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Internationale Normen für Laserstrahlen und -optiken ermöglichen Qualitätsvergleich

08.08.2003


Wer die besten Strahlquellen hat, der hat auf dem Lasermarkt die Nase vorn - doch wie lässt sich die Qualität vergleichen? Dafür liefern jetzt die mehr als 30 neuen und verbesserten Mess- und Prüfnormen für Laserstrahlen und -optiken aus dem internationalen Verbundprojekt CHOCLAB II eine unbestechliche Messlatte. Das BMBF hat die Entwicklung von Normen in der Lasertechnik wegen ihrer hohen wirtschaftlichen Bedeutung mit 8,5 Millionen Euro gefördert.

CHOCLAB (Characterisation of Optical Components and Laserbeams) ist ein EUREKA-Verbundprojekt von mehr als zehn Ländern, in dem Industriepartner und Forschungsinstitute auf internationaler Ebene zusammenarbeiten. Die Lasertechnik entwickelt sich rasant, deswegen braucht die Wirtschaft frühzeitig Standardmessverfahren. Die weltweite Ausrichtung des Projekts ist für die schnelle Einführung der Normen unverzichtbar. CHOCLAB II ist bereits die zweite Projektphase, die seit dem Jahr 2000 die erfolgreichen Arbeiten von CHOCLAB I fortsetzt.

Für den Marktführer Deutschland sind die international anerkannten Qualitäts-Standards ein großer Vorteil. Sie ermöglichen einen objektiven Vergleich und helfen so deutschen Herstellern, ihre Marktanteile auszubauen - denn die Qualität deutscher Laserstrahlquellen ist erfahrungsgemäß hoch. Deutschland hat sich seit den achtziger Jahren vom Importeur zum Exporteur von Lasertechnik entwickelt. Ungefähr 40 Prozent aller weltweit eingesetzten Laserstrahlquellen werden in Deutschland hergestellt, bei den Lasersystemen für die Materialbearbeitung sind es 25 Prozent.

Durch CHOCLAB sind jetzt direkte Voraussagen über die Beschaffenheit von Laserstrahlen und der damit bearbeiteten Produkte möglich. Bei der Anschaffung eines Lasers ist das von großer Bedeutung. So ist etwa für das Laserschweißen im Autobau neben der Leistung auch die Strahlqualität, verglichen mit einem Ideal-Laser, sehr wichtig. Wer mit geringerer Leistung schneller schweißen kann, senkt die Produktionskosten und verbessert seine Wettbewerbsfähigkeit. Die Eigenschaften von Lasern sind aber nur vergleichbar, wenn sie anhand reproduzierbarer Messverfahren ermittelt werden, wie sie die CHOCLAB-Normen bereitstellen.

In Deutschland wird das BMBF CHOCLAB-relevante Arbeiten in Form nationaler Verbundforschung weiter fördern. Wichtige Themen für die Zukunft sind beispielsweise die Laserstrahl- und Optikcharakterisierung im ultravioletten Bereich oder für die ultrakurzen Laserpulse der Femtosekundentechnologie.

Weitere Informationen:



Dr. Detlef Nickel


Universität Stuttgart
Institut für Strahlwerkzeuge
Pfaffenwaldring 43 70569 Stuttgart

Tel.: 0711/685-6847, Fax: -7244
E-mail: nickel@ifsw.uni-stuttgart.de

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de

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