Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit modularem Mikroprozesssystem schneller zum Produkt

05.05.2006


Ein offenes, modular aufgebautes Mikroprozesssystem mit integrierter Automatisierung hat Siemens Automation and Drives (A&D) unter der Bezeichnung Siprocess entwickelt. Das System ist für die chemisch-pharmazeutische Industrie konzipiert, dort speziell für die Entwicklung neuer oder die Optimierung bestehender Prozesse sowie die Herstellung erster Produktmengen. Das neue Mikroprozesssystem Siprocess wird derzeit in der Labortechnik zur Entwicklung und Optimierung von Verfahren eingesetzt und ermöglicht die mikrotechnikbasierte Reaktion von bis zu drei Ausgangsstoffen zu einem Produkt in der flüssigen Phase. Es lassen sich auch bis zu mehrere Tonnen der gewünschten Substanz pro Jahr herstellen. Damit ist das System bereits für die Herstellung erster Produktmengen geeignet.

Siprocess setzt sich aus einzelnen, fünfzehn Zentimeter breiten Edelstahlmodulen zusammen. Diese decken die notwendigen Funktionen einer chemischen Synthese ab: Dosieren, Vermischen und Reagieren, Probeentnahme sowie Druck und Temperatur regeln. Jedes Modul enthält eine eigene Sensorik und Elektronik mit vorkonfigurierten Funktionen, die die modulinterne Aktorik steuern. Die Module werden über einen Datenbus an das Prozessleitsystem Simatic PCS 7 angeschlossen und von diesem zentral gesteuert, bedient und beobachtet. Die automatisierungstechnische Konfiguration des Systems ist einfach und kann vom Bediener selbst – etwa nach Umbauten – vorgenommen werden.

Das Mikroprozesssystem lässt sich in nur einem Tag aufbauen und in Betrieb nehmen. Zudem benötigt die kompakte Anordnung der Module gegenüber konventionellen Aufbauten wesentlich weniger Platz im Labor. Aufgrund der offenen Bauweise und Systemauslegung kann der Anwender eigene Bauteile einfach einbinden. Die integrierte Automatisierung vereinfacht die Bedienung des Systems und bietet im täglichen Einsatz hohe Effizienz und Zuverlässigkeit.

Zusätzlich zur schnellen Prozessentwicklung im Labor erhält der Siprocess-Anwender auch die weiteren Vorteile der Mikroprozesstechnik. Diese reichen von besserer Wärmeabfuhr, kürzeren Mischzeiten und deutlich höherer Produktausbeute bis zum Entfall des „Scale-up“-Risikos, das herkömmlich beim Übergang von Labor zu Produktion besteht.

Siprocess soll ab Herbst 2006 in enger Zusammenarbeit mit Anwendern in Europa eingesetzt werden. Ziel dieser regional fokussierten Einführungsphase ist es, Betriebserfahrung für verschiedenste Aufgabenstellungen im Laborumfeld zu sammeln. Die Erkenntnisse hieraus fließen in die weitere Optimierung des Systems ein, um so gemeinsam mit den Anwendern die Entwicklungsschritte für die Übertragung in die Produktion und den weltweiten Einsatz in der chemisch-pharmazeutischen Industrie zu gestalten.

Leseranfragen bitte unter Stichwort „AD 1028“ an: Siemens Automation and Drives, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth. Fax ++49 911 978-3321 oder E-Mail: infoservice@siemens.com

Volker M. Banholzer | Siemens A&D Press Release
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com
http://www.siemens.de/automation/press

Weitere Berichte zu: Labor Mikroprozesssystem Modul Optimierung Siprocess

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Fraunhofer IMWS entwickelt Prüfverfahren für Elektronik-Schutzgehäuse
18.12.2018 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

nachricht Neue Methode für sichere Herstellung von Nylon-Vorstufe
30.11.2018 | Universität Bielefeld

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics