Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prozesssicheres Remote-Schweißen mit dem Laser

11.11.2002


Am LZH wird eine Remote-Schweißanlage für große Bearbeitungsbereiche entwickelt. Durch die Führung eines Scanners über einen Standard-Industrieroboter, können Werkstücke über weitere Entferungen und hochgradig flexibel bearbeitet werden.



Das heutzutage industriell vielfältig eingesetzte Laserbeschriften erfolgt über bewegliche Scannerspiegel, die den Laserstrahl in Sekundenschnelle über die Oberfläche eines Werkstückes führen uns sie durch Materialabtrag oder Farbumschlag beschriften. Warum nicht dasselbe Prinzip für das Laserstrahlschweißen nutzen, natürlich mit wesentlich mehr Leistung? Dies ermöglicht noch mehr Flexibilität im Prozess, da der Laserstrahl über Scannerspiegel hochdynamisch über das Werkstück geführt wird.

... mehr zu:
»LZH »Prozess »Remote-Schweißen

Zur Zeit wird am LZH an der Entwicklung einer Remote-Schweißanlage für große Bearbeitungsbereiche gearbeitet, bei der der Scanner durch einen Standard-Industrieroboter geführt wird. Durch die Kombination der Vorteile von scannerbasierten Prozessen und robotergeführter Bearbeitung können Werkstücke nebenzeitoptimiert und hochgradig flexibel bearbeitet werden.

Eine besondere Bedeutung haben dabei optische Sensoren zur Erkennung der Nahtposition und zur automatisierten Überwachung des Prozesses. Die Entwicklung geeigneter Sensorsysteme und angepasster Verfahren für die Prozesskontrolle ist Gegenstand der Arbeiten am LZH, das die grundlegenden Untersuchungen zur Prozessentwicklung und Prozessqualifizierung durchführt.


Auch an die verwendeten Festkörperlaser werden extreme Anforderungen bezüglich der Strahlqualität gestellt, um mit den notwendigen sehr langen Brennweiten hinreichend kleine Fokusdurchmesser zu erreichen. Aus diesem Grund wird ein neuentwickelter Hochleistungsscheibenlaser eingesetzt, der die erforderliche Strahlqualität liefert.
Bei einem System mit derart vielen Freiheitsgraden muss auch das Programmieren der Schweißbahnen handhabbar sein. Deshalb entwickelt das LZH eine angepasste Offline-Programmierung, die zusätzlich Strategien zur Verfahrwegsoptimierung enthalten wird.
Das übergeordnete Projektziel - ein flexibles und robustes Fertigungskonzept für das robotergeführte Remote-Schweißen - wird im wesentlichen an den Erfordernissen von zwei Anwendungsfeldern ausgerichtet: dem Automobilrohbau und der Fertigung von Kleinteilen für Haushaltsgeräte, der sogenannten "weißen Ware". Zusammen mit Industriepartnern aus den Bereichen der Lasertechnik, des Anlagenbaus sowie einem Spezialisten für optische Messtechnik arbeitet das LZH daran, das beschriebene Konzept zum Remote-Schweißen in die Praxis umzusetzen. Die Forschungsarbeiten werden vom BMBF durch den Projektträger für Produktion und Fertigungstechnologien (PFT) im Forschungszentrum Karlsruhe GmbH unterstützt.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: LZH Prozess Remote-Schweißen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Phänomenologisches Berechnungskonzept verkürzt das Auslegen von Spritzgussformteilen
13.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Nachweis von Mikroplastik im Wasser: Fraunhofer CSP entwickelte smarte Filteranlagen
02.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Im Focus: The “TRiC” to folding actin

Proteins must be folded correctly to fulfill their molecular functions in cells. Molecular assistants called chaperones help proteins exploit their inbuilt folding potential and reach the correct three-dimensional structure. Researchers at the Max Planck Institute of Biochemistry (MPIB) have demonstrated that actin, the most abundant protein in higher developed cells, does not have the inbuilt potential to fold and instead requires special assistance to fold into its active state. The chaperone TRiC uses a previously undescribed mechanism to perform actin folding. The study was recently published in the journal Cell.

Actin is the most abundant protein in highly developed cells and has diverse functions in processes like cell stabilization, cell division and muscle...

Im Focus: Arctic Ocean 2018 - Forscher untersuchen Wolken und Meereis in der Arktis

"Arctic Ocean 2018": So heißt die diesjährige Forschungsexpedition des schwedischen Eisbrechers ODEN in der Arktis, an der auch ein Wissenschaftler der Universität Leipzig beteiligt ist. Noch bis zum 25. September wollen die etwa 40 Forscher an Bord vor allem das mikrobiologische Leben im Ozean und im Meereis untersuchen und wie es mit der Wolkenbildung in der Arktis zusammenhängt.

Während der Fahrt durch die Arktis, die Ende Juli gestartet ist, sollen im Rahmen der Kampagne MOCCHA 2018 (Microbiology-Ocean-Cloud-Coupling in the Hight...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

Herausforderung China – Wissenschaftler aus der ganzen Welt diskutieren miteinander auf UW/H-Tagung

03.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltkleinster Transistor schaltet Strom mit einzelnem Atom in festem Elektrolyten

13.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Your Smartphone is Watching You: Gefährliche Sicherheitslücken in Tracker-Apps

13.08.2018 | Informationstechnologie

Was wir von Ameisen und Amöben über Koordination und Zusammenarbeit lernen können

13.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics