Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der elektrische Sherpa

03.08.2001


Mit dem neuen Transportgerät können schwere Lasten elektrisch ausbalanciert werden. Ein Bediener genügt, um die Waschmaschine in das Fahrzeug zu verladen und sicher über die Treppe zu befördern



Eine Waschmaschine in Rekordzeit die Treppe hinaufzutragen, mag den Jungs von »Wetten dass!« vielleicht gelingen - Normalsterbliche schaffen es nur mit Ach und Krach. Ist der Träger gar allein, sollte er es besser lassen und seine Wirbelsäule schonen. Es sei denn, er verfügt über ein Transportgerät, das ihn dabei unterstützt. Bisherige Hilfsgeräte eignen sich meist jedoch nur für Einzelaufgaben wie das Be- und Entladen von Kraftfahrzeugen, für den Transport in der Ebene oder um die Last hochzuheben. Bereits auf leicht gewundenen Treppen stoßen sie an ihre Grenzen. Zudem sind diese Geräte oft unhandlich und man muss sie geschickt und kraftvoll bedienen. Nachteile, die eine neue und vielseitige Konstruktion nicht kennt. Der Erfinder hat sie kürzlich patentieren lassen. Die Fraunhofer-Patentstelle PST hat ihn beraten und unterstützt. Inzwischen wird das Gerät vom Unternehmen Reng Blechtechnik GmbH in Lizenz produziert.

»Das entscheidende an dem neuen Transportgerät ist sein flexibler Lastschwerpunkt«, betont Ingenieur Thomas Thurm von der PST. »Die Höhe der Transportgutes kann vom Nutzer über eine motorbetriebene Spindel eingestellt werden. Die elektrische Energie hierfür liefern zwei Trocken Dipl.-Ing. Thomas Thurm Batterien im Gerät.« Die ausbalancierte Last lässt sich in der Ebene wie mit einer herkömmlichen Sackkarre transportieren - nur bequemer. Interessant wird es, wenn eine Treppe kommt oder das Gerät in einen Kleintransporter verladen werden soll: Durch eine bewegliche Schiene, die sich unten abstützt, wird die Last angehoben und auf der höheren Stufe über dem Radpaar erneut ausbalanciert. Die Schiene wird eingezogen und die nächste Stufe kann in Angriff genommen werden. Mit dieser Funktion hievt sich das Gerät auch fast wie von selbst in den Transporter. Wenn der Bediener trotz des geringen Kraftaufwands eine Verschnaufpause braucht, stehen Last und Gerät dank der Bremsschuhe sicher mitten auf der Treppe.

Sollen etwa Spielautomaten oder Tresore an der Wand befestigt werden, so hält sie der Transporter mit seiner elektromagnetischen Bremse sicher in der vorgesehenen Höhe. Bei der Konstruktion wurde besonders darauf geachtet, dass sie möglichst wenig zusätzlichen Stauraum beansprucht. »So weit haben wir und die Firma Reng den elektrischen Sherpa auf den Weg gebracht«, fasst Thurm zusammen. »Nun suchen wir gemeinsam mit dem Erfinder einen kompetenten Partner für den Vertrieb. Möglicherweise eröffnen sich für Spediteure, Lieferanten und Monteure ganz neue Anwendungsfelder.«

Dipl.-Ing. Thomas Thurm | Mediendienst

Weitere Berichte zu: Erfinder Schiene Sherpa

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Wie bioökonomisch optimierte Ressourcen- und Energiekreisläufe bei der Produktion nachhaltiger Lebensmittel helfen
14.02.2020 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Von der Natur für die Creme-Dose: neues Verfahren aus dem LIKAT auf der Basis von Zuckerrohr
31.01.2020 | Leibniz-Institut für Katalyse e. V. an der Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics