Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Künstliche Intelligenz für Windkraftanlagen

18.12.2001


Maschinenbau-Absolvent der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven besteht Doktorprüfung

Entwicklung eines neuen Verfahrens für Windkraftanlagen
auf der Basis künstlicher Intelligenz

Der ehemalige Maschinenbau-Student der Fachhochschule am Standort Emden, Harald Hohlen, hat am 04.12.2001 an der Technischen Universität Berlin seine Doktorarbeit mit der Note "sehr gut" abgeschlossen.

Der frischgebackene Doktor ist ein Absolvent unserer Fachhochschule und hat 1981 sein Studium im Studiengang "Rechnerintegrierte Produktionstechnik" im damaligen Fachbereich Maschinenbau beendet. Danach war er zwei Jahre im Rechenzentrum der Fachhochschule angestellt und entschloss sich dann, im Rahmen des neu aufgelegten "niedersächsischen Assistentenprogramms", zu promovieren.

Die Thematik sollte im Bereich der Windkraftanlagen angesiedelt sein, weshalb Hohlen Prof. Dr.-Ing. Klaus Kehl aus dem Maschinenbau bat, sein Betreuer zu sein. Die Doktorarbeit wurde formal an der TU Berlin im Fachbereich "Verkehrswesen und angewandte Mechanik" am Institut für Luft- und Raumfahrt durchgeführt und dort von Prof. Robert Gasch betreut. Den größten Teil der Zeit verbrachte Hohlen in der damaligen Fachhochschule Ostfriesland, wo er, angeleitet von Prof. Kehl, seine Doktorarbeit mit dem Titel "Ein Neuro-Fuzzy-Zustandsbeobachter zur Bestimmung der Blattwurzelbelastungen von Windkraftanlagen" anfertigte.

Die Ergebnisse der Arbeit dienen der Verbesserung der Prozessüberwachung hochbelasteter Bauteile in modernen Windkraftanlagen. Insbesondere für die Megawatt-Anlagen, die demnächst im Meer "offshore" aufgestellt werden, ist es erforderlich, den Zustand der Bauteile automatisch zu erfassen und gegebenenfalls selbsttätige Reaktionen zum Schutz der Windkraftanlage zu veranlassen.


Hohlen hat ein neues Verfahren auf der Basis künstlicher Intelligenz erarbeitet, das in einem Selbstlernprozess gefährliche Zustände , z.B. durch Materialermüdung, erkennen kann. Mit einem Computerprogramm, das mit Hilfe von künstlichen neuronalen Netzen, in Kombination mit der sogenannten Fuzzy-Logig arbeitet, werden aus Sensorsignalen Rückschlüsse gezogen, die ähnlich wie die Assoziationen im menschlichen Gehirn zum Wissenszuwachs und zu erfahrungsbedingten Schlussfolgerungen führen.

Harald Hohlen hat vor zwei Jahren wegen des Auslaufs der Finanzierung durch das Assistentenprogramm die Fachhochschule verlassen und ist seither in der Windkraftbranche bei der Firma DEWIND in Lübeck beschäftigt.

Die Doktorprüfung an der Tu Berlin wurde hochschulöffentlich von den beiden Prüfern Prof. Robert Gasch (TU Berlin) und Prof. Klaus Kehl (FH Oldenburg/Ostfriesland/ Wilhelmshaven) unter Vorsitz von Prof. H.E. Siekmann (TU Berlin) durchgeführt.

Maren Eilers | idw

Weitere Berichte zu: Intelligenz Luft- und Raumfahrt Windkraftanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Mit optimierten Logistikprozessen Energieeinsatz und CO2-Ausstoß reduzieren
22.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

nachricht Elektrosynthese von Alkoholen energieeffizienter gestalten
18.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: A new quantum data classification protocol brings us nearer to a future 'quantum internet'

The algorithm represents a first step in the automated learning of quantum information networks

Quantum-based communication and computation technologies promise unprecedented applications, such as unconditionally secure communications, ultra-precise...

Im Focus: REANIMA - für ein neues Paradigma der Herzregeneration

Endogene Mechanismen der Geweberegeneration sind ein innovativer Forschungsansatz, um Herzmuskelschäden zu begegnen. Ihnen widmet sich das internationale REANIMA-Projekt, an dem zwölf europäische Forschungszentren beteiligt sind. Das am CNIC (Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares) in Madrid koordinierte Projekt startet im Januar 2020 und wird von der Europäischen Kommission mit 8 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen weltweit die meisten Todesfälle. Herzinsuffizienz ist geradezu eine Epidemie, die neben der persönlichen Belastung mit...

Im Focus: Göttinger Chemiker weisen kleinstmögliche Eiskristalle nach

Temperaturabhängig gefriert Wasser zu Eis und umgekehrt. Dieser Vorgang, in der Wissenschaft als Phasenübergang bezeichnet, ist im Alltag gut bekannt. Um aber ein stabiles Gitter für Eiskristalle zu erreichen, ist eine Mindestanzahl an Molekülen nötig, ansonsten ist das Konstrukt instabil. Bisher konnte dieser Wert nur grob geschätzt werden. Einem deutsch-amerikanischen Forschungsteam unter Leitung des Chemikers Prof. Dr. Thomas Zeuch vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen ist es nun gelungen, die Größe kleinstmöglicher Eiskristalle genau zu bestimmen. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science erschienen.

Knapp 100 Wassermoleküle sind nötig, um einen Eiskristall in seiner kleinstmöglichen Ausprägung zu formen. Nachweisen konnten die Wissenschaftler zudem, dass...

Im Focus: Verzerrte Atome

Mit zwei Experimenten am Freie-Elektronen-Laser FLASH in Hamburg gelang es einer Forschergruppe unter Führung von Physikern des Max-Planck-Instituts für Kernphysik (MPIK) in Heidelberg, starke nichtlineare Wechselwirkungen ultrakurzer extrem-ultravioletter (XUV) Laserpulse mit Atomen und Ionen hervorzurufen. Die heftige Anregung des Elektronenpaars in einem Heliumatom konkurriert so stark mit dem ultraschnellen Zerfall des angeregten Zustands, dass vorübergehend sogar Besetzungsinversion auftreten kann. Verschiebungen der Energie elektronischer Übergänge in zweifach geladenen Neonionen beobachteten die Wissenschaftler mittels transienter Absorptionsspektroskopie (XUV-XUV Pump-Probe).

Ein internationales Team unter Leitung von Physikern des MPIK veröffentlicht seine Ergebnisse zur stark getriebenen Zwei-Elektronen-Anregung in Helium durch...

Im Focus: Distorted Atoms

In two experiments performed at the free-electron laser FLASH in Hamburg a cooperation led by physicists from the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear physics (MPIK) demonstrated strongly-driven nonlinear interaction of ultrashort extreme-ultraviolet (XUV) laser pulses with atoms and ions. The powerful excitation of an electron pair in helium was found to compete with the ultrafast decay, which temporarily may even lead to population inversion. Resonant transitions in doubly charged neon ions were shifted in energy, and observed by XUV-XUV pump-probe transient absorption spectroscopy.

An international team led by physicists from the MPIK reports on new results for efficient two-electron excitations in helium driven by strong and ultrashort...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

Weniger Lärm in Innenstädten durch neue Gebäudekonzepte

08.11.2019 | Veranstaltungen

Automatisiertes Fahren und Recht

06.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Effizienz-Weltrekord für organische Solarmodule aufgestellt

11.11.2019 | Energie und Elektrotechnik

Antibiotika: Neuer Wirkstoff wirkt auch bei resistenten Bakterien

11.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Forschungsprojekt kombiniert Digitalisierung und Verfahrenstechnik

11.11.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics