Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ständig das Rad neu erfinden

04.06.2002


Simulation mit finiten Elementen: Die Farben zeigen an, welche mechanischen Spannungen bei verschiedenen Belastungen in einer Felge auftreten.

© Fraunhofer LBF


Seit über 3 000 Jahren versucht der Mensch laufend, die Grundlage fast aller seiner erdgebundenen Fahrzeuge zu verbessern: das Rad. Mittlerweile ist er dabei von Versuch und Irrtum auf den Computer umgestiegen. Doch trotz modernster Technologien können empirisch gewonnene Daten auch heute nicht vernachlässigt werden. Lebensdauer und Festigkeit von sicherheitsrelevanten Bauteilen werden bis dato mit Nachweisversuchen ermittelt. Sie führen zum Festigkeitsnachweis, der wiederum Voraussetzung für eine Freigabe ist. Genau hier greift LBF.WheelStrength an - die erste Software, mit der Festigkeitbewertungen von Rädern durchgeführt werden können. Mit Hilfe eines neuartigen Konzepts integriert sie experimentelle Daten und Methoden zum Lebensdauernachweis. Das vor kurzem freigegebene Programm entstand am Darmstädter Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit LBF in Kooperation mit der Softwarefirma Stress & Strength GmbH. Kostenintensive Prüfstandversuche werden damit erheblich reduziert.

... mehr zu:
»Bauteil »Festigkeit »Räder »WheelStrength

Die Software simuliert dynamisch - also in Bewegung - die maßgeblichen mechanischen Beanspruchungen, die bei einer Radkonstruktion im Alltagsgebrauch auftreten können. Bereits in einer frühen Entwicklungsphase lassen sich so Räder zuverlässig auslegen und optimieren. Noch vor der Fertigung können Konstrukteure an einem physikalischen Modell ermitteln, wie und in welchem Ausmaß Belastungen und Festigkeiten von Rädern zusammenhängen. »Als Grundlage unseres Programms dienen experimentelle Untersuchungsdaten, die in vielen Jahren gesammelt und ausgewertet wurden«, erläutert Klaus Störzel. »Mit LBF.WheelStrength bieten wir ein mächtiges Werkzeug, das Festigkeitsbewertungen deutlich verlässlicher macht.« Die graphische Softwareoberfläche erleichtert dem Anwender die Arbeit. Wenige Eingabeparameter genügen bereits, um komplette Berechnungen in kürzester Zeit umzusetzen. Weitere, bald fertiggestellte Softwarepakete sind LBF.HubStrength für Radnaben und LBF.SuspensionStrength, mit dem sich verschiedene Fahrwerkskomponenten auslegen lassen.

Vor über zwei Jahren gründete das LBF mit drei weiteren Fraunhofer-Instituten SIMTOP. Dieses Demonstrationszentrum wendet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, die das gebündelte Know-how über simulierte Herstellungsprozesse und das Betriebsverhalten dazu nutzen wollen, um ihre mechanisch beanspruchten Bauteile besser und sicherer zu konstruieren.


Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Klaus Störzel
Telefon 0 61 51 / 7 05-2 73
Fax 0 61 51 / 7 05-2 14

Dipl.-Ing. Klaus Störzel | Mediendienst

Weitere Berichte zu: Bauteil Festigkeit Räder WheelStrength

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Ultradünne transparente Silberschichten für Solarzellen
12.11.2018 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Heraeus erzielt Qualitätsschub beim 3D-Druck von hochleitfähigem Kupfer
08.11.2018 | Heraeus Holding GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics