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Metallentfettung und Korrosionsschutz im Vakuum

10.09.2002


Zum 400. Geburtstag Otto von Guerickes: Metallentfettung und Korrosionsschutz im Vakuum Eine Innovation aus dem BMBF-Programm „anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen“ (aFuE) Beim Drehen, Fräsen und Bohren von Motorlagern und anderen Metallteilen kommen Kühl-schmierstoffe zum Einsatz, die vor einer Lackierung entfernt werden müssen. Gleiches gilt für Fett, das bei Transport oder Lagerung von Metall als Rostschutz aufgetragen wird. Bis-lang entfetten die Betriebe ihre Produkte mit Lösungsmitteln, die nur unzureichend reinigen oder die Umwelt belasten können. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) hat das Labor für Umwelttechnik der Fachhochschule Südwestfalen ein vakuumtechnisches Verfahren entwickelt, das eine rückstandsfreie und emissionsarme Entfettung ermöglicht. Als Maßnahme des produktionsintegrierten Umweltschutzes kann die neue Methode die Nutzung der hochwirksamen, aber toxi-schen chlorierten Kohlenwasserstoffe bei der Entfettung von Metallteilen ersetzen.

Im Vakuum werden hochaktive Sauerstoffatome erzeugt. Sie verbinden sich mit dem Fett und zersetzen es vollständig. Die Produkte dieser Oxidation sind zumeist nur Kohlensäure und Wasser. Die Metalloberflächen können im Vakuum aber nicht nur gereinigt, sondern auch mit einer einen Mikrometer dünnen Polymerschicht überzogen werden. Diese Beschichtung ersetzt nachfolgende Prozessschritte der klassischen Lackiertechnik. Sie dient als Erstkorrosionsschutz, so dass die Bauteile transportiert und für kurze Zeit gelagert werden können. Gleichzeitig erleichtert sie die Haftung einer anschließenden Lackierung. Außerdem kann die Schicht so angelegt werden, dass sie einen anschließenden Überzug mit lösungsmittelfreien und damit umweltgerechteren wassergelösten Lacken erlaubt.

Silvia Behr | AiF-Presseinformation
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

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