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zbMATH im MitteIpunkt

02.07.2012
FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur auf internationalem Mathematik-Kongress in Krakau präsent / Erstmals Vergabe des Otto-Neugebauer-Preises

Wenn vom 2. bis 7. Juli 2012 in Krakau der 6. Europäische Mathematik-Kongress stattfindet, ist FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informations-infrastruktur in mehrfacher Hinsicht präsent.

Zum einen hält Olaf Teschke, Abteilungsleiter Mathematik und Informatik, einen Vortrag darüber, wie die „European Digital Mathematics Library“ (EuDML) und die Datenbank „Zentralblatt MATH“ (zbMATH) einander ergänzen und dabei optimieren.

Zum anderen kann man sich am Messestand über zbMATH informieren. Der bei der Tagung erstmals verliehene Otto-Neugebauer-Preis erinnert an den gleichnamigen Gründer des „Zentralblatts für Mathematik“, aus dem zbMATH hervorgegangen ist.

zbMATH ist die weltweit umfangsreichste Datenbank für Publikationen in der reinen und angewandten Mathematik. Sie enthält heute mehr als drei Millionen Nachweise zu internationalen mathematischen Publikationen aus fast zwei Jahrhunderten. Die Funktionalität entspricht höchsten Standards. Damit ist zbMATH ein unverzichtbares Arbeitsmittel für Mathematiker an Hochschulen sowie für Anwender der Mathematik. FIZ Karlsruhe, die Heidelberger Akademie der Wissenschaften und die European Mathematical Society geben zbMATH gemeinsam heraus; der Springer-Verlag ist zuständig für die Publikation der gedruckten Version von zbMATH.

Der Otto-Neugebauer-Preis ist vom Springer-Verlag gestiftet, und er wird für Forschungen auf dem Gebiet der Mathematikgeschichte verliehen. Der österreichisch-amerikanische Mathematiker Otto Neugebauer (1899 bis 1990) führte bahnbrechende Studien zu babylonischer, ägyptischer, indischer und griechischer Mathematik durch. 1931 gründete er das "Zentralblatt für Mathematik".

Gert-Martin Greuel, Chefredakteur von zbMATH und ebenfalls Vortragender in Krakau, sieht das Erbe des bedeutenden Pioniers gewahrt: „Der Grundgedanke Neugebauers war es, die mathematischen Erkenntnisse von vergangenen Epochen bis hin zu aktuellsten Ergebnissen zu erschließen und öffentlich zugänglich zu machen. Mit den umfassenden Inhalten von zbMATH verfolgen wir im 21. Jahrhundert den gleichen Ansatz.“ Abgerundet werde dies mit modernen Services, etwa der digitalen Bibliothek mathematischer Literatur, die im EU-geförderten Projekt „EuDML“ entsteht. FIZ Karlsruhe baut hier gemeinsam mit 14 weiteren europäischen Partnern die weltweit größte digitale Bibliothek mit mehr als 200.000 Open-Access-Publikationen aus der Mathematik auf.

Den 6. Europäischen Mathematik-Kongress richten European Mathematical Society (EMS), Polish Mathematical Society und die Krakauer Jagiellonen-Universität gemeinsam aus. Die Veranstaltung, die alle vier Jahre an wechselnden Orten stattfindet, ist nach dem „International Congress of Mathematicians“ die wichtigste Tagung ihres Faches. Vergeben werden neben dem Neugebauer-Preis die EMS-Preise für die zehn besten Nachwuchsforscher und der Felix-Klein-Preis für die beste Lösung eines Pro-blems aus der Angewandten Mathematik.

Weitere Informationen über Preisträger, Referate und Forschungsprofile finden Sie unter:

http://www.zentralblatt-math.org/static/zbl-for-krakow.pdf

Weitere Informationen über FIZ Karlsruhe erhalten Sie unter:
FIZ Karlsruhe, Hermann-von-Helmholtz-Platz 1, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel. 07247 808-555, www.fiz-karlsruhe.de, helpdesk@fiz-karlsruhe.de
Pressekontakt:
Dr. Thomas Leuchtenmüller, Tel. 07247 808-513, thomas.leuchtenmueller@fiz-karlsruhe.de
FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (www.fiz-karlsruhe.de) ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im öffentlichen Auftrag weltweit publizierte wissenschaftliche Information zugänglich macht und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung stellt. FIZ Karlsruhe hat die Aufgabe, den nationalen und internationalen Wissenstransfer und die Innovationsförderung zu unterstützen. Die Geschäftsfelder sind:
• STN International – der weltweit führende Online-Service für wissenschaftlich-technische Forschungs- und Patentinformation
• KnowEsis – innovative e-Science-Solutions zur disziplinunabhängigen Unterstützung des gesamten Forschungsprozesses

• Datenbanken und Informationsdienste – Datenbanken und Wissenschaftsportale in den Fachgebieten Mathematik und Informatik, Kristallografie und Chemie sowie Energie.

FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. („Leibniz-Gemeinschaft“), unter deren Dach 86 Einrichtungen vereint sind, die Forschung betreiben oder wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen.

Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.fiz-karlsruhe.de/

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