Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanotechnologie: Sauberes Wasser dank Keramikfilter

01.06.2006


Wasser ist ein kostbares Gut – insbesondere sauberes Wasser. Befreit von Schmutz, Schadstoffen und Keimen kommt es aus der Kläranlage, in der Filter für die Wiederaufbereitung sorgen. Diese sind für die Qualität des Wassers von entscheidender Bedeutung.

Ein neuartiges Membranfiltersystem, das von der ItN Nanovation AG entwickelt wurde, setzt jetzt bei der Aufbereitung von Industrieabwässern und der Reinigung kommunaler Abwässer neue Maßstäbe. Effektiver als traditionelle Kläranlagen arbeitet das System von ItN Nanovation, dessen Kernstück ein keramischer Membranfilter mit 300 Nanometer feinen Poren ist. Kleinste Schmutzpartikel, Keime und Bakterien hält der Filter zuverlässig, schnell und ohne großen Aufwand zurück.

Bei der Technik, die erstmals im saarländischen St. Wendel eingesetzt wurde, handelt es sich um die weltweit erste Kläranlage dieser Art mit keramischen Flachmembranen der ItN Nonovation AG. Drei Nanofiltrationsmodule mit einer Fläche von 33 Quadratmetern reinigen derzeit acht Kubikmeter Wasser pro Tag, was dem Abwasser von 70 Verbrauchern entspricht. Bei Bedarf kann die zu reinigende Wassermenge durch den Einbau weiterer Module erhöht werden. Die in der Anlage eingesetzten Filtermembrane bereiten das Wasser soweit auf, dass die Keimbelastung weit unter den Grenzwerten der Badegewässerrichtlinie der EU liegt. Sogar Trinkwasserqualität kann durch die Bestrahlung des filtrierten Wassers mit UV-Licht oder Ozon aus Schmutz- bzw. Meerwasser hergestellt werden. Dies eröffnet ein nahezu unbegrenztes Einsatzspektrum für das patentierte Filtersystem.

Überall dort, wo unerwünschte Bakterien, Viren oder Pilze aus verschmutztem Wasser zu filtern sind, kommt die moderne Membrantechnologie zum Einsatz. Durch die platzsparende Bauweise kann sie an allen Orten errichtet werden, an denen Abwasseraufbereitungsanlagen gebraucht werden. Davon profitieren insbesondere ländliche Regionen, wo der Anschluss an zentrale Kläranlagen in aller Regel mit hohen Kosten verbunden ist. Dieser Vorteil macht die Technik auch für ärmere Länder interessant. Einen Markt sehen die Entwickler zudem in Hochwasser gefährdeten Gebieten; hier eröffnet eine schnelle Versorgung mit sauberem Wasser völlig neue Perspektiven.

Die Filtermembrane der ItN Nanovation AG haben gegenüber konventionellen Filtersystemen zahlreiche Vorteile, denn sie sind von höchster Qualität und dennoch extrem kostengünstig. Während handelsübliche Polymermembrane durch Witterungseinflüsse, mechanische Abnutzung und einen vermehrten Bakterienbefall häufig zu Verschleiß und Ausfallerscheinungen neigen, zeichnen sich die fein beschichteten, robusten Keramikfilter durch eine erhöhte thermische Beständigkeit, Resistenz gegen aggressive Medien und Unempfindlichkeit gegen Bakterien- und Pilzbefall aus. Mit anderen Worten: sie sind langlebig und leistungsfähig und gewährleisten eine wartungsarme Funktionalität über Jahrzehnte.

Kontakt:
Andreas Kuntz
ItN Nanovation AG
Untertürkheimer Straße 25
66117 Saarbrücken
Tel.: (06 81) 50 01- 4 67
E-Mail: andreas.kuntz@itn-nanovation.com

Helga Hansen | Innovationseinblicke Saarland
Weitere Informationen:
http://www.itn-nanovation.de
http://www.innovation.saarland.de

Weitere Berichte zu: Filter ItN Keramikfilter Kläranlage Nanovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Mit Polyphosphat gegen die Plastikberge in den Weltmeeren
03.09.2018 | Fachhochschule Münster

nachricht Nasschemisches Beschichtungsverfahren mit Potential
30.08.2018 | INNOVENT e.V. Technologieentwicklung Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bei Depressionen ist Hirnregion zur Stresskontrolle vergrößert

20.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Was Einstein noch nicht wusste

20.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics