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RheinAhrCampus Remagen mit zwei Exponaten aus der Sensortechnik

06.04.2005


Die Erkennung der Position der Stahlstäbe im Produktionsprozess eines Walzwerkes stellt ein schwieriges Problem dar. Die Stahlstäbe werden in glühendem Zustand oberhalb der Curie-Temperatur verformt und dann Schritt für Schritt in Abhängigkeit des gewünschten Endproduktes im Prozess abgekühlt und weiterbehandelt. Die Legierungen der einzelnen Stäbe können dabei stark variieren. Typische Produkte können Halbzeuge aus Edelstahl oder Baustahl sein. Das Ziel eines FuE-Projektes zwischen dem RheinAhrCampus Remagen und den Edelstahlwerken Südwestfalen in Siegen ist die Realisierung eines Sensorprototyps für diesen Anwendungsbereich, der die drei erforderlichen Messgrößen erfasst und damit eine optimale Anlagenautomatisierung ermöglicht. "Sehr Erfolg versprechend ist ein Konzept, bei dem die Wirbelstromtechnik eingesetzt wird", erläutert der Projektleiter, Prof. Dr.-Ing. Himmel, vom RheinAhrCampus.



Die Wirbelstromtechnik ist bekannt aus der Abstandsmessung und der Durchmesserprüfung. Die Spulenanordnungen der Systeme zur Durchmesserprüfung sind jedoch zu komplex. Geplant ist die Anordnung von zwei ringförmigen HF-Spulen im Abstand von etwa 40mm auf einem keramischen rohrförmigen Träger mit einem Durchmesser von etwa 100mm. Mit diesen Spulen, die Teil eines Schwingkreises sind, soll je ein elektromagnetisches Wechselfeld mit einer Frequenz im MHz-Bereich erzeugt werden. Die Stahlstäbe werden durch die Spulen geführt, wodurch sich die Oszillatorfrequenz in Abhängigkeit des Durchmessers der Stahlstäbe verändert. Demonstriert wird das Verfahren auf dem Gemeinschaftsstand der "Wissenschaftsregion Bonn" Halle 2, Stand D35.



Unverhältnismäßigkeiten bei der Produktion und/oder dem Abfluss von Liquor, z.B. verursacht durch traumatische Ereignisse oder pathophysiologische Veränderungen, können den Einsatz einer temporären Liquordrainage erfordern. Im zweiten Exponat der Arbeitsgruppe um Prof. Himmel wird eine Kooperation mit der Fa. Medical Micro Systems aus Andernach vorgestellt. In diesem FuE-Vorhaben soll ein System zur elektronischen Regelung des Liquordruckes entwickelt werden. "Im therapeutischen Einsatz kann somit der Aufwand der medizinischen Betreuung und das Infektionsrisiko des Patienten gesenkt werden, zudem wird die Mobilität des Patienten erhöht", ist Himmel überzeugt. Erste Forschungsergebnisse werden auf dem Gemeinschaftsstand "Innovatives Rheinland-Pfalz", Halle 2, Stand C46 präsentiert.

Dr. Anke Hülster | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koblenz.de

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