Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukunftsdialog mit 200 Kunden und Experten: Visionen werden Realität und stärken NRW

27.06.2013
�� Studie: Kunden wollen versorgungssichere, effiziente, bezahlbare Energie
�� Minister Remmel: „Energiewende braucht Spielmacher statt Spielverderber“
�� Rudolf Martin Siegers: Effizienz-Maßnahmen sparen 30 Prozent Energiekosten

„Wir wollen aus dem Jahrhundertprojekt ’Energiewende’ auch einen Erfolg für die Wettbewerbsstärke der Region machen, indem Visionen Realität werden“, sagte Siemens Deutschlandchef Rudolf Martin Siegers beim heutigen „Zukunftsdialog“ in der Düsseldorfer Rheinterrasse. Dort präsentierte Siemens vielfältige Ideen und Lösungen für eine erfolgreiche, lebenswerte Zukunft.

Rund 200 hochrangige Unternehmensvertreter aus Nordrhein-Westfalen, renommierte Experten, Visionäre, Zukunftsforscher und Wissenschaftler informierten sich dafür aus erster Hand in Arbeitsgruppen, bei Vorträgen und in einer visionären Ausstellung. Sie zeigte Zukunft, die heute schon möglich ist, wie etwa die virtuelle Fabrik. Lebhaft diskutiert wurden auch die Ergebnisse einer Umfrage, die Siemens bei bundesweiten Top-Kunden zum Thema „Energiewende“ durchgeführt hatte. Die deutschlandweit auf Vorstands- und Geschäftsführerebene erfolgte Kundenbefragung ergab, dass sich weit über 90 Prozent der Befragten Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Energieeffizienz von der Energiewende erwarten.

In technologischer Hinsicht nannten fast 90 Prozent der Befragten Investitionen in den Netzausbau und die Entwicklung wirksamer Stromspeichertechnik für wichtig und förderungswürdig. Mehr als 80 Prozent haben Interesse an flexiblen Finanzierungsmodellen, um Maßnahmen für eine nachhaltige Energieversorgung vorzunehmen. Und wenn es dazu noch mehr Planungssicherheit geben würde, könnten sich fast ebenso viele vorstellen, schon heute in solche Maßnahmen zu investieren.

Die mittlerweile zwei Jahre währende Energiewende sehen 84 Prozent der Befragten auf keinem guten Weg; gleichwohl sprechen sich 96 Prozent grundsätzlich für die Energiewende aus, wobei sich gut 80 Prozent der Kunden mit den wesentlichen Zielen der Energiewende, wie CO2-Reduzierung und Energieeffizienz, voll vertraut sehen.

Eine weitere bei McKinsey in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel „Chancen für die Energiewende – was kann Deutschland aus ausgewählten internationalen Fallbeispielen lernen?“ stellt 20 Lösungen in anderen Ländern vor, die sich in Deutschland mit vergleichsweise wenig Aufwand übernehmen lassen. Die Studie weist zum Beispiel darauf hin, dass sich durch die Steigerung der Energieeffizienz in Industrie, Gebäuden und Verkehr im Jahr 2020 bis zu 15 Milliarden Kilowattstunden (TWh) Strom sparen ließen, was den Gesamtstrombedarf Deutschlands in diesem Jahr um rund 2,5 Prozent sinken lassen würde.

Die Abwärmerückgewinnung für die Stromerzeugung bei Zement- und Glaswerken sowie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf Leuchtdioden zum Beispiel brächte jeweils weitere zwei TWh Stromeinsparung. Und eine Flexibilisierung des industriellen Strombedarfs könnte die Nachfrage nach Spitzenlast von zwei Großkraftwerken um etwa zwei Gigawatt (GW) reduzieren.

„Siemens hat das richtige Portfolio und die Kompetenz für nachhaltig effiziente Energiesysteme, saubere, CO2-sparende Energieerzeugung und intelligente Energieverteilung“, unterstrich Rudolf Martin Siegers in seinem Vortrag mit dem Titel: „Siemens – Starker Partner für ein nachhaltiges Deutschland“. Alleine durch Energieeffizienz steigernde Maßnahmen ließen sich in Gebäuden und Produktionsprozessen von Industriebetrieben tatsächlich schnell 30 Prozent und mehr an Energiekosten einsparen.

Siegers: „Heute ist Energieeffizienz der wichtigste Antrieb für Industrie und Infrastruktur, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Das sei gerade für NRW wichtig, wo 30 Prozent der bundesweit erzeugten Energie produziert, jedoch 35 Prozent der in Deutschland produzierten Energie auch verbraucht würden. „Die Energiewende braucht keine Spielverderber, sondern Spielmacher. Sie ist ein umfassendes Gemeinschaftswerk, das auf den Glauben an die Lernfähigkeit und Kreativität unserer modernen Gesellschaft im Umgang mit den von ihr selbst verursachten Gefahren und Risiken setzt. Wir stehen mitten in einer neuen Gründerzeit, die den Vergleich mit früheren Gründungsepochen nicht zu scheuen braucht“, betonte Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Naturund Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, als Gastredner zu dem Thema: „Kommunen sind die Träger der Energiewende, made in NRW“.

Nicht nur das Programm des Siemens-Zukunftsdialogs, sondern auch die gezeigte und diskutierte Themenvielfalt machte deutlich, dass die Menschen in der Zukunft über die Energiewende hinaus noch weit mehr Interessen und Herausforderungen für sich sehen. Zukunftsforscher Prof. Dr. Horst W. Opaschowski stellte in seinem Referat fest: „Die Bevölkerung in Deutschland ist zukunftshungrig geworden. Ihre Zukunftsvisionen konzentrieren sich derzeit auf fünf Lebensqualitätsbereiche mit innovativem Anspruch: Medizin, Energie, Soziales, Arbeit und Konsum.“

Herbert K. Meyer, Leitung Siemens AG, Region West, nannte passend dazu regionale, in die Zukunft weisende NRW-Beispiele, die Siemens heute schon anbietet. In seinem Eröffnungsvortrag zum Zukunftsdialog mit dem Titel „Den Wandel gemeinsam gestalten – unsere Chancen für die Zukunft“ betonte er unter anderem, dass gerade der Westen Deutschlands als größter zusammenhängender Wirtschaftsraum Europas enormes Potential habe, auch in technologischer Hinsicht von den künftigen Entwicklungen etwa in den Bereichen Industrie, Medizin, Energie und bei städtischen Infrastrukturlösungen zu profitieren. „Gemeinsam könnten wir in NRW neben einer lebenswerten Zukunft durchaus auch Technologieführerschaften erreichen.“

Meyer nannte in diesem Zusammenhang unter anderem zwei medizinische Forschungsprojekte für Bild gebende Verfahren in Essen und Jülich, ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit Weltrekord-Wirkungsgrad, das derzeit in Düsseldorf gebaut wird, ein vielversprechende SmartGrid-Projekt in Wachtendonk und ein Pilotprojekt zur Stromspeicherung mit Hilfe der Elektrolyse-Technik in Niederaußem. Beispielhaft nannte er auch das Krefelder Siemens-Werk, in dem für die Deutsche Bahn AG nicht nur der ICE-Nachfolger ICx als größter Auftrag in der 165-Jährigen Siemens-Geschichte gebaut wird, sondern mit Energiespar-Contracting überaus erfolgreich auch neue Wege beim Energiesparen und CO2-reduzieren beschritten werden. Ähnliche Vorzeigeprojekte gibt es zudem in der Universitätsklinik Münster und beim Bundesverwaltungsamt Köln.

Ansprechpartner für Journalisten:
Siemens AG, Media Relations
Georg Lohmann Pressesprecher Region West
Tel.:+49-211-6916-1300 und +49-172-212 4840
E-Mail: lohmann.georg@siemens.com;
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie, Energie sowie im Gesundheitssektor tätig und liefert Infrastrukturlösungen, insbesondere für Städte und urbane Ballungsräume. Siemens steht seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Siemens ist außerdem weltweit der größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien. Rund 40 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf grüne Produkte und Lösungen. Insgesamt erzielte Siemens im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2012 endete, auf fortgeführter Basis einen Umsatz von 78,3 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,2 Milliarden Euro. Ende September 2012 hatte das Unternehmen auf dieser fortgeführten Basis weltweit rund 370.000 Beschäftigte.

Georg Lohmann | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?
21.06.2018 | ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung

nachricht Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?
21.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics