Wissen und Kreativität – Schlagworte oder neue Ansätze für urbane Wachstumskonzepte?

Traditionelle Wirtschaftstheorien erklärten Wachstumsunterschiede im Wesentlichen mit unterschiedlichen Investitionen in Produktionsfaktoren wie „Arbeit“ und „Kapital“.

Neuere Erklärungsmodelle heben dagegen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Humankapital als Schlüsselgrößen für langfristiges Wirtschaftswachstum hervor. Die Bedeutung von Wissen und Kreativität für die Erschließung lokaler und regionaler Entwicklungspotenziale wird dabei in einer Vielzahl kommunaler Aufgabenfeldern diskutiert.

Die neuen Wachstumstheorien (beispielsweise die Ansätze von Richard Florida), nach denen wirtschaftliches Wachstum im Wesentlichen in den wissensorientierten Dienstleistungsbereichen und in den mit ihnen verbundenen Wirtschaftsbereichen zu erwarten ist, werden in zunehmendem Maße als eine Grundlage für wirtschafts- und stadtentwicklungspolitische Ansätze in deutschen Städten wahrgenommen. Die Fachtagung setzt sich kritisch mit diesen neuen Ansätzen auseinander und stellt Praxisbeispiele neuer urbaner Wachstumskonzepte vor.Sie beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragestellungen:

+++ Welche Entwicklungschancen haben die Städte in der Wissensgesellschaft?

+++ Was kann die Stadtentwicklungsplanung im Umgang mit den Themen „Wissen“ und „Kreativität“ tun? Wie sehen Ansätze, Strategien und Konzepte aus?

+++ Welche neuen Ansätze für die Wirtschaftsförderung bietet der Standortfaktor „Kreativität“?

+++ Wie sehen neue urbane Strukturen für die Wissensökonomie aus? Welche immobilienwirtschaftlichen Konzepte gibt es dafür?

+++ In welcher Form können „Wissen“ und „Kreativität“ zu neuen urbanen Wachstumskonzepten beitragen?

+++ Wie sehen stadträumliche Lösungen für Wissenschafts- und Kulturwirtschaftsquartiere aus?

+++ Welche Möglichkeiten zur Unterstützung der Kreativwirtschaft gibt es?

+++ Welche Erfahrungen gibt es in anderen Ländern?

+++ Welche Entwicklungsperspektiven haben Kulturwirtschaft und „Creative Industries“?

Die Fachtagung stellt dazu Erfahrungen, Lösungsansätze und gute Beispiele aus und für die öffentliche Verwaltung vor. Anhand von Praxisbeispielen werden typische Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten erörtert.

Zielgruppen: Fachtagung für Dezernenten, Führungs- und Fachpersonal aus den zuständigen kommunalen Einrichtungen, aus Kammern und Verbänden sowie für Ratsmitglieder

Tagungsleitung: Dipl.-Geogr. Holger Floeting, Deutsches Institut für Urbanistik

Veranstaltungssekretariat: Bettina Leute, Deutsches Institut für Urbanistik GmbH, Postfach 120321, 10593 Berlin, Telefon: 030/39001-148, Telefax: 030/39001-268, leute@difu.de

Programmdetails, Anmeldung und Konditionen:
http://www.difu.de/seminare/09_wissen_und_kreativitaet_flyer.pdf
Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik GmbH (Difu)
Tagungsort: Ernst-Reuter-Haus, Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin, S-Bahn: Tiergarten
Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftspolitik, Städtebau, Soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Institut bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene mit allen Aufgaben- und Problemstellungen, die die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Grundlage des Handelns des als GmbH geführten Instituts ist die Gemeinnützigkeit. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (VfK) ist alleiniger Gesellschafter der GmbH.
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Sybille Wenke-Thiem
Ltg. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
Telefon: 030/39001-209
Telefax: 030/39001-130
E-Mail: wenke-thiem@difu.de

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