Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maßgeschneidertes Lichtmanagement: Kleine Strukturen ganz groß

01.06.2004


Britisches Unternehmen investiert in Fraunhofer ISE-Ausgründung Holotools

Mikrostrukturen können Oberflächen von Anzeigen entspiegeln. Sie können Projektionsschirme heller erscheinen lassen und Tageslicht in Gebäude lenken oder Sonnenschutz bieten. Für solche großflächigen Anwendungen werden präzise gefertigte Strukturen mit Dimensionen im Mikrometerbereich auf Quadratmeter großen Flächen benötigt. Wie man Mikrostrukturen bestehend aus Milliarden bis Billionen von Strukturdetails mittels holographischer Verfahren gleichförmig auf wenige Nanometer genau herstellt, das ist das Know-how der aus dem Fraunhofer ISE ausgegründeten Firma Holotools GmbH. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist an dem jungen Freiburger Unternehmen beteiligt. Holotools nutzt die seit 1995 am Fraunhofer ISE entwickelte Technologie in Lizenz und nimmt damit weltweit eine Spitzenstellung ein.

Auf diesen Vorteil setzt auch der britische Folienhersteller Autotype: Der langjährige Projektpartner und Kunde des Fraunhofer ISE mit 140 Jahren Firmengeschichte tritt als strategischer Investor in das neu gegründete Unternehmen ein. Zu beiderseitigem Vorteil, denn während Holotools vom Marktzugang über den großen Partner profitiert, kann Autotype seinerseits die Herstellung der Masterstrukturen bei Holotools nutzen, um sein Produktspektrum mikroreplizierter Folien zu erweitern. »Unser Angebot der Herstellung von Standardstrukturen wird ergänzt durch weitergehenden Service«, so Holotools-Geschäftsführer Volkmar Boerner, »wir beraten beispielweise auch hinsichtlich nachfolgender Verarbeitungsprozesse und können Strukturen kundenspezifisch optimieren. Bei Bedarf nutzen wir und unsere Kunden die Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen des Fraunhofer ISE.«

Der Trend, Oberflächen mit präzise gefertigten Mikrostrukturen neue Funktionen zu verleihen, ist noch relativ neu und erst in Nischenmärkten etabliert. Das von Holotools benutzte Verfahren hat gegenüber anderen Technologien den Vorteil, dass man Mikrostrukturen mit genau definierten optischen Funktionen großflächig homogen herstellen kann. Anwendung finden die Strukturen

  • beispielsweise in der Displaytechnik, wo sie die Ausleuchtung und die Lesbarkeit optimieren,
  • in der Beleuchtungstechnik, wo sie das Licht von Leuchten gezielt lenken,
  • in der Tageslichtlenkung in Gebäuden. Dort vermeiden sie im Gegensatz zu herkömmlich eingesetzten Jalousien die Überhitzung durch das direkte Sonnenlicht und lassen gleichzeitig das diffuse Tageslicht durch. Dies führt zu einer deutlich optimierten Versorgung mit natürlichem Licht.

Die Kunden von Holotools sind Folienproduzenten und Hersteller optischer Komponenten aus Kunststoff, für die die Freiburger Jungunternehmer Prägewerkzeuge fertigen. Hierzu zählen auch Produzenten von Schmuckhologrammen oder von Sicherheitsmerkmalen auf Etiketten mittels Lichtbeugung.

Auf der Optatec vom 22.-25. Juni 2004 in Frankfurt präsentieren das Fraunhofer ISE und Holotools kleine Strukturen auf großen Flächen:

Fraunhofer-Gesellschaft: »Optische Technologien – vom Design zum System«, Halle 3, Stand D 65 und D 58

Informationsmaterial:

Fraunhofer ISE, Presse und Public Relations Tel. +49 (0) 7 61/45 88-51 50, Fax +49 (0) 7 61/45 88-93 42 E-Mail: info@ise.fraunhofer.de



Fraunhofer-Institut für


Solare Energiesysteme ISE
Heidenhofstraße 2
79110 Freiburg

Presse und Public Relations
Karin Schneider
Tel.: +49 (0) 7 61/45 88-51 50
Fax: +49 (0) 7 61/45 88-93 42
E-Mail: info@ise.fraunhofer.de

| Fraunhofer ISE
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Holotools Mikrostruktur Tageslicht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten
18.07.2018 | BIAS - Bremer Institut für angewandte Strahltechnik GmbH

nachricht Neues Verfahren verbessert Haltbarkeit der Beschichtung auf Werkzeugen
12.07.2018 | Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics