Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ammoniakabzug in Vergasungsanlagen

01.12.2004


Aus Biomassevergasung hergestellte erneuerbare Energie ist eine sehr bedeutende Energieform. Ihre Herstellung ist jedoch noch relativ umweltschädlich, weil dabei NOx-Emissionen entstehen. Diese Emissionen bilden sich normalerweise aus dem während der Vergasung erzeugten Ammoniak. Der Abzug von Ammoniak aus den Gasprodukten des Gasgenerators würde die Bildung solcher Emissionen verhindern.


Mit diesem Ziel vor Augen wurde im Rahmen des AMMONIA-REMOVAL-Projektes das Verfahren der selektiven katalytischen Oxidation (Selective Catalytic Oxidation = SCO) entwickelt. Die Untersuchung dieses Prozesses bot eine bessere Einsicht in die Reaktionen von Ammoniak und Oxidationsmitteln auf der Katalysatoroberfläche. Dabei erfolgte die Evaluierung und Spezifikation der wichtigsten Eigenschaften, die ein Katalysator für die Oxidation von Ammoniak aufweisen sollte. Die Auswirkungen solcher Eigenschaften wie Säuregehalt der Oberfläche, der Metallart und -konzentration wurden untersucht und darauf basierend neue SCO-Katalysatoren entworfen. Die Massenerzeugung der Katalysatoren wurde auch mit Hinblick auf Imprägnierungsmethoden, Trocknungsbedingungen und Kalzinierungen, ¥d.h. Aufheizgeschwindigkeit sowie Verweiltemperatur und zeit, optimiert.

Die Untersuchung des SCO-Prozesses gewährte zusätzlich seine Optimierung und die Erforschung von Umsetzungsmöglichkeiten im Pilotmaßstab. Deshalb wurde nach der Evaluierung mehrerer unterschiedlicher kinetischer Gasphasenmodelle ein einfaches Modell mit vier heterogenen Reaktionen ausgewählt. Die Ergänzung der Gasphasenvorrichtung mit diesem Modell zeigte die gleichen Ergebnisse, wie sie bei der Anwendung des neu konzipierten Katalysators beobachtet worden waren. Mit diesem Prognosemodells kann die Umwandlung von Ammoniak und Wasserstoff unter verschiedenen Experimentbedingungen wie Temperatur und Sauerstoffkonzentration sehr gut vorausberechnet werden.


Die im Rahmen des AMMONIA-REMOVAL¥-Projektes erlangten Ergebnisse lassen auf eine sinnvolle Anwendung bei der Entwicklung katalytischer Gasreinigungsvorgänge für Vergasungsprozesse hoffen. Das kinetische Modell für die SCO kann ebenfalls für die Modellierung anderer ähnlicher Probleme einschl¥ießlich der Heißgasreinigung von Gasen aus Kohlegasgeneratoren von großer Bedeutung sein. Weitaus wichtiger ist das erlangte Prozessverständnis, das die Grundlage für die Konzeption und Optimierung der Gasreinigungsprozesse mit Katalysatoren sein kann. Für we¥itere Tests der Stabilität des neuen Katalysatoraufbaus unter industriellen Bedingungen werden Interessenten gesucht. Für den Einsatz des neuen Katalysatoraufbaus werden auch Katalysatorhersteller bzw. -unternehmen gesucht, die Vergasungstechnologien nutzen.

Kontaktangaben

Jenny Jones
University of Leeds
Dept. of Fuel and Energy
Woodhouse Lane Leeds
LS2 9JT Leeds, Großbritannien
Tel: +44-113-2332498
Fax: +44-113-2440572
Email: j.m.jones@leeds.ac.uk

Jenny Jones | ctm
Weitere Informationen:
http://www.leeds.ac.uk

Weitere Berichte zu: Ammoniak Ammoniakabzug Katalysator Oxidation SCO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Mit Polyphosphat gegen die Plastikberge in den Weltmeeren
03.09.2018 | Fachhochschule Münster

nachricht Nasschemisches Beschichtungsverfahren mit Potential
30.08.2018 | INNOVENT e.V. Technologieentwicklung Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Im Focus: Patented nanostructure for solar cells: Rough optics, smooth surface

Thin-film solar cells made of crystalline silicon are inexpensive and achieve efficiencies of a good 14 percent. However, they could do even better if their shiny surfaces reflected less light. A team led by Prof. Christiane Becker from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) has now patented a sophisticated new solution to this problem.

"It is not enough simply to bring more light into the cell," says Christiane Becker. Such surface structures can even ultimately reduce the efficiency by...

Im Focus: Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

In deutschen Krankenhäusern führen die MRE jährlich zu tausenden, teils lebensgefährlichen Komplikationen. Denn wer sich zum Beispiel nach einer Implantation...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungen

Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung

18.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Latest News

Making better use of enzymes: a new research project at Jacobs University

19.09.2018 | Life Sciences

Light provides spin

19.09.2018 | Physics and Astronomy

Enjoying virtual-reality-entertainment without headache or motion sickness

19.09.2018 | Information Technology

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics