit des Materials vermindern. Beide Effekte lassen sich bislang nur schwierig automatisch im Produktionsablauf erfassen. Gründe hierfür sind beispielsweise Schwankungen in der optischen Erscheinung der Bleche, wie sie in der Praxis durch Unterschiede im Ausgangsmaterial, in der Oberflächenvorbehandlung oder im Vorliegen von Oxidationsschichten häufig auftreten.

Als Lösung für diese Aufgabe haben das Fraunhofer IPA, die Firma OBE aus Ispringen und das Ingenieurbüro Weber aus Weimar gemeinsam ein Auswerteverfahren entwickelt, mit dem umgeformte Bleche hinsichtlich verschiedener Fehlertypen geprüft werden können. Das Verfahren basiert auf zwei bereits im Markt etablierten Verfahren, die für die Aufgabenstellung kombiniert und adaptiert wurden. Mit der Bildaufnahmetechnologie "trevista" der Fa. OBE lässt sich die Krümmung von Oberflächen ortsgenau bestimmen. Fehler in der Struktur einer Oberfläche lassen sich so bereits in den Ausgangsbildern gut von anderen Effekten unterscheiden. In einem zweiten Schritt werden die Bilder mit der Software "DefDetect" des Fraunhofer IPA ausgewertet. "DefDetect" hat seine Feuerprobe bereits in anderen Applikationen zur Inspektion von strukturierten Oberflächen bestanden, nämlich in der Prüfung von geschliffenen Oberflächen, gewebten Strukturen oder medizinischen Schwämmen.

Die Automatisierung für konkrete Aufgabenstellungen übernimmt das Ingenieurbüro Weber, das über langjährige Erfahrungen in der Konzeption, der Realisierung und dem Support von individuellen Bildverarbeitungslösungen verfügt.

Mit dem neuartigen Verfahren können Fehler schnell und automatisch bei der Blechumformung erkannt werden. Für die Praxis heißt das: Fehlproduktionen werden reduziert und Defekte schnell aufgefunden, sodass schlussendlich geringere Stückkosten für umgeformte Bleche entstehen.

Das Inspektionsverfahren wird in Halle 4 auf dem IPA-Stand D 18 im Rahmen der Vision 2008 live vorgestellt.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Phys. Hartmut Eigenbrod
Telefon: +49 711 970-1831, E-Mail: hartmut.eigenbrod@ipa.fraunhofer.de

Hubert Grosser | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Wie bioökonomisch optimierte Ressourcen- und Energiekreisläufe bei der Produktion nachhaltiger Lebensmittel helfen
14.02.2020 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Von der Natur für die Creme-Dose: neues Verfahren aus dem LIKAT auf der Basis von Zuckerrohr
31.01.2020 | Leibniz-Institut für Katalyse e. V. an der Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nachwuchswissenschaftler der Universität Rostock erfinden einen Trichter für Lichtteilchen

Physiker der Arbeitsgruppe von Professor Alexander Szameit an der Universität Rostock ist es in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Universität Würzburg gelungen, einen „Trichter für Licht“ zu entwickeln, der bisher nicht geahnte Möglichkeiten zur Entwicklung von hypersensiblen Sensoren und neuen Technologien in der Informations- und Kommunikationstechnologie eröffnet. Die Forschungsergebnisse wurden jüngst im renommierten Fachblatt Science veröffentlicht.

Der Rostocker Physikprofessor Alexander Szameit befasst sich seit seinem Studium mit den quantenoptischen Eigenschaften von Licht und seiner Wechselwirkung mit...

Im Focus: Junior scientists at the University of Rostock invent a funnel for light

Together with their colleagues from the University of Würzburg, physicists from the group of Professor Alexander Szameit at the University of Rostock have devised a “funnel” for photons. Their discovery was recently published in the renowned journal Science and holds great promise for novel ultra-sensitive detectors as well as innovative applications in telecommunications and information processing.

The quantum-optical properties of light and its interaction with matter has fascinated the Rostock professor Alexander Szameit since College.

Im Focus: Künstliche Intelligenz findet das optimale Werkstoffrezept

Die möglichen Eigenschaften nanostrukturierter Schichten sind zahllos – wie aber ohne langes Experimentieren die optimale finden? Ein Team der Materialforschung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat eine Abkürzung ausprobiert: Mit einem Machine-Learning-Algorithmus konnten die Forscher die strukturellen Eigenschaften einer solchen Schicht zuverlässig vorhersagen. Sie berichten in der neuen Fachzeitschrift „Communications Materials“ vom 26. März 2020.

Porös oder dicht, Säulen oder Fasern

Im Focus: Erdbeben auf Island über Telefonglasfaserkabel registriert

Am 12. März 2020, 10.26 Uhr, ereignete sich in Südwestisland, ca. 5 km nordöstlich von Grindavík, ein Erdbeben mit einer Magnitude von 4.7, während eines längeren Erdbebenschwarms. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ haben jetzt dort ein neues Verfahren zur Überwachung des Untergrunds mithilfe von Telefonglasfaserkabeln getestet.

Ein von GFZ-Forschenden aus den Sektionen „Oberflächennahe Geophysik“ und „Geoenergie“ durchgeführtes Online-Monitoring, das Glasfaserkabel des isländischen...

Im Focus: Quantenoptiker zwingen Lichtteilchen, sich wie Elektronen zu verhalten

Auf der Basis theoretischer Überlegungen von Physikern der Universität Greifswald ist es Mitarbeitern der AG Festkörperoptik um Professor Alexander Szameit an der Universität Rostock gelungen, photonische topologische Isolatoren als Lichtwellenleiter zu realisieren, in denen sich Photonen wie Elektronen verhalten, und somit fermionische Eigenschaften zeigen. Ihre Entdeckung wurde jüngst im renommierten Fachblatt „Nature Materials“ veröffentlicht.

Dass es elektronische topologische Isolatoren gibt – Festkörper die im Innern den elektrischen Strom nicht leiten, dafür aber umso besser über die Oberfläche –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

“4th Hybrid Materials and Structures 2020” findet web-basiert statt

26.03.2020 | Veranstaltungen

Wichtigste internationale Konferenz zu Learning Analytics findet statt – komplett online

23.03.2020 | Veranstaltungen

UN World Water Day 22 March: Water and climate change - How cities and their inhabitants can counter the consequences

17.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltweit einzigartig: Neue Anlage zur Untersuchung von biogener Schwefelsäurekorrosion in Betrieb

27.03.2020 | Architektur Bauwesen

Schutzmasken aus dem 3D-Drucker

27.03.2020 | Materialwissenschaften

Nachwuchswissenschaftler der Universität Rostock erfinden einen Trichter für Lichtteilchen

27.03.2020 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics