Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schubkraft für Innovationen

11.04.2008
Turbomaschinen sind das Herz jedes Kraftwerks. Und in Triebwerken von Flugzeugen sorgen sie für die Antriebskraft.

Im neuen Innovationscluster »TurPro« in Aachen bringen Forscher und Unternehmer gemeinsam die Produktionstechnik für energieeffiziente Turbinen voran. Ein Ziel ist es, Treibstoff zu sparen und damit den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Turbinen in Kraftwerken, Flugzeugen und Raumfähren müssen extreme Belastungen aushalten und dabei zuverlässig funktionieren. Bei der Energieerzeugung sind sie notwendig, um aus Braunkohle, Erdgas oder erneuerbaren Energien Strom zu erzeugen. Die Fertigung und Instandhaltung der Turbinenkomponenten ist mit hohen Kosten verbunden und sehr aufwändig. Damit eine Turbine im Kraftwerk die Energie optimal umwandelt, arbeiten Konstrukteure und Unternehmer an Hightech-Werkstoffen und Verfahren sowie an ausgeklügelten Herstellungsprozessen. Der Bedarf an hocheffizienten Turbinen für Energieerzeugung und Luftfahrt steigt. Bisher hat Deutschland in der Kraftwerkstechnik die Nase vorn: Der Exportanteil liegt bei 80 Prozent. Damit das so bleibt, müssen Innovationen ständig vorangetrieben werden.

Forscher und Unternehmer im Raum Aachen bündeln ihr verteiltes Know-how, um wirtschaftlichere Turbinen zu entwickeln. Am 11. April 2008 startet der Cluster »Integrative Produktionstechnik für energieeffiziente Turbomaschinen TurPro«. Gemeinsam mit 16 Industriepartnern bringen die Fraunhofer-Institute für Produktionstechnologie IPT und für Lasertechnik ILT neue Technologien und Prozesse für die Herstellung und Instandhaltung der Turbomaschinen auf den Weg. Partner sind Hersteller von Kraftwerkstechnik, Luftfahrtunternehmen, Zulieferfirmen und Technologielieferanten aus Nordrhein-Westfalen. In den kommenden drei Jahren wird das Netzwerk mit insgesamt 9,3 Mio. Euro zu gleichen Teilen vom Land Nordrhein-Westfalen, der Fraunhofer-Gesellschaft und den Unternehmen finanziert.

... mehr zu:
»Kraftwerk »Turbine

»Für unser ehrgeiziges Ziel, Innovationsland Nummer eins in Deutschland zu werden, müssen wir die besten Bedingungen schaffen, damit Innovationen entstehen, die sich am Markt durchsetzen können. Der neue Fraunhofer-Cluster stärkt die Forschungsregion mit ihren aktiven und engagierten Unternehmen«, betont Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie von Nordrhein-Westfalen. »Die Fraunhofer-Gesellschaft ist ein bedeutender Innovationsmotor für unsere Region.«

Der Standort Aachen ist ideal, um Ideen rasch in Produkte umzusetzen: In den Ingenieurwissenschaften und insbesondere in der Produktionstechnik gilt Aachen als weltweit führend. Die Auszeichnung als Elite-Universität und der Gewinn von drei Exzellenzclustern in der Spitzenforschung im Bundeswettbewerb bestätigen die herausragende Stellung der RWTH Aachen. Etabliert sind in Nordrhein-Westfalen auch die Turbomaschinenindustrie und ihre Zulieferer.

»Das Konzept der Cluster hat sich bewährt. Entscheidend für einen wirksamen Innovationsprozess ist die effiziente Kooperation von Entwicklung und Produktion. Eine aktuelle europäische Benchmarking Studie bestätigt: Mehr als 70 Prozent der Wachstumschampions binden Partner über den gesamten Innovationsprozess hinweg wesentlich enger ein,« erklärt Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft und zitiert die Studie, die innerhalb des europäischen Projekts IMP³rove durchgeführt wurde: »Für ‘radikale’ Innovationen sind Partnerschaften wesentlich, um risikoreichere Durchbruchsinnovationen zu initiieren und umzusetzen.«

Die Partner des Aachener Netzwerks machen sich an die Arbeit. Sie testen neuartige Werkstoffe, entwickeln Bearbeitungsverfahren für leichtere und robustere Komponenten, verbessern die Produktionsabläufe und spätere Instandhaltungsarbeiten. Dieser Zusammenschluss ist einer von bundesweit elf Fraunhofer-Innovationsclustern, weitere sind in Planung.

Partner im Fraunhofer-Innovationscluster:

– AGIT – Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH
– BCT GmbH
– CemeCon AG
– Dörries Scharmann Technologie GmbH
– Doncaster Precision Castings – Bochum GmbH
– EdgeWave GmbH
– Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
– Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
– inno-shape GmbH
– Lehrstuhl für Lasertechnik LLT der RWTH Aachen
– Leistritz Turbinenkomponenten Remscheid GmbH
– MAN TURBO AG
– ModuleWorks GmbH
– MTU Aero Engines GmbH
– Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co. KG
– Seco Tools GmbH
– Siemens AG, Fossil Power Generation
– S&F Systemtechnik GmbH
– TRUMPF Laser und Systemtechnik GmbH
– Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen

Dr.-Ing. Thomas Bergs | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ipt.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Kraftwerk Turbine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Mit optimierten Logistikprozessen Energieeinsatz und CO2-Ausstoß reduzieren
22.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

nachricht Elektrosynthese von Alkoholen energieeffizienter gestalten
18.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hohlraum vermittelt starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie

Forschern ist es gelungen, mithilfe eines mikroskopischen Hohlraumes eine effiziente quantenmechanische Licht-Materie-Schnittstelle zu schaffen. Darin wird ein einzelnes Photon bis zu zehn Mal von einem künstlichen Atom ausgesandt und wieder absorbiert. Das eröffnet neue Perspektiven für die Quantentechnologie, berichten Physiker der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift «Nature».

Die Quantenphysik beschreibt Photonen als Lichtteilchen. Will man ein einzelnes Photon mit einem einzelnen Atom interagieren lassen, stellt dies aufgrund der...

Im Focus: A cavity leads to a strong interaction between light and matter

Researchers have succeeded in creating an efficient quantum-mechanical light-matter interface using a microscopic cavity. Within this cavity, a single photon is emitted and absorbed up to 10 times by an artificial atom. This opens up new prospects for quantum technology, report physicists at the University of Basel and Ruhr-University Bochum in the journal Nature.

Quantum physics describes photons as light particles. Achieving an interaction between a single photon and a single atom is a huge challenge due to the tiny...

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungen

Serienfertigung von XXL-Produkten: Expertentreffen in Hannover

22.10.2019 | Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Studenten entwickeln einen Koffer, der automatisch auf Schritt und Tritt folgt

22.10.2019 | Innovative Produkte

Chemikern der Universität Münster gelingt Herstellung neuartiger Lewis-Supersäuren auf Phosphor-Basis

22.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics