Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltraum-Mission Ariane

14.01.2003


Mit Kasseler Sensor am Kometen-Staub

... mehr zu:
»IMA »Komet »Sensor »Weltraum »Weltraum-Mission

Wenn in den nächsten Tagen die Ariane-5-Rakete der European Space Agency (ESA) vom Weltraumhafen Kourou in Französisch Guyana abhebt, wird auch Hochtechnologie aus Kassel mit an Bord sein. Ein winziger Sensor, entwickelt von Physikern des Instituts für Mikrostrukturanalyse und Analytik (IMA) an der Universität Kassel unter Leitung von Prof. Dr. Rainer Kassing, soll dabei helfen, die Geheimnisse der ältesten Objekte in unserem Universum zu lüften ? der Kometen.

Der Kasseler Sensor ist eines von 26 Messinstrumenten an Bord des Kometenjägers Rosetta, den die Ariane-Rakete in den Weltraum befördern wird. Das Ziel seiner achtjährigen Reise durch das All ist der Komet 46P/Wirtanen. Dort soll Rosetta auf ihrem Weg durch den Schweif des kosmischen Eisbergs winzige Staubkörner einfangen. Das Kasseler Messgerät im Nano-Maßstab wird die Oberflächen dieser Partikel dann auf ihre magnetischen und elektrischen Eigenschaften hin untersuchen und ihre Zusammensetzung bestimmen. Außerdem ist der Sensor in der Lage, die Staubpartikel dreidimensional darzustellen. Mit diesen Abbildungen liefert er das Material für weitere ausführliche wissenschaftliche Analysen. Von den Ergebnissen der Untersuchungen erhoffen sich die ESA-Wissenschaftler neue Erkenntnisse darüber, ob zumindest ein Teil der Bausteine irdischen Lebens aus dem All stammt.


In einem Zeitraum von nur vier Jahren haben die Kasseler Physiker den Sensor entwickelt. Ihre Aufgabe war es, Messtechnik, die sich schon im Einsatz auf der Erde bewährt hat, weltraumtauglich zu machen. Auf seiner Langzeitmission im Weltall, unter dem Einfluss extremer Arbeitstemperaturen, der Beschleunigung an Bord der Raumfähre und der Strahlung im All soll der Sensor ebenso verlässliche Daten liefern wie auf der Erde. So wurde an der Universität Kassel eine völlig neue Sensorenreihe für den Einsatz im Weltraum entwickelt.

Noch in der Entwicklungsphase dieser Sensortechnik haben sich die Physiker Dr. Tomasz Debski und Wolfgang Barth, die zu der Zeit als Doktoranden an diesem Thema forschten, in die Selbstständigkeit gewagt. Mit ihrer Firma Nascatec GmbH arbeiten sie eng mit dem IMA der Universität Kassel zusammen und beliefern mit ihrer Technik nun auch die Europäische Weltraumagentur.

Weitere Informationen:

Universität Kassel - Fachbereich Physik -
Prof. Dr. Rainer Kassing
Heinrich-Plett-Str. 40
34132 Kassel
Telefon: (0561) 804 4586
Telefax: (0561) 804 4136
E-Mail: kassing@physik.uni-kassel.de

oder

Nascatec GmbH
Wolfgang Barth
Dr. Tomasz Debski
Ludwig-Erhard-Str. 10
34131 Kassel
Telefon:(0561) 920 88 300
Telefax:(0561) 920 88 309
E-Mail: info@nascatec.com


Prof. Dr. Rainer Kassing | Universität Kassel

Weitere Berichte zu: IMA Komet Sensor Weltraum Weltraum-Mission

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Bionik im Leichtbau
17.08.2018 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Phänomenologisches Berechnungskonzept verkürzt das Auslegen von Spritzgussformteilen
13.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics