Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energie wird billiger mit Glasfasersensoren

14.09.2001


Neue faseroptische Sensoren können die Temperatur und die mechanische Belastung von Kraftwerksanlagen, Flugzeugen und Bauwerken online überwachen. Am 20. September werden die Entwicklungsergebnisse öffentlich präsentiert.

Mehr Sicherheit mit Glasfasersensoren: Fünf Unternehmen und ein Forschungsinstitut haben gemeinsam faseroptische Sensoren entwickelt, die sowohl die Temperatur als auch die mechanische Belastung von Kraftwerksanlagen, Flugzeugen und Bauwerken online überwachen können. Damit lassen sich zu hohe Belastungen beispielsweise von Generatoren frühzeitig erkennen und verhindern. Auch unter widrigen Bedingungen funktionieren diese Sensoren zuverlässig; elektromagnetische Strahlungen, hohe Temperaturen oder aggressive Chemikalien können ihnen nichts anhaben. Am kommenden Donnerstag, 20. September, werden die Projektpartner ihre Entwicklungsergebnisse öffentlich präsentieren. Die Entwicklungsarbeiten wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderkonzeptes "Mikrosystemtechnik 2000+" mit 5,59 Mio. DM unterstützt.

An die technische Sicherheit und wirtschaftliche Betriebsführung von Industrieanlagen, Transportmitteln oder Bauwerken werden weltweit zunehmend höhere Anforderungen gestellt. Mit Hilfe geeigneter technischer Überwachungs- und Diagnosesysteme lassen sich nicht nur Havarien vermeiden, sondern auch Milliardenwerte an Energie und Material einsparen.

Die Nutzung dämpfungsarmer Lichtleitungen in dünnen Glasfasern eröffnet Möglichkeiten zur Realisierung neuartiger Sensoren und Messsysteme. Faseroptische Sensoren haben eine ganze Reihe von anwendungsspezifischen Vorteilen. So funktionieren sie auch dort, wo konventionelle elektronische Sensoren aufgrund von widrigen Umgebungsbedingungen keine exakten Messergebnisse liefern können - beispielsweise in starken elektromagnetischen Feldern, Hochspannungs- oder Kernstrahlungsbereichen, explosiven oder chemisch aggressiven Medien sowie bei hohen Temperaturen.

In Kombination mit einer verstärkerlosen optischen Signalübertragung ermöglichen miniaturisierbare und flexible Lichtwellenleiter-Sensoren die Installierung von räumlich verteilten Sensor-Netzwerken mit bis zu mehreren hundert Messstellen. Damit kann die Stressbelastung von Anlagen auch in räumlich verteilten und schwer zugänglichen Bereichen kontinuierlich erfasst werden. Zudem lassen sich Sensor-Glasfasern in Verbundwerkstoffe wie Beton oder Kohlefaser-Verbundmaterialien integrieren.

Die Verbundpartner erwarten mit der Integration faseroptischer Überwachungssysteme in Kraftwerksgeneratoren, Leistungstransformatoren und Großantrieben eine deutliche Senkung der Betriebs- und Wartungskosten sowie eine höhere Auslastung und Lebensdauer dieser Anlagen. Auch in Flugzeugen, Schienen- und Kraftfahrzeugen und der Raumfahrt kann die Entwicklung zum Einsatz kommen. Über in Verbundwerkstoffe integrierte faseroptische Dehnungs-Sensorsysteme beispielsweise können adaptive Flugzeug-Tragflügel realisiert werden. Die Flügelgeometrie wird optimal an den jeweiligen Flugzustand angepasst und ermöglicht so deutliche Kraftstoffeinsparungen. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die faseroptische Überwachung von Bauwerken.

Die Projektpartner präsentieren ihre Ergebnisse am kommenden Donnerstag, 20. September, ab 10 Uhr in den Räumen der Siemens AG, Paul-Gossen-Straße 100, Erlangen. Weitere Informationen gibt es beim Projektträger:

VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH
Klaus Beumler
Telefon: 03328/435-194, E-Mail: beumler@vdivde-it.de

Wiebke Ehret | idw

Weitere Berichte zu: Glasfasersensor Sensor Temperatur Verbundwerkstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten
18.07.2018 | BIAS - Bremer Institut für angewandte Strahltechnik GmbH

nachricht Neues Verfahren verbessert Haltbarkeit der Beschichtung auf Werkzeugen
12.07.2018 | Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics