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RUB-Maschinenbauer testen Mehrphasenpumpen: Öl fördern ohne Plattformen

01.02.2005


Verbundprojekt aus Wissenschaft und Industrie



Eine Alternative zu Bohrinseln sind Mehrphasenpumpen, die unter Wasser in schwer zugänglichen Gebieten Öl fördern. Bochumer Forscher um Juniorprofessor Dr.-Ing. Jan Scholten (Arbeitsgruppe Baumaschinentechnik, Fakultät für Maschinenbau der RUB) sind seit Oktober 2004 an einem entsprechenden Verbundprojekt beteiligt: Aufgabe der Arbeitsgruppe ist, die Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Pumpen wissenschaftlich zu prüfen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt, an dem auch Industrieunternehmen beteiligt sind.



Neue Veranstaltungsreihe: The Future is Subsea

Über das Forschungsvorhaben und die Möglichkeiten der Zukunftstechnologie informieren die Bochumer Maschinenbauer und ihre Kooperationspartner in der neuen öffentlichen Veranstaltungsreihe "The Future is Subsea": Den Auftakt macht morgen, 2.2., Dipl.-Ing. G. Rohlfing, technischer Direktor der Firma Bornemann und Leiter des Verbundprojekts, zum Thema "Nutzen und Know-how der Mehrphasentechnologie" (8.30 Uhr, Hörsaal HIB). Dabei zeigen auch zwei junge RUB-Wissenschaftler unter dem Aspekt "Von der Vorlesung zur Forschung", wie sie die im Studium erlernte Theorie in praktische Forschungsarbeit umsetzen.

Zuverlässige und sichere Pumpen

Ziel des Verbundprojekts ist, eine Pumpe zu entwickeln, die ein Gemisch aus Gas, Öl, Wasser und Feststoffen ohne vorherige Separation fördern kann und die in Wassertiefen bis 1.000 Metern zuverlässig arbeitet. Diese Mehrphasenpumpe (eine sog. Schraubenspindelpumpe) ist auf dem Meeresgrund installiert und transportiert das Gemisch direkt zu einer zentralen Raffinerie an Land. Damit kann es in Zukunft möglich sein, auf kostenintensive und wenig umweltverträgliche so genannte Offshore-Plattformen zu verzichten. Die RUB-Maschinenbauer entwickeln in diesem Projekt Methoden, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Pumpen am Computer nachzuweisen, da der Ausfall einer solchen Anlage große ökologische und ökonomische Schäden nach sich ziehen würde.

Weitere Informationen

Juniorprofessor Dr.-Ing. Jan Scholten, Dipl.-Ing. Jan Camphausen, Dipl.-Ing. Tobias Wiedemann, Arbeitsgruppe Baumaschinentechnik, Fakultät für Maschinenbau der RUB, Tel. 0234/32-26722, -27369, -26724, E-Mail: scholten@lmf.rub.de, camphausen@lmf.rub.de, wiedemann@lmf.rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.lmf.rub.de

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