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Von Wörtern, Wissen und Wörterbüchern

14.09.2012
Wie verändern Wikipedia & Co unsere Wahrnehmung von Wissen? Wie hat das Web mit seinen kollaborativen und kommentierenden Verfahren die sprachliche Vermittlung von Wissen verändert?
Fragen, denen sich vom 18. bis 21. September der Kongress der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL e.V) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) widmet. Zu dieser größten Fachtagung und Vertretung der Angewandten Linguistik in Deutschland erwartet die Universität rund 400 internationale Teilnehmer, darunter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den USA, Südamerika, Afrika und dem europäischen Ausland.

Noch vor wenigen Jahren waren gedruckte Nachschlagewerke ein bevorzugter Weg, Wissen zu erschließen. Mit dem Aufkommen des Webs sind völlig neue Strategien der Wissensrepräsentation und –darstellung, vor allem aber auch der Wissensproduktion und des Zugriffs auf Wissen entstanden. Beispiele wie Google und Wikipedia stehen für andersartige Formen der sprachlichen Erzeugung von Wissen, die weitgehend von kollaborativen und kommentierenden Verfahren begleitet werden. Das hat zu einem guten Teil die klassischen Rollen von Experten und Nutzern aufgebrochen:

Wie verändern Google, Wikipedia und Co unsere Wahrnehmung von Wissen? Welche Auswirkungen hat das auf Kommunikation? Wie fassen wir Wissen sprachlich? Und wie machen wir Wissen (sprachlich) zugänglich? Eng damit verknüpft ist aber auch die Frage, wie wir Wortschätze bewahren, erweitern und verändern. Wie machen wir Wissen und Wörter zugänglich, wie machen wir sie nachschlagbar? Schließlich: Was bedeutet das in schulischen und beruflichen Lernkontexten für den Wissenstransfer?

In insgesamt 13 Themensymposien und 25 Einzelvorträgen liefert der Kongress Antworten auf diese Fragestellungen sowie Einblick in weitere aktuelle Forschungsarbeiten der angewandten Linguistik, die sich mit einem besonderen Schwerpunkt auf das Verhältnis von Wörtern, Wissen und Wörterbüchern richten. Mit Hans C. Boas (Austin), Dimitrij Dobrovolskij (Moskau), Rosamund Moon (Birmingham) und Herbert Ernst Wiegand (Heidelberg) wurden für die Plenarvorträge vier hochkarätige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem In- und Ausland gewonnen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Veränderung von Wissen, Wortschätzen und Wörterbüchern beschäftigen.

Außerdem verleiht die GAL anlässlich des Kongresses den jährlichen GAL-Förderpreis, der von renommierten Verlagen gestiftet wird und die Arbeit begabter junger Wissenschaftlern unterstützt. Die diesjährige Preisverleihung findet am 18. September vor dem Eröffnungsvortrag statt.

Plenarvorträge – spannende Einblicke in aktuelle Forschung

Di, 18.09.2012, 17 Uhr Hans C. Boas: Wie viel Wissen steckt in
Wörterbüchern? (Audimax, Bismarckstraße 1)

Mi, 19.09.2012, 9.15 Uhr Dimitrij Dobrovolskij: Phraseologie im
Wörterbuch (Kochstraße 4, Hörsaal C)

Do, 20.09.2012, 11.15 Uhr Rosamund Moon: Corpus Dictionary, discourse:
‚age’ adjectives in English (Audimax, Bismarckstraße 1)

Fr, 21.09.2012, 11.45 Uhr Herbert Ernst Wiegand: Lexikographie und
Angewandte Linguistik (Kochstraße 4, Hörsaal C)

Das vollständige Programm finden Sie im Web unter: www.gal-2012.phil.uni-erlangen.de

Pressegespräch zum Kongress am 19. September, 13 Uhr

Wir laden Sie herzlich zu einem Pressegespräch am 19. September 2010 um 13 Uhr in Erlangen, Bismarckstraße 1, Raum C 203 (C-Turm) ein. Das Pressegespräch gibt Ihnen die Gelegenheit, direkt mit Expertinnen und Experten zu den oben genannten Fragestellungen ins Gespräch zu kommen. Bitte lassen Sie uns unter 09131-85-70210 oder per Mail an presse@zuv.uni-erlangen.de wissen, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen.

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

Prof. Dr. Susanne Göpferich, Professorin für Angewandte Linguistik/Anglistik und Vizepräsidentin der GAL e.V, Schwerpunkt: professionelle Textproduktion

Prof. Dr. Katrin Lehnen, Professorin für Germanistische Medien- und Sprachdidaktik, Schwerpunkte: Sprache in den Medien, z.B. Schreiben im Web

Dr. Markus Nickl, doctima GmbH, Schwerpunkte: Textverständlichkeit, Organisation von Redaktionen, Social Media

Prof. Dr. Bernd Rüschoff, Professor für Angewandte Linguistik und Didaktik der Anglistik, Präsident der GAL e.V., Schwerpunkt: Zweitsprach- und Fremdspracherwerb, virtuelle Lernplattformen

Prof. Dr. Stefan Schierholz, Professor für Germanistische Linguistik und Ausrichter des diesjährigen GAL-Kongresses, Schwerpunkt: Lexikographie und Wörterbuchforschung
Ansprechpartner für die Medien:

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Stefan Schierholz
Telefon: 09131/85-22353
E-Mail: Stefan.Schierholz@ger.phil.uni-erlangen.de

GAL e.V.
Prof. Dr. Katrin Lehnen
Tel.: (+49) 0641-99-29115
Katrin.Lehnen@germanistik.uni-giessen.de oder
pressesprecher@gal-ev.de

Blandina Mangelkramer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

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Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

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This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

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Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

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