Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prototyp aus dem Spezial-Drucker

19.03.2004


TU-Wien-Technologie macht teure und langwierige Entwicklungsphase unnötig



Langwierige Entwicklungsphasen in der Fertigungshalle gehören bei der Entwicklung von Prototypen bald der Vergangenheit an. Eine innovative Technologie der Technischen Universität Wien macht es möglich, Ersatzteile auf Abruf oder maßgeschneiderte Implantate für die Biomedizin auf einem neu entwickeltem 3D-Drucker herzustellen. Damit werden die handgefertigten Prototypen nicht mehr aus der Fertigungshalle, sondern in Zukunft aus dem Drucker kommen.

... mehr zu:
»3D-Drucker »Drucker »Lagerung


Prototypen von PET-Flaschen über Nähmaschinen bis zu Häuserteilen können von dem Drucker, der Druckköpfe, wie sie auch in herkömmlichen Tintenstrahldruckern eingebaut sind, verwendet, geschaffen werden. Eine Computerzeichnung genügt, auf Knopfdruck werden die dreidimensionalen Objekte dann ausgedruckt. Die dreidimensionalen Drucktechniken erlauben den "Ausdruck" beliebig geformter Prototypen direkt vom Schreibtisch des Designers aus. In der industriellen Anwendung werden diese Techniken, die Rapid Prototyping genannt werden, verwendet, um kurzfristig Prototypen in der Entwurfsphase neuer Produkte herzustellen.

Vorteile sind neben der billigeren Herstellung auch der Entfall von Lagerungen von Ersatzteilen: Die Teile sind dann quasi auf Abruf bereit. Kostenintensive Lagerung und Vorausproduktion lassen in Zukunft Wartung und Pflege vieler technischer Geräte wesentlich preisgünstiger bewerkstelligen. Die Herausforderungen, die vor einem routinemäßigen Einsatz dieser Möglichkeiten gemeistert werden müssen, liegen auf zwei Gebieten: Zum einen müssen 3D-Drucker die hohen Anforderungen an Präzision und Oberflächenqualität von Konsumgütern noch besser erfüllen. Zum anderen muss der verwendete Drucker in der Lage sein, verschiedene Materialanforderungen zu erfüllen.

Das Rapid Prototyping ermöglicht die Herstellung komplexer Bauteile aus einer Vielzahl verschiedener Materialien. Am Institut für Werkstoffkunde der TU Wien werden zellulare Strukturen gebaut, deren Geometrie in Anlehnung an natürliche Knochen gewählt wird. Durch neuartige Materialentwicklungen können diese Strukturen aus biologisch verträglichen Biokeramiken gefertigt werden. Damit lassen sich Knochenersatzmaterialien herstellen.

Am Projekt sind auch das Wiener Ludwig Boltzmann Institut für Osteologie, Experten vom Max Planck Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung aus Potsdam und Maschinenbauer der TU-Wien beteiligt.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.tuwien.ac.at

Weitere Berichte zu: 3D-Drucker Drucker Lagerung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Bionik im Leichtbau
17.08.2018 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Phänomenologisches Berechnungskonzept verkürzt das Auslegen von Spritzgussformteilen
13.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

In Form gebracht

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Superauflösende Mikroskopie - Neue Markierungssonden im Nanomaßstab

21.08.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics