Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwicklung von Werkzeugen zur Fertigung von komplexen Komponenten

24.11.2004


Die Fertigung von komplexen und harten Komponenten für moderne industrielle Anforderungen erfordert die Entwicklung von Schneidwerkzeugen und Bearbeitungsverfahren mit höherer Genauigkeit und längerer Haltbarkeit. Dafür müssen aber zunächst die grundlegenden Voraussetzungen für die Entwicklung von verbesserten flexiblen Fertigungsverfahren mit hochdichten Materialien erfüllt werden. Genau das hat jetzt ein feinwerktechnisches Unternehmen aus den Niederlanden getan.



Mit Hinblick auf die Fertigung von feinwerktechnischen Komponenten für industrielle Anwendungen wie Lagerringen, Kraftstoffeinspritzsystemen und hydraulischen Anwendungen muss die Maschinerie an sich sogar noch moderner sein. Der Grund hierfür liegt darin, dass das momentane Genauigkeitsniveau in einem Bereich von weniger als T4 (ISO-Toleranzklasse) liegt und dass die Komponenten durch Hartdrehen hergestellt werden. Deshalb müssen die genutzten Werkzeuge noch härter und stabiler sein.

... mehr zu:
»Fertigung »Werkzeug


Während der Projektuntersuchungen wurden Tests an Schneidplattenbefestigungen und an der Werkzeugkonstruktion durchgeführt, die das Bedürfnis nach Verbesserungen aufdeckten, mit denen eine optimale Qualität und Kostenvorteile erreicht werden sollen. Deshalb wurden zwei bestimmte Aspekte näher untersucht: die Fertigung von optimalen Schnittkanten mit Schleifmaschinen sowie drei verschiedene Arten von Werkzeughaltern.

Das führte zur Optimierung der Gestaltung der Werkzeugtasche, zu deren Fertigung aus hochdichten Materialien sowie zur Entwicklung von intern gekühlten Werkzeughaltern. Ein dritter Schwerpunkt lag auf der Entwicklung von Werkzeughaltern für die Bearbeitung von schmalen Bohrlöchern und auf der Überprüfung ihrer Leistungsfähigkeit. Dies führte zu Gestaltungsrichtlinien für geeignete Präzisionswerkzeuge.

Wie sich zeigte, können die Prototypen der Werkzeughalter mit internen Kühlsystemen die thermale Ausbreitung der Werkzeuge während des Schneidens verringern, wodurch optimale Genauigkeiten realisiert werden können. Durch die neuen Werkzeughalter für schmale Bohrlöcher können die kostenintensiveren Schleifprozesse durch Hartdrehen ersetzt werden, was zu einer verbesserten Qualität führt.

Durch weitere Verbesserungen mit Hinblick auf die Herstellung von Schnittkanten konnte mit diesem Projekt ohne Zweifel tatsächlich das Drehen von hartem Metall realisiert werden. Davon konnte man früher nur träumen. Diese Ergebnisse werden mit Sicherheit zu einem umfassenden und starken Wettbewerbsvorsprung für europäische feinwerktechnische Unternehmen bei der heutigen und zukünftigen Fertigung von komplexen geometrischen Formen führen.

Kontaktangaben:

John an den Sanden
SKF Engeneering and Research Centre b.v.
16 Kelvinbaan 16
PO Box 2350
3439 MT Nieuwegein, Niederlande
Tel: +31-30-6075957

John an den Sanden | ctm

Weitere Berichte zu: Fertigung Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues Verfahren verbessert Haltbarkeit der Beschichtung auf Werkzeugen
12.07.2018 | Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

nachricht Neue Technologie für ultraglatte Polymerfolien
27.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics